Abriss
Das staubt!

http://www.janeidens.de/this/this.php
Leer geräumt. So wird mein Zimmer und die halbe Wohnung am Donnerstag aussehen, wenn wir alles rausgeschafft haben.
Löcher in den Wänden von Regalen, gelbliche Abdrücke, wo vorher Bilder hingen und Ordner standen, kalter PVC-Boden, jeder Laut hallt von den Wänden wieder.
Ein letztes Mal möchte in den Raum, der ein Jahr lang mein Dach über dem Kopf war, mit Leben füllen. Mit meinem Leben hier in Mainz. Dazu lade ich euch alle ganz herzlich ein, denn ihr gehört zu meinem Leben. Ein letztes Mal erzählen, lachen, weinen, trinken, rauchen…
Bringt mit, was ihr für nötig erachtet. Es wird nichts mehr in dem Zimmer sein. Keine Kissen, keine Decke, kein Stuhl, Aschenbecher oder sonst etwas. Ich stelle eine Kiste Bier in die Mitte, fertig. Also bringt euch was zum setzen oder legen mit, bringt Alkohol und Drogen vorbei und genießt mit mir die letzte Nacht in der Lessingstr…
Und dann gehe ich nach Köln…
Das ging flott. Heute morgen bin ich leicht verkatert von einer WG-Party bei Sarah aufgewacht und habe mich eine halbe Stunde mit wg-gesucht.de und studenten-wg auseinandergesetzt, dann hatte ich ein paar nette Angebote beisammen. Also ans Telefon gehangen und mein Glück versucht. 90 % der Wohnungen waren schon weg, war ja klar. Bei 2en hatte ich Glück. Das Eine war eine Wohnung, allerdings frühestens zum 5.10. frei und sicher war das auch nicht.
Das andere Angebot als Zwischenmiete für einen Monat. Also habe ich mich kurzer Hand in den ICE nach Köln gesetzt (36 Eus hin und zurück!) und mir die Wohnung angeschaut.
Ich war mir mit dem Mieter sofort einig und so habe ich jetzt zum 1.10. 46qm für 460 Eus. Für einen Monat ist das völlig in Ordnung, zumal der Mieter mir alles, aber auch alles da lässt. Eine voll eingerichtete Einbauküche mit Mikro und Spülmaschine, einen großen Fernseher inkl. seiner gesamten DVD-Sammlung, einfach alles. Ich brauche nur mein Bettzeug, Klamotten und meinen PC. Gut, das Fahrrad brauch ich auch noch.
Jetzt kann ich mir in aller Ruhe vor Ort eine schöne Wohnung suchen. Hoffentlich finde ich auch was Schönes, nicht so wie Nils, der immer noch nichts gefunden hat. Von dieser Stelle aus noch mal viel Glück!!!
Mein ganzes Zeugs stelle ich bei rollsrein.de unter, ein bewachtes Lager für ebensolche Zwecke. Am Donnerstag geht das über die Bühne, wer helfen will, ist natürlich herzlich eingeladen!
Freitag und Samstag werde ich dann hier noch streichen und Sonntag nach Köln abdampfen!
Aus Bumms Trallala!
Seit gestern Mittag ist es amtlich: Ich gehe zum WDR nach Köln.
Ein Halbjahresvertrag ab dem 4.10., Vollzeit, als Redaktions-Assistenz, bezahlt nach Tarifvertrag. Die Bedingungen sind für mich annehmbar und nach einem halbe Jahr kann ich mich immer noch umorientieren bzw. schauen, wie es dann weitergeht.
Während ich beim Papst war, hat sich eine Internet-Firma auf meine TYPO3-Bewerbung gemeldet und wollte mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Leider habe ich davon nichts gewusst, da ich keine Mails checken konnte. Ein erneuter Kontakt brachte mir die Zusicherung, bis Ende der Woche einen neuen Terminvorschlag zu bekommen. Jetzt ist Samstag und die haben sich nicht gemeldet. Na, dann müssen sie halt noch ein halbes Jahr warten…
Jetzt habe ich noch eine Woche Zeit, meine Bude hier abzureißen und zu streichen, am 1.10. muss ich das Zimmer übergeben. Nachmieterin wird ein Mädel aus Hamburg. In Andys Zimmer (er geht nach Trier) zieht eine Griechin ein, die direkt aus Griechenland ins schöne Mainz kommt.
Eine Wohnung in Köln habe ich noch nicht, aber vielleicht ergibt sich heute Abend ja was. Ein Freund von Sarahs Mitbewohnerin Danny wohnt in Köln in einer großen Bude und sucht einen Mitbewohner. Das wärs ja! Ansonsten fahre ich morgen mit dem Zug nach Köln und werde ins Blaue hinein Wohnungen suchen, vornehmlich Zwischenmiete, da ich nicht daran glaube, so kurzfristig eine geeignete Wohnung zu finden.
