Am Wochenende fand in Trebur zum 14. Mal das Open-Air-Festival statt. Gehört hatte ich davon schon mal, aber interessiert hat es mich nie wirklich, da ich niemanden kannte, der etwas über das Ferstival erzählen konnte, obwohl es gerade mal 30 (?) km von Mainz entfernt ist.
Dieses Jahr wusste ich allerdings schon früh darüber Bescheid. Zum Einen durch Andy, der als ehrenamtlicher Helfer für einen reibungslosen Ablauf des Festivals sorgt und zum Anderen durch den diesjährigen Headliner: NEW MODEL ARMY.
Claudia hatte Tickets für Samstag besorgt und so gegen 16h sind wir dann dort angekommen. Mein erster Eindruck: Winzig! Selbst bei Stadtfesten in Mainz stehen größere Bühnen als die Treburer “Main-Stage”. Die Nebenbühne war so klein, dass 6 Musiker inkl. Instrumenten schon fast runtergefallen sind. Trotzdem hatte es einen gewissen Charme. Leider war das Wetter nicht so toll, weswegen es wohl auch ziemlich leer war. Keine Parkplatzsuche, kein stundenlanges Hinlaufen und Anstehen.
Die erste Band, die mir zusagte und die wir uns “richtig” angeschaut haben waren The Movements aus Schweden. Wie ich aus Insider-Quellen erfahren habe, waren die Schweden das ganze Wochenende auf dem Festival und haben sich volllaufen lassen. Das endete darin, dass ein Bandmitglied mitten in der Nacht einen Hydranten mit seinem Auto umfuhr und 15 Minuten lang wie im schlechten Film eine Wasserfontaine hochspritzte.

Sehr cool waren im Anschluss King Khan and the Shrines.
Pünktlich zu New Model Army hat es dann angefangen zu regnen. Es war mein erstes NMA-Open-Air-Konzert, ich habe sie sonst nur in Hallen gesehen. Und da lag auch schon der Nachteil: Auf Grund des so unterschiedlichen Publikums kam keine wirkliche Stimmung auf (was auch am Regen lag), außerdem war es nach wie vor relativ leer. Dafür aber haben NMA viele ihrer alten “Hits” gespielt, wohl, um dem Publikum einen Anhaltspunkt zu geben. Es war schön, mal wieder “Valleys of Green & Grey” oder “Vagabonds” zu hören, diese Songs spielen sie nur noch sehr selten.
Ein paar Stunden zuvor saßen NMA am Signier-Stand und haben Autogramme gegeben. Da habe ich mich natürlich angestellt, um dann festzustellen, dass sie gar keine Autogrammkarten haben. Also habe ich mein 2. NMA-T-Shirt ausgepackt und sie dort unterschreiben lassen. Es war das erste Mal für mich, dass ich Justin, Nelson und Co gegenüberstand, dementsprechend perplex war ich und wusste nicht, was ich sagen soll. Ich wüsste auch jetzt noch nicht, was ich ihnen sagen möchte, wenn ich sie sehen würde.
Den Abschluss bildeten dann Bubble Beatz auf der Hauptbühne. So was fettes, meinen Respekt! 2 Percussionisten in einem Gestänge von Metal, Blech, Töpfen und Pfannen, vor ihnen große blaue Plastiktonnen zum Draufrumhauen. Daneben noch ein Sound-Tüftler mit Keyboard, Mixer und Apple-Computer, der richtig fette Beats dazu lieferte. Es regnete immer noch, aber bei dem Tanzsound war das egal, es hat richtig Spaß gemacht!
Das Schönste an dem Festival war aber nicht das Festival an sich, sondern dass ich mit Claudia dort war. Wir hatten zusammen eine Menge Spaß und sehr schöne Momente!
Danke, Claudia!












