Köln ist böse! Auf halben Weg von der Arbeit nach Hause gibt es einen Supermarkt, in den ich ab und an reinspringe. Ich war nur fünf Minuten drin, davon 4 Minuten an der Kasse. Als ich rauskam, war mein Rad weg. Futsch. Geklaut.
Verwirrt habe ich im Laden nachgefragt und bin dann erstmal 2 Runden um den Block gelaufen. Ein dummer Scherz? Das Rad war mit einem Bügelschloss vom Hinterreifen an den Rahmen gebunden und stand vor dem hell erleuchteten Schaufenster des REWE zusammen mit anderen Rädern. Aber es war nicht mehr da. Das Schloss lag auch nirgends rum.
Ein Gelegenheitsdieb, nehme ich an, der im Nachbarhaus wohnt und dort nun versucht, das Schloss zu knacken. Denn niemand schleppt ein Rad mehr als 100 Meter mitten durch die City. Der Platz am REWE war auch nicht gerade unbelebt. Ich fragte rumstehende Leute, schaute in Hinterhöfe – nichts.
Die Polizei ließ mich 15 Minuten warten. Ich bekam einen ausgefüllten Zettel in die Hand gedrückt, die Polizisten geben eine Anzeige auf und in sechs Wochen kommt dann das Schreiben der Staatsanwaltschaft, dass das Verfahren eingstellt wird. Mieses Ende für einen Tag, der eigentlich ganz schön war.
Jetzt werd ich meine letzten Ocken zusammenkratzen und mir auf dem Trödel n billigen Drahtesel kaufen, durch den ich dann wenigstens wieder Oberschenkelmuskeln aufbaue. Dabei fällt mir einmal mehr auf, dass ich wieder kein Foto von dem Rad habe. Von meinem alten (auch geklaut) hatte ich auch keines. Schade…