Ich habe vor, am Donnerstag von hier aus mit einem Miet-Sprinter den Umzug zu organisieren, müsste eigentlich alles reingehen. Wer mir hier vor Ort helfen möchte, ist herzlich eingeladen! Allen anderen schreibe ich noch eine Mail
Ich werde außerdem versuchen, so viele Leute wie möglich zu treffen und Abschied zu nehmen…
- Schnüff -
Seit Freitag krempelt sich mein Leben um. Und zwar total!
Ich habe ein Jobangebot bekommen – aus Köln!
Der WDR würde mich gerne einstellen. Als Redakteur. Sie bauen dort gerade eine Untertitel-Redaktion auf, sie wollen die “Aktuelle Stunde” untertiteln. Und ich habe 5 Jahre Erfahrung im Untertiteln, kenne die nötigen Programme und durch mein Studium auch den Background, wie das alles funktioniert.
Zum 1. Oktober könnte ich anfangen, wenn ich Ja sage. Das hängt noch an 2 Faktoren: Zum Einen die Kohle (was sonst?) und zum Anderen der Arbeitsvertrag. Im Raum stehen zur Zeit eine freie Mitarbeit (immer wieder 3-Monats-Verträge oder so ähnlich) oder eine Projektstelle, ebenfalls befristet, aber mind. ein halbes Jahr.
Lust habe ich schon, der WDR ist eine Institution und die größte Landesrundfunktanstalt der Öffentlich-Rechtlichen.
Aber es bedeutet einen großen Schritt eine Richtung zu unternehmen, von der ich keinen Plan habe, wie es wird. Und davor habe ich Angst. Vor allem davor, meine Freunde hier zurückzulassen. Klar bleibt man in Kontakt, schreibt sich und besucht sich, ich werde neue Leute in Köln finden, aber ich werde zum ersten Mal in meinem Leben auf mich alleine gestellt sein. Als ich damals von Krefeld nach Mainz kam, hatte ich ja Sarah, die hier wohnte. Über sie und mein Studium habe ich dann die ersten Leute kennengelernt, von da an lief es wie von selbst. Jetzt kenne ich keinen in Köln. Was sicherlich kein großes Problem darstellt, ich bin kein superschüchterner Typ. Aber so ganz ohne Rückhalt wird es mir bestimmt schwer fallen…
Dazu kommt die Organisation. Ich bin ab morgen erst mal für NOVOTNY-TV unterwegs, in Altötting beim Papst und in Schwerin zur Landtagswahl, beide Male produzieren wir für das ZDF. Das heißt, ich bin für ganze 12 Tage nicht da, komme erst am 19.9. wieder und habe dann 10 Tage, meinen Umzug nach Köln und den anderen Kram zu organisieren. Hat zufällig jemand eine Wohnung oder WG für mich?
Unabhängig von der Kohle und dem Vertrag ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich so davon rede, als hätte ich den Job schon angenommen und ich muss sagen, mir fehlt der Plan B. Sollte ich den Job beim WDR absagen, sitze ich ohne Perspektive hier rum, denn meine bisherigen Bewerbungen sind alle ins Leere gelaufen. Einige Bewerbungen stehen noch aus, mal sehen, was daraus wird…
Also steht eine große Unbekannte vor meiner Tür. Gebe ich nach und gehe mit? Oder ziehe ich den Schwanz ein und bleibe hier? Es ist eine Herausforderung, es reizt mich, Köln reizt mich, das Unbekannte reizt mich. Aber bin ich im Gegenzug bereit, Freundschaften und eine beginnende Liebe aufzugeben?
Ich habe erst mal 12 Tage Zeit, darüber nachzudenken… Danach schreibe ich meine Entscheidung hier rein! Bis dahin!
Ich hab mein neues Handy bei ebay reingestellt:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=120026558484
Ich behalt dann doch lieber mein altes SonyEricsson…
Ich habe gestern Nacht noch Experimente an meinem Blog durchgeführt. Dabei habe ich wohl den Fehler gemacht, alte Dateien hochzuladen – auf jeden Fall sind alle WP-Dinge wieder in Englisch. Kommentare, Links, das Datum, etc…
Son Mist! Jetzt darf ich wieder alles von Hand übersetzen – und das in dem rumgebasteltem Wust von Dateien. grml…
Nachtrag: Puh, doch noch ein Backup gefunden
Alles wieder normal!
Gestern war ich seit langem mal wieder im Kino. Ich bin ja eigentlich kein Kino-Gänger, ich habe auch keinen Fernseher.
Freunde hatten einen Berg Karten besorgt, und so bin ich wegen des Gemeinschaftserlebnisses Kino mitgekommen – nicht wegen dem Film, denn es lief Miami Vice.
