Sziget Tag 2

Geschrieben am 10. August 2007
[inspic=273,left,,0]Erst noch ein Nachtrag zu Tag 1: Beim Konzert von Manu Chao gingen zwei Mal die Lichter aus. Stromausfall, komplett, die ganze Bühne dunkel und alle umliegenden Fress- und Bierstände ebenfalls. Das hat der Stimmung aber keinen Abbruch getan.

Nun zu gestern, Tag 2. Ich habe den Tag mit Fotografieren verbracht, habe mir dieses und jenes angesehen, war früh morgens schon im Luminarium. Das ist eine Art riesige Hüpfburg, bloß dass man nicht hüpfen kann und es geschlossen ist. Durch die dünnen Wände in verschiedenen Farben fällt Sonnenlicht, Ambientmusiksorgt für entspannte Atmosphäre. Hier mal zwei Fotos:

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Gegen Mittag hat es dann angefangen, ein bisschen zu regnen, aber nicht weiter wild. Ich habe nette Holländer als Nachbarn, die einen großen Pavillon dabei haben.
Um 17 Uhr wollte ich mich eigentlich nur noch mal kurz hinlegen um dann zum Gentleman-Konzert zu gehen. Ich bin natürlich erst wach geworden, da hatte Gentleman schon 10 Minuten gespielt. Als ich gerade mein Zelt zugemacht hatte, knallte es auf einmal, ein fetter Donner, und als Folge davon hat es für 10 Minuten ganz ordentlich geregnet (Dank an meine Nachbarn)! Als es wieder einigermaßen trocken war, habe ich meine Cam in ein Hemd gewickelt und hab mich aufgemacht zur Mainstage. Die Stimmung nach so einem Regenguss ist immer unbeschreiblich. Viele ziehen eine Fresse bis zum geht nicht mehr, weil sie nass geworden sind. Aber die meisten nehmen es gelassen, und Reggea im Regen hat ja auch was. Und Gentleman hat alles gegeben. Er war besser drauf als beim Konzert auf dem Summerjam.
Und natürlich muss nach so einem Regenguss auch in den Pfützen gebadet werden, die sich überall gebildet haben – nein, ich nicht. Ich habe mich in die Riege der Fotographen eingereiht und Bilder von den Schlammmonstern geschossen. Meine Speicherkarten sind übrigens gerade beim Fotomann, ich bekomme sie erst in zwei Stunden wieder, er brennt mir davongrad CDs – toller Service (und da ich die meisten Bilder als RAW geschossen habe, werde ich die hier auch erstmal nicht veröffentlichen können).

Der Regen hatte einen ganz enormen Vorteil: Der Staub ist weg. Die Luft ist frisch, es ist trotzdem nicht kalt. Der Nachteil dabei: Man muss aufpassen, wo man hintritt. Der Boden war festgetrampelt und an vielen Stellen nicht in der Lage, den Regen aufzunehmen. Es haben sich Pfützen von enormen Ausmaß gebildet. Außerdem ist irgendwie alles klamm. Aber Dank der netten Holländer habe ich ein paar Sachen unter ihrem Pavillon aufhängen dürfen.

Heute ist in der Runninglist nichts dabei, was ich unbedingt sehen muss. Es spielen Laurent Garnier, Pink und Madness auf der Mainstage, die Skatalites auf der Weltmusikbühne und Cassius auf der WAN2-Bühne. Da mich davon nichts wirklich interessiert, werde ich wohl überall mal vorbeischauen und mit meiner Kamera ein paar Nacht- und Konzertaufnahmen machen.