Ich mag es kalt. Das Fenster auf, auch in der Nacht, erst recht im Winter. Stickige Luft mag ich nicht. Ich mag meine ständig kalten Füße – wenn ich zu Hause bin. Unterwegs nicht so. Da mag ich Musik auf den Ohren. Und warme Hände. Hände sowieso. Streichelnde Hände, meine und andere. Ich mag Clemetinen, aber nur, wenn sie sich leicht schälen lassen. Und kernlos müssen sie sein. Dann mag ich sogar die ganzen weißen Fäden, die drankleben. Bei Bananen aber nicht. Da fiddel ich sie ab. Ich mag Tee, sehr viel Tee, aber nur Abends. Morgens trinke ich Kaffee, auch viel. Zu viel. Ich mag morgens nicht mehr frühstücken. In Gesellschaft ist das anders, aber wenn ich alleine bin, frühstücke ich nicht mehr. Ich mag schnell fahren. Im Auto, auf dem Fahrrad. Ich rutsche hin und her, wenn der Busfahrer wieder rumtrödelt und nur 30 fährt. Auf dem Fahrrad mag ich riskante Wege, mag ich, wenn kalte Luft durch die Lungen pfeift, wenn ich schneller als die anderen bin und als so manches Auto. Im Auto fahre ich immer schneller als erlaubt. Auch schneller als toleriert. Ich mag es, aus der Flasche zu trinken. Überall zu Hause stehen angebrochene Wasserplastikflaschen rum, manchmal habe ich das Gefühl, ich würde die Deckel sammeln. Ich mag warmes Wasser. Unter der Dusche drehe ich so lange wärmer, bis die Haut rot wird. Ich mag stundenlang duschen, aber nicht stundenlang ins Schwimmbecken. Ich mag es, dass Dinge, die ich bei mir trage, einen bestimmten Platz haben. Meine Perfektion ist Teil resultiert aus meiner Faulheit, so spare ich mir das Suchen. Ich mag Marzipan, besonders zu Weihnachten. Ich mag die Katze lieber als den Hund und den Sommer mehr als den Winter. Ich bin gerne draußen, Nachts unter freiem Himmel. Ich mag in den Tag hineinleben und nichts tun. Ich freue mich neuerdings auf die Wochenenden, mehr denn je. Ich mag telefonieren, Freunden erzählen und erzählt bekommen. Ich mag, wenn ich nicht alleine einschlafe und aufwache. Ich mag mit Musik einschlafen. Ich stehe gerne früh auf. Ich mag wieder Anschluss finden. Ich mag mich – manchmal. Ich frag mich – oft. Ich sag mir – und mach es doch nicht. Ich mag mich wieder freuen wollen.
Was ich mag
Winterdepression » schrieb:
[...] Ich habe Jans Eintrag gelesen. Interessant, was er schreibt. Und interessant, dass es mir irgendwie genauso geht. Ich habe noch nicht mal Lust auf Silvester. Keine Lust, Menschen zu treffen oder etwas groß zu unternehmen. Ich fühle mich gerade, als ob 1000kg auf meinen Schultern lasten. Ich weiß, ich habe einen gewissen Hang zur Depression. Naja, nicht direkt dazu, aber zu depressiven Verhalten. Ich ziehe mich da meist auch selbst raus. Und das wird dieses Mal nicht anders sein, aber ich dennoch verspüre ich gar keine Lust auf 2007. Ich und ich glaube das hat viel mit meiner Stimmung zu tun. Also der Umstand, dass 2006 ein schönes Jahr war und ich in 2007 nichts, aber auch gar nichts habe, worauf ich mich wirklich freuen könnte, verschlechtert meine Stimmungslage enorm. Dementsprechend überlege ich den 31.12. gar nicht groß zu feiern. Am liebsten würde ich mich zu Hause verkriechen und nichts sehen und nichts hören. Aber ich weiß auch, dass dies unfair wäre. Unfair gegenüber den Menschen des Jahres 2006. Stellt sich nur die Frage, ob ich eine so gute Abendgesellschaft bin. [...]
Babsi schrieb:
Ich mag dich.
Claudia schrieb:
ich mag auch so einiges und im Moment mag ich mein Bett total gerne, weil es frisch bezogen ist und so gut riecht. Ich will nicht sagen, dass mich der Duft an meine Kindheit erinnert, dennoch aber kommt in mir ein heimisches Gefühl auf, dass ich nun mal (nur) aus meiner Kindheit kenne, was bestimmt daran liegt, dass mein Heimatgefühl ein andres geworden ist, weil auch meine Heimat eine andere geworden ist…
Ich mag den Nebel und die Feuchte, die er mitbringt, denn nun muss ich mich mehr auf meine gewohnte Umgebung konzentrieren, fast schon als wäre sie neu zu entdecken wie gar ein fremder Ort neu zu entdecken ist.
ICh mag die Kälte, die in den letzten Tagen doch endlich hervortrat und Platz für den Raum: Winter schaffte.
ich mag gerne aus dem Nebel und der kalten feuchten Luft in die warme Stube zu treten und zu spüren wie meine kalten Glieder anfangen zu bitzeln, um später dann völlig zu glühen.
Wenn ich mich dann schnell wasche und noch eine Kleinigkeit esse, um dann ins Bett zu gehen, ist für mich der Tag fast immer gerettet, egal, wie träge oder gar nervenraubend er war.
ich mag mein Bett, weil ich da viel Platz für mich habe und weil mich viele Decken umschlingen und ich auf zwei kissen schlummern kann.
ich mag mein BETT.
es ist Mein Reich
und wie man sich bettet so liegt man…
Gute nacht freunde des Mögens.
ewig
claudia





