Archiv für August 2007
Lange habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich meine Bilder vom Sziget präsentieren könnte, da ich meine Galerien im Blog nicht mehr so schick finde. Nun habe ich einen anderen Weg gefunden.
Klick here to view my pictures of Sziget 2007.
Geschrieben am Dienstag, 28. August 2007 und einsortiert unter EOS, Fotos, Leben, Musik, Sziget

Toll. Jetzt ist mir gerade aufgefallen, dass mein Blog keine Sommerzeit anzeigt. Ich habs geändert. Könnte mich dann jemand daran erinnern, wenn in 7 oder 8 Wochen auf Winterzeit umgestellt wird?
(Irgendwie ist mir grad beim Wort Winterzeit ziemlich kalt geworden – ich mach mir mal n Tee…)
Geschrieben am Dienstag, 28. August 2007 und einsortiert unter Allgemein

Lena ist ausgezogen und hat das Internet mitgenommen. Naja, nicht wirklich, aber sie hatte damals den Vertrag mit GMX geschlossen. Und da wir beschlossen haben, auch zu den eine Millionen Kunden gehören zu wollen, die der Telekom seit Jahresbeginn weggelaufen sind, hat sie den Internet-Vertrag und wir die Telekom gekündigt. Heute morgen wurde dann die Verbindung in die weite Welt gekappt.
Ich wollte gerade einen TAN fürs Onlinebanking eingeben, da machte es Klick und danach nichts mehr (Na gut, das Klick habe ich mir eingebildet – aber es passt ganz gut).
Unser neuer Provider hat es nicht geschafft, für einen reibungslosen Übergang zu sorgen, was unter anderem auch unsere Schuld ist. Wer weiß schon, wie viele Nummern wir eigentlich haben und wer überhaupt der Vertragsinhaber ist? Zumindest können wir bis zur Umstellung noch telefonieren.
Also haben wir uns auf lange drei Wochen ohne www eingestellt. Doch auf einmal taucht da ein alter, nicht genutzter und eigentlich schon gekündigter Vertrag aus Mainz auf. Benutzername und Passwort in den Router eingetragen, auf Einwahl geklickt und da war es wieder: Das schöne kleine Wort “online”. Wer hätte das gedacht?
Wie lange diese Verbindung noch hält, bleibt abzuwarten, denn schon letztes Jahr wurde der Vertrag zum 1.9.2007 gekündigt. Es kann also durchaus sein, dass die Freude nur drei Tage hält. Lassen wir uns überraschen!
Danke, Renko!!!
Geschrieben am Montag, 27. August 2007 und einsortiert unter Allgemein

Das Wochenende in Mainz hat Spuren hinterlassen. Ich war so müde, dass mir im Zug die Augen zugefallen sind. Irgendwo vor Bonn, 40 Minuten Fahrt noch und ich hätte aussteigen müssen. Der Zug hatte sogar zehn Minuten Aufenthalt in Köln. Leute stiegen ein und aus, machten Lärm. Ich habe das irgendwie mit in meine Träume eingebaut. Als er wieder losfuhr und über die Hohenzollernbrücke wackelte, wachte ich auf.
So kam ich wenigstens zum ersten Mal in meinem Leben nach Solingen. Zurück nach Köln bin ich dann mit einer Regionalbahn gefahren, die auch noch 15 Minuten Verspätung hatte. Ich selber war dann knapp eine Stunde später als ich eigentlich wollte zu Hause. Sowas ist mir auch noch nicht passiert…
Geschrieben am Sonntag, 26. August 2007 und einsortiert unter Allgemein

Sorry, dass das Blog ein paar Tage lang nicht erreichbar war. Leider war der Server ausgefallen und mein Provider hat die Subdomains erst auf Nachfrage wiederhergestellt. Tja, schade, so konnte ich kein weiteres Live-Blogging betreiben und werde euch das Sziget Häppchenweise nachreichen. Aber nicht jetzt, es gibt anderes zu tun…
Geschrieben am Freitag, 17. August 2007 und einsortiert unter Leben, Musik, Sziget

