Archiv für Oktober 2006
Ich bin angekommen, endlich. Meine eigene Bude in Köln, meine Sachen, meine Badewanne und mein Balkon. Am Freitag habe ich dann auch hoffentlich wieder Internet und Telefon, dann gibt es mehr Infos, Fotos und meine neue Adresse. Bis dahin bin ich nur über mein Handy zu erreichen.
Danke noch mal an alle, die mich so sehr unterstützt haben, das tat mir sehr gut und ich habe mich wohl gefühlt! Schön zu wissen, dass es d draußen Leute gibt, die zu einem stehen und auf die man sich verlassen kann!
Auch das Treffen im Haddocks Nirgendwo war echt gelungen – so viele verschiedene Freunde, manche ganz neu, manche begleiten mich schon seit 8 Jahren! Es war ein sehr schöner Abend. Demnächst wieder
Bis dahin!
Geschrieben am Sonntag, 29. Oktober 2006 und einsortiert unter Gedanken, Köln, Leben, Mainz

Das ging wieder einigermaßen flott und für einige WDR-Kollegen aus Köln doch überraschend (“Du findest nie was!”): Ich habe eine neue Wohnung, dieses Mal hoffentlich für längere Zeit. 42qm mit Badewanne und Balkon. Ein Zimmer, ein großer Flur mit 2 riesigen Einbauschränken, die Küche quadratisch nach hinten in den Innenhof mit großem Fenster und dem Balkon. Das Bad hat leider kein Tageslicht, dafür sind Küche und Zimmer um so heller. Der Vertrag ist schon unterschrieben, nächste Woche bekomme ich den Schlüssel und danach das Wochenende hole ich meinen Kram.
Endlich habe ich dann wieder vertraute Umgebung. In diesem “Hotel” zu leben ist nicht besonders angenehm, ich hänge meistens vor der Glotze rum… Es ist zwar nett eingerichtet und alles da, aber es sind nicht meine Sachen, ich finde es nicht entspannend und gemütlich. Damit ihr euch ein Bild davon machen könnt, hier ein paar Fotos:


Und noch der Ausblick vom Balkon:

Vor ein paar Tagen wurde mir eine Fluchtmöglichkeit a la Stuntmen vor den Balkon gebaut:

Alles Styropor-Platten, da könnte ich locker drauf springen und gemütlich runtersteigen, wenn der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht
Gratulation an dieser Stelle übrigens noch an Nils, der endlich auch untergekommen ist. Zentraler gehts ja nimmer! Ich komm vorbei!
Geschrieben am Mittwoch, 18. Oktober 2006 und einsortiert unter Köln, Leben

Wenn man eine Beziehung beendet, ist das in den meisten Fällen schlimm. Noch schlimmer ist es, wenn man feststellen muss, dass man seinen Stellenwert beim Ex-Partner komplett verloren hat. Am Schlimmsten ist es, feststellen zu müssen, dass man eigentlich die gesamte Zeit über verarscht und belogen wurde.
Trauer um die Beziehung mischt sich mit Wut und völligem Unverständnis. Haarsträubende Argumente, die ich in keiner Weise nachvollziehen kann, lassen mich Ohnmacht spüren.
Hilflos und weit weg reichten 20 Minuten am Telefon, um festzustellen, dass ich nicht gegen getroffene Entscheidungen ankomme – egal, wie sehr ich mich bemühte, die Argumente nachzuvollziehen und gegenzusteuern. So wurde meinem Versuch, eine Freundschaft aufzubauen, eine klare Abfuhr erteilt und die letzten 8 Monate mit allem Erlebten und Geteiltem einfach so auf den Müll geworfen, ausradiert, weggestrichen. Tilt!
Jeder Soap-Autor hätte für diese Wandlung in der Geschichte das Drehbuch um die Ohren geschlagen bekommen. Das ist schlechter und mieser als Marienhof und alle anderen Soaps und Telenovelas zusammen. Sechs, setzen!
Meine Wut ist noch viel zu groß, das Unverständnis lässt mein Hirn Kapriolen schlagen. Ich schlage meinen Kopf gegen die Wand und frage mich die ganze Zeit: Warum? Wofür waren die letzten 8 Monate da? Was zum Henker sollte das, wenn das jetzt so endet???
Ich raff es nicht
Geschrieben am Freitag, 13. Oktober 2006 und einsortiert unter Gedanken, Geschreibsel, Köln, Leben, Mainz

Ich sitze im Internetcafe, zum ersten Mal in meinem Leben. Zu Hause gehts Netz noch nicht, Roberto und ich arbeiten dran. Eine Stunde kostet 1 Euro, das finde ich doch recht günstig!
Seit Dienstag bin ich endgültig hier angekommen, ein einsamer Abend, den ich vor der Glotze verbracht habe. Mittwoch bin ich dann erst mal einkaufen gegangen, Lebensmittel und alles, was man so braucht, wenn man eine Wohnung neu bezieht. Es ist zwar fast alles vorhanden, aber ich nutze lieber mein eigenes Zeug. Dann bin ich mit der Straßenbahn in die City gefahren und bin durch die Einkaufsstraßen flaniert. Es gibt eine Menge Läden, weit ab vom Mainstream, aber ich war nicht wirklich in Shopping-Laune. Als ich dann aber einen H&M nur für Männer entdeckte, musste ich doch mal reinschauen. Nett nett, ich kaufte direkt mal 2 Pullover, damit ich für den WDR ein wenig schicker aussehe (zumindest für die ersten Tage). Als ich wieder auf die Straße trat, regnete es in Strömen und ich hab gemacht, dass ich nach Hause kam. Der Abend war dann doch sehr schön, da mich einige Leute anriefen um zu quatschen. Den Rest des Abends habe ich wieder vor der Glotze verbracht…
Heute morgen habe ich dann wichtige Sachen erledigt wie zB ein Konto hier in Köln eigerichtet. Direkt ums Eck gibt es eine Kneipe, die ganz nett aussieht, vielleicht gehe ich da heute Abend mal hin. Oder ich besuche die WG, die direkt unter mir wohnt, die machen einen netten Eindruck.
Morgen dann werde ich zum WDR gehen und meinen Arbeitsvertrag unterschreiben. Danach schaue ich noch in meiner künftigen Redaktion vorbei. Ich bin sehr gespannt und freue mich darauf!
Ich halte euch auf dem Laufenden!
Geschrieben am Donnerstag, 5. Oktober 2006 und einsortiert unter Gedanken, Köln, Leben
