Jetzt bin ich da. Die erste Nacht alleine in der neuen Wohnung. Es stellt sich Ruhe ein.
Der Umzug lief fast reibungslos – wenn man davon absieht, dass ich meinen Helfern erst mal sagen musste, dass es kein Auto gibt. Den bestellten Transporter konnte Sixt nicht bieten, denn durch das Schneechaos in der Nacht auf Samstag sind all Autos nicht wie gewünscht zurückgekommen. Nach mehreren Telefonaten gabs noch nen fetten 6,5-Tonner bei der Konkurrenz, Sixt übernimmt die Mehrkosten. Also konnte doch alles wie geplant laufen. Anderthalb Stunden und die Sache war gegessen. Mit dem Lkw sind wir dann noch in den Ikea gefahren, ganz dekadent mit der Hebebühne den neuen Küchentisch und die Kommode aufgeladen (Schockmoment, als die Hebebühne festgefroren war – aber nach einer Minute wackeln hats geknirscht und sie funktionierte wieder). Bett, Couch, Schreibtisch, Regale, Kommode und Küchentisch haben wir Samstag und Sonntag aufgebaut und ein bisschen durch die Gegend geschoben. Sieht schon ganz gut aus.
Die Wohnung wurde komplett saniert und sollte eigentlich fertig sein zum Einzug. Aber wie das bei den Handwerkern so ist, sind meine Türen nocht nicht lackiert und die Klinken fehlen auch noch. Das soll dann Mittwoch passieren. Dafür ist aber alles neu, alles verputzt, tapeziert und gestrichen, neuer Boden, ein ganz neues Bad, neue Heizkörper, etc. Nur die Fenster sind nicht mehr ganz so neu.
Meine Küche ist noch sehr improvisiert. Ich habe einen 2-Platten-Elektokocher und spüle im Badezimmer. Mein Kühlschrank ist die Fensterbank, dank der derzeitgen Temperaturen kein Problem. Aber eine Einbauküche soll her. Mit allem Drum und Dran. Bald.
Ach, und Waschen kann ich auch nicht. Die bestellte Waschmaschine sollte eigentlich schon letzten Donnerstag kommen. Morgens dann rief mich die Spedition an und sagte ab. Jetzt kommt sie erst nächsten Freitag. Hoffentlich.
Aber Netcologne hat es sehr geil hinbekommen. Am Samstagmittag wuselte zwischen den Umzugshelfern noch n Techniker von denen rum und hat mein Multikabel angeschlossen. 25 MBit/s Glasfaser ist schon cool.
Heute morgen dann hab ich mir erst mal ne Leiter gekauft und noch ein bisschen Kleinkram (unbezahlbar, dass ich nur 200 m entfernt einen Baumarkt habe) und habe Löcher in die Wände gebohrt.
Mit Küche, Waschmaschine, Kommode, Tisch und jeder Menge Kleinkram, den man braucht, wenn man nach langer WG-Zeit wieder alleine wohnt, ist das ein ganz schön teurer Umzug.
Aber es fühlt sich gut an. Die Wohnung, mein Leben, das ganze Drumherum. Ich wohne wieder alleine, kann mich ganz nach meinen Wünschen in einer leeren Wohnung entfalten, habe Platz, mache es mir gemütlich. Es macht Spaß und ich freue mich.
Gestern dann hat sie sich ins Bett gekuschelt und gesagt, sie sei zu Hause. So schön…
Geschrieben am Montag, 1. Februar 2010 und einsortiert unter Gedanken, Köln, Leben

So, erst mal umziehen. Morgen gehts los. Ich werd jetzt auch das letzte Kabel ziehen und dann mal sehen, wie schnell mich mein Provider wieder ans Netz bringen kann. Die Umschaltung ist für morgen terminiert, aber ich kann nicht den ganzen Tag in der neuen Wohnung warten, wenn ich nen Umzug mache. Aber vielleicht hab ich ja Glück und der Anschlussmann kommt erst am Mittag. Daumen drücken…
Geschrieben am Freitag, 29. Januar 2010 und einsortiert unter Köln, Leben

Gestern morgen kam ein Besucher über Google auf meine Seite – was ja nicht weiter ungewöhnlich ist. Aber der gesuchte Begriff… Schaut selbst.
Geschrieben am Mittwoch, 27. Januar 2010 und einsortiert unter Internet