Ein bisschen Regen um den Staub zu binden ist ja nicht schlecht. Aber was hier abgeht, ist kann einem schon etwaqs die Feierlaune verderben.
Eigentlich wollte ich mich gestern Abend um 22 Uhr mit dem holländischen Pärchen von nebenan an der Roma-Bühne treffen, um die Amsterdam Klezmer Band zu sehen. Ich bin vorher noch mal kurz zum Zelt, da tröpfelte es bereits leicht. Zu meiner großen Überraschung haben meine anderen Nachbarn (aus Ungarn) ihre Zelte abgebrochen und waren verschwunden. Stattdessen saßen dort zwei etwas hilflose Italienerinnen, die Probleme beim Aufbau ihres Zeltes hatten. Ein zur Hilfe gerufener Franzose und ich bauten dann innerhalb von 5 Minuten ihr Zelt auf, zum Dank luden uns die beiden auf ein Bier ein. Der Franzose hat dafür ein Date mit einer Frau und ich die Amsterdam Klezmer Band sausen lassen. Der Abend versprach lustig zu werden, auch wenn Elka und Irine nur sehr leidlich englisch sprachen. Gegen 23 Uhr haben wir uns dann aufgemacht zum Konzert von Cassius, französische elektronische Tanzmusik im Zelt der WAN2-Bühne. Als das zu Ende war, strömten die Massen nach draußen, aber nur sehr sehr zögerlich. Es gab heftiges Gedränge am Eingang. Warum, das merkten wir erst, als wir endlich draußen waren: Es regnete in Strömen. Ein fettes Gewitter. Ziellos wandelten wir umher und als wir in der Nähe unserer Zelte waren, holte ich schnell meine Regenjacke. Das hätte ich besser nicht gemacht, denn ich habe die drei nicht wiedergefunden. Ich bin noch 10 Minuten durch den Regen gelatscht, ziel- und planlos. Also beschloss ich mich in mein Zelt zu verkriechen, bis der Regen nachlassen würde. Ich bin natürlich eingepennt…
Um 6 Uhr bin ich dann noch mal wach geworden und habe eine halbe Stunde lang im Halbschlaf überlegt, ob es Sinn machen würde, jetzt zu duschen. Ich bin zu keiner Entscheidung gekommen, der Schlaf hat mich wieder übermannt…
Trotzdem war es gestern sehr lustig, ich hatte verdammt viel Spaß und wieder ne Menge Leute kennengelernt. Ich habe Gogol Bordello gesehen, war kurz bei Laurent Garnier, bei Pink und den Skatalites.
Leider sieht die Wettervorhersage nicht rosig aus. Es wird bis Montag immer wieder Gewitter und Regen geben. Zum Glück bleibt es warm und schwül, so dass alles schnell wieder trocknen kann.
Heute ist Samstag und damit Halbzeit des Sziget. Drei Tage liegen hinter mir, drei kommen noch. Ich freu mich!
Geschrieben am Samstag, 11. August 2007 und einsortiert unter Leben, Musik, Sziget

Erst noch ein Nachtrag zu Tag 1: Beim Konzert von Manu Chao gingen zwei Mal die Lichter aus. Stromausfall, komplett, die ganze Bühne dunkel und alle umliegenden Fress- und Bierstände ebenfalls. Das hat der Stimmung aber keinen Abbruch getan.
Nun zu gestern, Tag 2. Ich habe den Tag mit Fotografieren verbracht, habe mir dieses und jenes angesehen, war früh morgens schon im Luminarium. Das ist eine Art riesige Hüpfburg, bloß dass man nicht hüpfen kann und es geschlossen ist. Durch die dünnen Wände in verschiedenen Farben fällt Sonnenlicht, Ambientmusik sorgt für entspannte Atmosphäre. Hier mal zwei Fotos:

