Archiv für Februar 2007
Auch in diesem Monat gab es wieder lustige und andere Suchanfragen, über die Leute auf meine Seite gekommen sind. Die Top 10 aus dem Februar:
heckenfranzosen – luxemburgische Bots haben ein neues Suchwort!
wie spielt man volleyball? – Aaaaalso,…
wie spielt man richtig volleyball? – Achso, richtig, na gut,…
machs mir – Klar, gerne! Was denn?
es schneit in meinen gedanken – sehr schön!
mainz ausgang – Da hinten links, dann immer gerade aus!
wie kann ich meine krankenkassenkarte lesen – draufgucken?
kaeffer cabrio – Ich fahr mit meinem Käfer über die Käffer…
preis von schief köln mainz – Das Schief legt morgen ab und kostet 5 Kartofeln.
kratzer auf win xp cd jetzt kopieren – Ja, Kratzer kopiere ich auch immer gerne!
Und außerhalb jeder Konkurrenz (Platz 0 sozusagen):
bild von sprechender badewanne
Bis zum nächsten Monat! Alle Mediadaten hier.
Geschrieben am Mittwoch, 28. Februar 2007 und einsortiert unter Allgemein

Ich habe Traumsymphonien komponiert und nie eine aufgeschrieben. Wenn es am Schönsten ist, dann soll man gehen. Wär ich bloß geblieben. Ich hab die größten Schätze gefunden und doch keinen einzigen aufgehoben. Und die ganz großen Pläne hab ich bisher immer aufgeschoben.
Hätt ich noch einen guten Ratschlag würd ich ihn euch geben. Man könnte mit dem Rauchen aufhören und würde wahrscheinlich etwas länger leben. Man könnte morgens früh aufstehen und es mal zu was bringen. Zu was ganz Großem, in der Wissenschaft oder so. Oder stattdessen hier einfältige traurige Lieder singen.
Ich bin älter geworden und etwas dicker und hab trotzdem nichts dazugelernt. Nicht so viel. Und von meinen eigentlichen Zielen hab ich mich leider immer weiter entfernt. Ich wollt mal Profifußballer werden. Ich habe Hoffnung gefunden und natürlich auch wieder verloren. Und mit dem Warten aufzuhören hab ich mir heute geschworen. Trotzdem warte ich auf das Wochenende, warte auf die Sommerwende, dass auf festgefahrenen Gleisen Zeichen mir die Richtung weisen. Warte weiter, obwohl die Perspektive schrumpft, als Sklave meiner eigenen Zukunft. Ich warte Montags schon auf Samstag und Morgens auf die Bahn. Und danach den Rest des Tages darauf, nach Hause zu fahren. Ich bin es satt zu hoffen, auf Gott und die Welt. Lieber warte ich, dass mir auch mal was Vernünftiges einfällt. Steh hier und warte, dass der Zweifel verschwindet. Und insgeheim darauf, dass mich die Frau meines Lebens findet.
Und dann hab ich über all die Dinge mal so richtig ernsthaft nachgedacht. Und mich dafür dann hinterher ganz herzlich ausgelacht.
Mit bestem Dank an die Kleingeldprinzessin, deren Musik ich so gerne höre!
Geschrieben am Dienstag, 27. Februar 2007 und einsortiert unter Allgemein

Zivilisation ist die ständige Vermehrung unnötiger Notwendigkeiten, singt die Kleingeldprinzessin mit ihren Stadtpiraten. Auf die Spitze getrieben sah das gerade so aus:
Der vom Feldbergplatz rief mich an und wir schnackten eine Weile, bis er auf die Idee kam, man könnte ja die Webcams via Skype dazuschalten.

Undurchsichtig wird es, wenn man per Fotohandy einen Screenshot macht und den in die Kamera hält…

Wir beendeten das Telefonat dann klassisch mit den üblichen Abschiedsfloskeln, die Skype-Verbindung allerdings blieb offen, so dass ich ihm noch ein wenig beim Spülen zusehen konnte.