Und was dann kam war grottenschlecht! Ok, Hollywood: stumpfe Dialoge, Rumgeballer, Drogen, schnelle Autos und Helden, die alles jederzeit im Griff haben. Soweit war es nicht anders zu erwarten und darauf hatte ich mich auch eingestellt. Aber wenn man in einen Film mit so einer geringen Erwartungshaltung rein geht und dann noch enttäuscht wird, das ist heftig! Je länger ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir, dass es der schlechteste Film ist, den ich je gesehen habe. Selbst xXx war besser…
First of all: Der Film steigt direkt ins Geschehen ein – irgendeine Undercover-Aktion, 2 Informantinnen werden irgendwo eingeschleust, die Szene spielt in einer Disco. Die Tanzmusik wechselt mit jedem Song die Stilrichtung, spätestens nach dem 3. Wechsel wäre die Tanzfläche leer gewesen, sowas macht kein Publikum mit – aber egal. Irgendetwas läuft bei der Aktion nicht ganz so, wie man es sich vorgestellt hatte, aber das ist egal. Die Aktion sollte ja nur die Protagonisten bei ihrer Arbeit zeigen – schönes Stilmittel zum Einstieg in einen Film, danach könnte der Vorspann kommen. Den gab es aber nicht. Noch während die Aktion läuft, ruft jemand einen der Helden an und faselt etwas von “Schief laufen” und “Verraten”. Die Vorspann-Aktion wird ohne Folgen abgeblasen und der Anruf läutet den Hauptplot des Films ein.
Man arbeitet also darauf hin, heraus zu bekommen, wer der Verräter ist, wer Polizei- (oder FBI-) Infos an die Drogendealer weitergibt. Leider wird das auch bis zum Ende des Films nicht aufgeklärt – Thema verfehlt, 6, setzen! Die Helden schleusen sich ohne Probleme bei den Drogenhändlern ein, die Nummer ist natürlich viel größer als gedacht und der SuperSuperSuperBoss hat Ähnlichkeit mit dem Klischeebild eines arabischen Terroristen – soll aber Südamerikaner sein, wenn ich das richtig mitbekommen habe.
Der eine Protagonist vögelt dann die Geliebte des SuperSuperSuperBosses (15 Minuten Vögeln und Verliebtsein in der Mitte des Films, so kann man auch Minuten füllen) und am Ende geht es nur noch um den Tausch Drogen gegen die Geliebte. Der Zwischenhändler wird erschossen, der Oberschurke ist untergetaucht, die Geliebte nicht der Polizei übergeben sondern außer Landes gebracht – Ende des Films!
Der Film bekommt von mir einen Oscar für das tollste Schlussbild im Film: Einer der Protagonisten geht in ein Krankenhaus, wo eine Kollegin aus dem Koma erwacht. Die Kamera bleibt draußen, Ende. Kein “In-den-Sonnenuntergang-reiten”, keine schnellen Autos oder Speedboote, nichts. Die Szene ist noch nicht mal besonders ausgeleuchtet. Der Film hört genauso beschissen auf, wie er angefangen hat.
Wer jetzt denkt, dass die Story nebensächlich ist und es bei solchen Filmen nur auf die Action ankommt: Richtig! Wenn es denn Action geben würde. Nicht eine Verfolgungsjagd, weder mit Autos, noch mit Speedbooten (die im Trailer immer so toll gezeigt werden). Es gibt eine Schießerei am Ende, nicht wirklich spektakulär – das wars! Dazwischen eine Explosion eines Wohnwagens und ein paar tote Bösewichte, die allerdings mit tollen Sprüchen gekillt werden. Ansonsten lediglich ein paar Fausthiebe. Das soll Action sein???
Die Kameraführung ist gewöhnungsbedürftig. Etwas experimentell, verwackelt und unscharf, oft sollte wohl aus der ersten Person vermittelt werden. Das ging meiner Meinung nach viel zu oft daneben. Neue Maßstäbe wurden damit nicht gesetzt.
Und dann der grottenhafte Ton. So schlecht abgemischt, das gibt es nicht. Mal zu laut, dann wieder viel zu leise. Mitten in Szenen hört die Musik auf und wird durch völlig andere ersetzt. Als ob jemand eine Mix-CD mitlaufen lässt. Das einzig Positive waren die etwas realistischeren Baller-Geräusche. Der Rest war kacke, um es auf den Punkt zu bringen!
Teil 2 ist vorprogrammiert, denn der Oberböse lebt noch und die Geliebte des Oberbösen hat den Helden noch nicht geheiratet. Oh Gott, bitte nicht!
Wenn euch also jemand fragt, ob ihr den Film sehen wollt, rennt schreiend weg!