Ich fühle mich wie ein kleines Kind. Aufgeregt und hibbelig habe ich in den letzten Tagen angefangen, meine Bude auseinanderzunehmen. Ich hatte mehr Zeit als beim letzten Umzug und damit mehr Muße, meine Besitztümer zu durchstöbern, lesen, gucken, finden, entdecken. Ich habe viele Kartons mit nach Köln genommen, die ich hier ungeöffnet irgendwo verstaut habe. Von einigem von diesem Kram habe ich mich nun getrennt. Eigentlich von ziemlich viel. Tabula Rasa, zum einen aus Platzmangel in der neuen WG und zum anderen, um mich zu befreien. Ich habe eine ganze Altpapiertonne gefüllt, meine Umzugshelfer werden es mir danken! Alte Akten, Zeugnisse und Erinnerungen an längst vergangene Tage, ausgedruckte Emails, Studienzeugs, dazu drei Säcke Altkleider. Mein Küchenhausrat hat den Stand von vor sechs Jahren erreicht. Was die kritische Prüfung meines Wegwerfwahns bestanden hat, wurde in Kisten gepackt, auseinander genommen, abgeschraubt. Nur ein Regal und der Schreibtisch müssen jetzt noch dran glauben. Verstaut wird es dann alles morgen. Ein letzter Blick durch das Zimmer. Es wirkt nicht real. Den Blick hätte ich schon vor Tagen wagen sollen. Ich sehe lediglich noch mein Leben in Kisten, in Einzelteilen. Nur der PC teilt sich noch mit der Matratze einen Platz auf dem Boden in der Ecke, der Verstärker ist noch an und die Musik erinnert mich an die Vorfreude auf ein neues Kapitel in meinem Leben…
Archiv für den Monat Juni 2007
Hannah *20.06.2007
Nein, nicht meine Tochter, meine Cousine
Staatsanwaltschaft Köln
Sehr geehrter Herr Eidens,
das Verfahren ist eingestellt worden, weil ein Täter nicht ermittelt werden konnte. Weitere Nachforschungen versprechen zur Zeit keinen Erfolg. Sollten sich jedoch nachträglich Anhaltspunkte für die Klärung der Straftat ergeben, werden die Ermittlungen wieder aufgenommen.
Das war ja zu erwarten…
Die Samariter
Lange Zeit ist es her, dass ich auch mal wieder etwas persönliches hier geschrieben habe, über mein Leben, wie es mir so geht und was ich denke…
Nun, ich habe entschlossen, ein Samariter zu werden.
Aber nicht so, wie ihr denkt. Ich habe meine Wohnung gekündigt. Schon vor langer Zeit. Zum 1.7. muss ich hier raus sein. Und seit zwei Wochen weiß ich auch, wohin es mich verschlagen wird: Zu den Samaritern. Genauer gesagt in eine Vierer-WG in der Samariterstraße.
Drei sehr nette Mitbewohner (Klaus, Lena und Julian – später dann Marike statt Julian) haben die Wahl auf mich fallen lassen und in drei Wochen werde ich mein neues Domizil beziehen. 21 qm (das größte Zimmer in der WG), schön hell und vor allem super ruhig, mit Balkon, zwei Bäder, eine sehr charmante Küche und und und… Die WG ist über die Jahre gewachsen, keiner kennt mehr die eigentlichen Gründungsmitglieder. Die Samariter leben nur zwei Blocks vom Rhein entfernt in der Kölner Südstadt (Bayenthal).
Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit. Endlich wieder Action, Leute, und der ganze Kram, den man als WG und in einer WG so macht. Und mit den Leuten werde ich (soweit ich das jetzt schon beurteilen kann) gut auskommen. Zumindest haben wir schon zwei nette Abende verbracht, einen beim Bierchen in der Stadt und einen in der Küche der WG…
Ich bin gespannt, was so alles passieren wird und vor allem, was mit mir passieren wird. Ich packe jetzt jeden Abend einen Karton und harre der Dinge, die da kommen werden…
Decksteiner Weiher
Georg zeigte mir ein wirklich schönes Plätzchen, wo ich bestimmt noch des Öfteren hinfahren werde. Zehn Minuten mit dem Rad und schon ist man sowas von im Grünen, mitten im tiefen Wald. Einzig stört das sonore Hintergrundrauschen der Autobahn.
Am Weiher habe ich meine bisher schönsten Fotos mit meiner neuen Kamera geschossen…
Alle Bilder unter Fotos im Ordner Köln.


