Ich habe Traumsymphonien komponiert und nie eine aufgeschrieben. Wenn es am Schönsten ist, dann soll man gehen. Wär ich bloß geblieben. Ich hab die größten Schätze gefunden und doch keinen einzigen aufgehoben. Und die ganz großen Pläne hab ich bisher immer aufgeschoben.
Hätt ich noch einen guten Ratschlag würd ich ihn euch geben. Man könnte mit dem Rauchen aufhören und würde wahrscheinlich etwas länger leben. Man könnte morgens früh aufstehen und es mal zu was bringen. Zu was ganz Großem, in der Wissenschaft oder so. Oder stattdessen hier einfältige traurige Lieder singen.
Ich bin älter geworden und etwas dicker und hab trotzdem nichts dazugelernt. Nicht so viel. Und von meinen eigentlichen Zielen hab ich mich leider immer weiter entfernt. Ich wollt mal Profifußballer werden. Ich habe Hoffnung gefunden und natürlich auch wieder verloren. Und mit dem Warten aufzuhören hab ich mir heute geschworen. Trotzdem warte ich auf das Wochenende, warte auf die Sommerwende, dass auf festgefahrenen Gleisen Zeichen mir die Richtung weisen. Warte weiter, obwohl die Perspektive schrumpft, als Sklave meiner eigenen Zukunft. Ich warte Montags schon auf Samstag und Morgens auf die Bahn. Und danach den Rest des Tages darauf, nach Hause zu fahren. Ich bin es satt zu hoffen, auf Gott und die Welt. Lieber warte ich, dass mir auch mal was Vernünftiges einfällt. Steh hier und warte, dass der Zweifel verschwindet. Und insgeheim darauf, dass mich die Frau meines Lebens findet.
Und dann hab ich über all die Dinge mal so richtig ernsthaft nachgedacht. Und mich dafür dann hinterher ganz herzlich ausgelacht.
Mit bestem Dank an die Kleingeldprinzessin, deren Musik ich so gerne höre!
…immer die anderen,
wie könnte es anders sein,
da schließ ich sie,
meine lieben hörer,
selbstverständlich nicht ein…
ja, die frau ist wirklich witzig…
lieben gruß von der anderen rheinstelle..