Mein Leben hat Fahrt aufgenommen, heraus aus dem Regen des letzten Jahres, hinein ins Licht, in die Sonne. Schon lange nicht mehr ging es mir so gut!
Geschrieben am Dienstag, 19. Januar 2010 und einsortiert unter EOS, Fotos, Gedanken, Leben

holgi Böhse Onkelz? Das ist doch dieser Heckscheibenhersteller!
luzilla heißt “verspätung wegen störung im betriebsablauf”, dass der zugführer überraschend kacken musste?
Euphoriefetzen ja,durch mein badezimmerfenster schaut eine giraffe. ja,die giraffe hat einen hut auf. nein, ihr bart ist nicht echt. was soll die fragerei?
formschub So ‘ne Hausgeburt ist bestimmt voll anstrengend. Die Dinger sind ja nicht nur groß, sondern dazu auch noch eckig.
Vergraemer Die eine Politesse hält mich fest, die andere wartet, dass meine Parkuhr abläuft.
songe_creux “Nee, ich kann heute Abend nicht. Hab’ was geliefert bekommen und bin nun mit dem Drücken von Luftpolsterfolie beschäftigt.”
DerEchte “Hatten sie am Telefon nicht versprochen, dass bei meiner Ankunft ein Begrüßungssex auf mich wartet?” -”Sekt. Ich sagte Sekt.”
diktator Die Verfilmung des Internets scheiterte daran, dass man nicht genug Katzen fand.
songe_creux Und sollte Uschi nebenan heute wieder so lange zum Orgasmusfaken brauchen, trete ich die Tür ein und stopf ihr mit meinem Vibrator das Maul.
songe_creux Häagen Dazs Vanilla Caramel Brownie – wie ficken, nur kälter.
Geschrieben am Dienstag, 19. Januar 2010 und einsortiert unter Internet, Twitter

Nix los hier im Blog, oder was? Da hab ich in den letzten Zügen des alten Jahres noch mal so richtig Gas gegeben und einen Artikel nach dem anderen rausgehauen und nun? Funkstille? Sieht so aus.
Es ist nicht so, als hätte ich keine Themen, über die ich schreiben könnte. Wer mich auf Facebook oder Twitter liest, bekommt schon das ein oder andere mit, was so abgeht bei mir. Aber ich habe gerade einfach keine Zeit und vor allem keine Muße, mich hinzusetzen und einen schönen Text zu verfassen.
Mein Leben schlägt Wellen, toll und riesengroß, und ich surfe einfach oben auf. So siehts nämlich aus.
Geschrieben am Dienstag, 12. Januar 2010 und einsortiert unter Gedanken, Leben

Genueser Liebe erreicht Stellen, da kommt Sex gar nicht hin.
luzilla eisbär gekidnappt, mim eierstecher loch reingeknipst, ausgeblasen, in die hülle gekrochen. jetzt ist mir warm.
Genueser Wie hieß das nochmal, wenn zwei so richtig gut zusammenpassen? Ach ja. Memory.
hahahade Meine Tochter will ein Pony zu Weihnachten. Eigentlich gibt’s bei uns zu Weihnachten immer Gans, aber warum nicht mal was anderes probieren?
TotalKaputt Fatalen Fehler beim Yoga gemacht. Hänge mir jetzt selbst zum Hals raus.
haekelschwein Kennt Ihr das auch? Man hat den Biber schon auf dem Küchentisch festgebunden und gerade die Hosen runtergelassen, da klingelt es an der Tür!
songe_creux Schmerz, wenn das Schön nachlässt.
placetogo Für meine Follower, die kein Englisch sprechen: Elvis hat links das Gebäude.
orbisclaudiae eine stimme in meinem kopf sagt, ich soll aufräumen. aber sie ist sehr leise und hat einen frz. akzent, daher ist ihr nicht zu trauen.
peterglaser Unfall auf der Datenautobahn. Zwei Schwervernetzte.
bosch Werde heute Abend ein Baguette anzünden. #brotstattboeller
Geschrieben am Sonntag, 3. Januar 2010 und einsortiert unter Internet, Twitter

Da oben in der Hauptnavigation hat sich zwischen Archiv und Impressum ein neuer Link gequetscht: Best of. Ich hab vorhin mal angefangen, diejenigen Artikel und Bilder herauszusuchen, die ich für vorzeigefähig halte. Ein “Best of JanBob blogt” halt.
Viel Spaß beim Stöbern in dem (meist) alten Kram.
Geschrieben am Samstag, 2. Januar 2010 und einsortiert unter Fotos, Gedanken, Geschreibsel, Leben

Ich wünsche euch allen ein frohes, glückliches und schönes Jahr 2010!
Ich bin gespannt, was das neue Jahr für mich zu bieten hat. Es verspricht jetzt schon ziemlich viel. Vorsätze habe ich keine, denn mit Vorsatz bekommt man 5 bis 10 Jahre mehr. Also lieber im Affekt handeln. Und genau so werde ich 2010 angehen; ohne große Erwartungshaltung. Ich lasse es entspannt auf mich zukommen. Es wird schon noch aufregend und stressig genug werden.
Geschrieben am Freitag, 1. Januar 2010 und einsortiert unter Leben