Bis zur nächsten “Konferenz”.
Geschrieben am Samstag, 24. Februar 2007 und einsortiert unter Allgemein

Lang ist es her, dass ich so krank war. Klar war ich mal den einen oder anderen Tag außer Gefecht gesetzt, Schnupfen, Kopfschmerzen oder andere kleinere Wehwehchen. Aber Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Schnupfen, Husten, ans Bett gefesselt, also die ganze Palette eines grippalen Infekts – ich kann mich nicht erinnern, wann ich sowas das letzte Mal hatte. Es muss über 7 Jahre her sein, denn selbst Sarah kann sich nicht an ein solches Ereignis erinnern.
Den einzigen Arzt, den ich regelmäßig aufsuche, ist der Zahnarzt zur Vorsorge.
Nach 4 Tagen und Nächten mit Fieber, in der Nacht alle 2 Stunden das T-Shirt wechseln, weil alles nass ist, nur rumvegetieren, nichts lesen können, weil die Konzentration nicht da war, kein Fernsehen gucken können, weil ich keine Glotze hab, nichts gegessen, weil ich keinen Appetit hatte, fühle ich mich heute endlich mal wieder ein bisschen besser. Zumindest soweit, dass ich ein wenig in der Wohnung rumlaufen kann und mal mehr als fünf Minuten vorm PC sitzen kann. Das Fieber hat nachgelassen, wackelig auf den Beinen bin ich aber immer noch.
Ich danke allen, die sich bei mir gemeldet haben, die mir meine Langeweile verkürzt haben durch die vielen Telefonate, manche nur kurz, manche stundenlang, bei manchen konnte ich leider fast gar nichts sagen, bei anderen habe ich bestimmt Müll im Fieberwahn geredet, ich hoffe, ihr seht es mir nach! Aber ihr seid mir eine große Hilfe gewesen, es hat mir viel Spaß gemacht, euch zuzuhören, eure Stimmen und Geschichten zu hören…
Ich werde bestimmt noch ein paar Tage brauchen, bis ich wieder auf dem Dampfer bin (ich bin ja auch noch bis einschließlich Dienstag krankgeschreiben), ihr könnt mich gerne weiterhin vollbrabbeln – bis der Akku vom Telefon leer und meiner wieder voll ist! Freunde sind die beste Medizin!
Geschrieben am Samstag, 24. Februar 2007 und einsortiert unter Allgemein

Wer mich im Fieberwahn und Delirium reden hören will, kann mich gerne zu Hause anrufen, ich bin für 2 Tage krank geschrieben.
Mist! Verdammt ungünstiger Zeitpunkt…
Geschrieben am Dienstag, 20. Februar 2007 und einsortiert unter Allgemein

In meinem Counter sind mir Bots aufgefallen, die offensichtlich nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Die Yahoo-Bots kommen immer in Gruppen, bevorzugt Nachts und crawlen so an die 50 Seiten. Daran hab ich mich ja schon gewöhnt.
Aber neuerdings tauchen Crawler auf, die sich als Yahoo-Bot ausgeben, aber eine andere Namensstruktur aufweisen (kein inktomisearch.com). Der letzte trieb es auf die Spitze und crawlte über den ganzen Tag verteilt knapp 900 Seiten. Dabei spielte er völlig willkürlich mit meiner URI-Struktur herum und fand Seiten, die so gar nicht verlinkt sind. Viele Seiten wurden mehrfach besucht. Graphisch sieht das dann so aus:

Die Besucherzahlen bleiben unverändert, aber die Seitenaufrufe steigen rapide an. Ich glaub, ich bau bald mal so ne Botfalle.
Geschrieben am Freitag, 16. Februar 2007 und einsortiert unter Allgemein

