Du mieser kleiner Scheißtag. Du bist noch nicht zu Ende und schon habe ich das Gefühl, dass Du wertlos warst. Verlorene Zeit, gestohlen habe ich sie mir selber. Verschwunden, abgehakt, eingereiht in die Liste der ach so vielen letzten Tage, die in der Erinnerung nicht mehr auseinander zu halten sind. Alles verschwimmt zum Einheitsgrau, ein Tag mehr oder weniger macht es nicht aus. Sowas merke ich noch nicht mal. Beim Einschlafen verspüre ich einen Stich und der Tag entfernt sich von mir um abzutauchen und nie wieder in Erscheinung zu treten. Ich ärgere mich darüber, wieder nicht das geschafft zu haben, was ich mir vorgenommen habe. Ich bin traurig darüber, ins offene Messer gelaufen zu sein, Blödheit und Unsicherheit ausgestrahlt zu haben in einem 10 Sekunden Telefonat, gescheitert an meiner eigenen Erwartungshaltung.
Matt liege ich auf dem Bett, verziehe mich in die hintersten Ecken einer geschriebenen Geschichte, um mich abzulenken von Tristesse, Gleichgültigkeit und Schmerz. Repeat all lässt die Musik rauf und runter spielen, passend zu den immer gleichen Tagen. Ich kann die grauen Herren nicht rausschmeißen, keine Kraft, ihre Zigarren nehmen mir die Luft zum Atmen. Ich kann mich noch nicht mal auf Morgen freuen, dabei fahre ich Heim.
Also warte ich weiter vergeblich darauf, dass die Tasche sich packt, jemand mich rasiert und dass der Tag kurz vor Ende mich doch noch überrascht. Da kann ich ja lange warten. Aber das hatten wir ja schon mal…