Januar. Ich komme von der Nordsee zurück und bin wieder allein. Es liegt Schnee, ziemlich viel und ziemlich lange. Mein Kopf blockiert, an bloggen ist nicht zu denken.
Februar. Nach langer Suche habe ich einen Schreibtisch gefunden, er macht sich gut in der neuen Wohnung. Wir richten uns weiter ein. Herr Reiter fesselt mich ans Bett. Öde Stunden im tristen Grau. Es schneit schon wieder.
März. Ich kann wieder arbeiten. Das Stadtarchiv stürzt ein. Krokusse auf dem Balkon geben einen ersten zaghaften Hinweis auf den Frühling. Ich fange an, ellenlange Mails nach Berlin zu schreiben.
April. Renko kommt gleich zwei Mal vorbei. Auf dem Geburtstag meiner Schwester schwärmen wir zu fünft vom Frankreichurlaub und fragen uns, wie das schon 6 Jahre her sein kann.
Mai. Ich fahre nach Berlin und fühle mich wohl. Das werde ich nun öfter tun. Dank der Feiertage habe ich Zeit. Die Sonne scheint wie wild. Wir unternehmen viel, erkunden mit unseren Kameras die Gegend. Ich bin tief beeindruckt von Beelitz Heilstätten.
Juni. Das Hochbett wird aufgebaut und im Zoo reißt das Flusspferd sein riesiges Maul auf. Es ist warm, es riecht nach Sommer. Freitags und Montags sitze ich oft im Zug.
Juli. Urlaub. 14 Tage faul am Strand rumliegen, Sonne, Erholung pur. Als ich wiederkomme, fahre ich ein letztes Mal nach Berlin.
August. Gleich zwei meiner ehemaligen Kommolitonen heiraten, ich spiele den Fotografen und frage mich, ob ich je heiraten werde. Es fällt mir schwer, mich von Berlin zu lösen. Die Tage schleppen sich dahin.
September. Ich bastel mir ein neues Design für meinen Blog und schreibe wieder viel mehr. Ein Brief erschüttert meine Zukunft. Wir kündigen unsere Wohnung. Der Herbst ist nicht in Sicht, ich laufe immer noch im T-Shirt herum. Ich stehe in einer verlassenen Kaserne und schieße Fotos.
Oktober. Ganz viel neue Musik strömt auf mich ein. Ich schreibe eine letzte Mail nach Berlin. Ich schmiede neue Pläne, suche nach Perspektiven, strecke meine Fühler aus nach Hamburg, Berlin und Mainz. Ich mache viele Spaziergänge, auf einmal habe ich so viel freie Zeit wie noch nie. Endlich schaffe ich es auf einen Besuch in den Süden, herrliche Tage im Herbst, um auf andere Gedanken zu kommen. Ich höhle einen Kürbis aus und stehe neben Vampiren an einer brennenden Tonne.
November. Gedanken ans Ausland kommen auf und verschwinden am Ende des Monats wieder. Ich werde hin und her gerissen, gehe auf eine Party, die mich träumen lässt. Unsere Nachmieter unterschreiben ihren Vertag. Der Anruf, dass ich Köln bleiben soll, kommt zu spät, um die Wohnung doch noch behalten zu können. Die Winterastern auf dem Balkon blühen, ich lasse zum ersten Mal in diesem Jahr einen Drachen steigen und gehe auf so viele Konzerte wie noch nie.
Dezember. Ich muss mir eine neue Wohnung suchen. Ich habe Geburtstag und lerne einen Tag später noch mehr neue Freunde kennen. Und auf einmal ist es da, dieses Kribbeln im Bauch. Es hat geschneit. Ich sitze auf einer Couch und sie nimmt all ihren Mut zusammen. Mir wird heiß und kalt und ich sage Ja. Weihnachten dauert dieses Jahr 5 Tage. Nachher gehe ich ins Stadion, Rheinfeiern.
Ein komisches Jahr, das in Trance anfing und erst langsam Fahrt aufnahm. Ein Sommer voller Reisen, ein Herbst voller Verwirrung und ein Winter wie eine Achterbahnfahrt mit glücklichem Ende. Selten habe ich mich zum Abschluss eines Jahres so gut gefühlt. Aber es fühlt sich nicht an wie Silvester. Es ist nur eine weitere Party auf der Welle, die ich reite. Könnte jetzt bitte auch noch ne Wohnung vom Himmel fallen?
Geschrieben am Donnerstag, 31. Dezember 2009 und einsortiert unter Berlin, Fotos, Gedanken, Geschreibsel, Köln, Leben, Mainz, Musik, WG-Leben

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