Kölner Jecken, Bützen, Alaaf und Helau! Altweiber in der City, Millionen von Menschen auf den Straßen und ich mittendrin.
Mehr Bilder in der Galerie.
Geschrieben am Freitag, 16. Februar 2007 und einsortiert unter Allgemein

Heute Mittag angefangen und gerade zugeklappt (sind nur 160 Seiten):

Als ich gerade ein wenig im Internet über das Buch las, wurde mir schlagartig klar, dass es die Vorlage zum Film Sonnenallee ist. Ewig her, dass ich den Film gesehen habe, und so habe ich auch im Buch nicht den Film wieder herstellen können.
Von Brussig habe ich schon “Helden wie wir” am Strand gelesen bzw draus vorgelesen bekommen. Es war zum Schießen komisch. Ähnlich, wenn auch feiner, ist der Humor “Am kürzeren Ende der Sonnenallee”. Auf den wenigen Seiten wird es nicht langweilig, die Geschichte ist packend. Leider zeitlich ein wenig verwirrend, da man nicht weiß, in was für einem Zeitraum es sich abspielt, aber das tut keinen Abbruch.
Der junge Micha wächst mit Freunden und Familie in Ost-Berlin an der Grenze auf, eine eingeschworene Gemeinde an der Sonnenallee, die bei der Aufteilung von Berlin einfach durchgeschnitten wurde. Der Leser taucht ein in Sex Drugs and Rock’n'roll der DDR, erlebt Revolutionäre, Regimetreue und allerhand kuriose Geschichten rund um den Grenzübergang und das Leben in der Zone. Daneben durchzieht das Buch die Liebesgeschichte zwischen Micha und Miriam, die von Westlern knutschen gelernt hat.
Sehr schön hat mir das Ende gefallen, in dem Brussig offen lässt, ob sich alles so zugetragen hat. Denn je mehr Abstand der Mensch zwischen sich und dem Erlebten legt, desto mehr verschwimmt alles und über das, was mal als scharf und einschneidend empfunden wurde, legt sich der weiche Schleier der Nostalgie.
Glückliche Menschen haben ein schlechtes Gedächtnis und reiche Erinnerungen.
Herrliches Schluss-Zitat
Geschrieben am Mittwoch, 14. Februar 2007 und einsortiert unter Lesen

Auch NoelsieW kann fotographieren, er zeigt es bloß nicht. Daher präsentiere ich in (wie so oft) loser Reihenfolge Gast-Fotographen, die entweder mit meiner oder ihren oder fremden Kameras hantieren und mir ihre Fotos überlassen. Den Anfang macht ein Bild von einem Sommerwochenende im Odenwald, geknipst mit viel Liebe und Aufwand vom da oben schon verlinkten Noelsiew:
Geschrieben am Dienstag, 13. Februar 2007 und einsortiert unter Allgemein

“Ich mach Hackfleisch aus ihm!” Die Frau ging nah neben mir. Ich drehte meinen Kopf. “Ja, kannste mal sehen”, sagte sie, sah mir dabei in die Augen und überholte mich schnellen Schrittes. “Schaschlik!” Sie trieb durch die Menschenmassen auf die andere Seite der Fußgängerzone. In ihrem verwaschenem grün-grau geringeltem Top mit Löchern, mit irgendwas schwarzem Langärmligen darunter und einer zerfetzten Jeans wirkte sie abstoßend. Ihre kurzen Haare waren an den komischsten Stellen von Küchengummis zu Zöpfen gebunden, die wie kleine Atompilze auf dem Kopf aussahen.
Ich wich ein paar entgegenkommenden Menschen aus und wurde wieder in ihre Richtung getrieben. “Kotelett mach ich aus ihm. Das Arschloch. Schnitzel!”, rief sie, als sie wieder an mir vorbeigespült wurde. Ich wollte ihr noch “Putenbrust” hinterherrufen, aber da war sie schon in eine Seitestraße abgebogen…
Geschrieben am Dienstag, 13. Februar 2007 und einsortiert unter Allgemein

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