Gegen Mittag hat es dann angefangen, ein bisschen zu regnen, aber nicht weiter wild. Ich habe nette Holländer als Nachbarn, die einen großen Pavillon dabei haben.
Um 17 Uhr wollte ich mich eigentlich nur noch mal kurz hinlegen um dann zum Gentleman-Konzert zu gehen. Ich bin natürlich erst wach geworden, da hatte Gentleman schon 10 Minuten gespielt. Als ich gerade mein Zelt zugemacht hatte, knallte es auf einmal, ein fetter Donner, und als Folge davon hat es für 10 Minuten ganz ordentlich geregnet (Dank an meine Nachbarn)! Als es wieder einigermaßen trocken war, habe ich meine Cam in ein Hemd gewickelt und hab mich aufgemacht zur Mainstage. Die Stimmung nach so einem Regenguss ist immer unbeschreiblich. Viele ziehen eine Fresse bis zum geht nicht mehr, weil sie nass geworden sind. Aber die meisten nehmen es gelassen, und Reggea im Regen hat ja auch was. Und Gentleman hat alles gegeben. Er war besser drauf als beim Konzert auf dem Summerjam.
Und natürlich muss nach so einem Regenguss auch in den Pfützen gebadet werden, die sich überall gebildet haben – nein, ich nicht. Ich habe mich in die Riege der Fotographen eingereiht und Bilder von den Schlammmonstern geschossen. Meine Speicherkarten sind übrigens gerade beim Fotomann, ich bekomme sie erst in zwei Stunden wieder, er brennt mir davon grad CDs – toller Service (und da ich die meisten Bilder als RAW geschossen habe, werde ich die hier auch erstmal nicht veröffentlichen können).
Der Regen hatte einen ganz enormen Vorteil: Der Staub ist weg. Die Luft ist frisch, es ist trotzdem nicht kalt. Der Nachteil dabei: Man muss aufpassen, wo man hintritt. Der Boden war festgetrampelt und an vielen Stellen nicht in der Lage, den Regen aufzunehmen. Es haben sich Pfützen von enormen Ausmaß gebildet. Außerdem ist irgendwie alles klamm. Aber Dank der netten Holländer habe ich ein paar Sachen unter ihrem Pavillon aufhängen dürfen.
Heute ist in der Runninglist nichts dabei, was ich unbedingt sehen muss. Es spielen Laurent Garnier, Pink und Madness auf der Mainstage, die Skatalites auf der Weltmusikbühne und Cassius auf der WAN2-Bühne. Da mich davon nichts wirklich interessiert, werde ich wohl überall mal vorbeischauen und mit meiner Kamera ein paar Nacht- und Konzertaufnahmen machen.
Geschrieben am Freitag, 10. August 2007 und einsortiert unter Leben, Musik, Sziget

Allein für dieses Konzert hat sich die Reise schon gelohnt. Topact gestern Abend auf der Mainstage waren The Chemical Brothers. Ich habe 90 Minuten durchgetanzt, war am Ende klitschnass und meine neue (bemalte Holz-) Halskette hat mir mein weißes Hemd versaut. Aber egal, das war es wert. Die Chemicals standen hinter futuristisch anmutenden Konsolen, ein wenig wie bei Startrek. Sie hatten ihre eigene Videowall mitgebracht, die vorhandene war ihnen anscheinend nicht groß genug. Der Sound und die Videos waren einfach perfekt. Losgelegt haben sie mit Galvanize, der große Hit ihres letzten Albums. Und in dem Stil ging es weiter, man hatte kaum Zeit, Luft zu holen. Am Ende waren es dann gute anderthalb Stunden pure Tanzmusik. Ich habe mich selten euphorischer gefühlt als bei diesem Konzert.
Geschrieben am Freitag, 10. August 2007 und einsortiert unter Allgemein

Er kriecht durch alle Ritzen, er macht schwarze Popel, er lässt Weißes grau aussehen. Jeder Strahler wirft seinen Lichtkegel gut sichtbar durch ihn. Es hat gestern geregnet, wenig und nur für fünf Minuten. Bei weitem nicht genug, um den ganzen Dreck zu binden. Aber lieber atme ich Staub ein als dass ich im Regen stehe.
Tag 1 des Festivals fing gestern mit Nitzer Ebb an, der mich ein wenig an Rammstein für Arme erinnert hat. Fette Bässe hatte er aber. So konnte die Anlage der Mainstage schon mal zeigen, was sie drauf hat, wenn heute Abend The Chemicals Brothers kommen. Von der Mainstage bin ich dann weiter zur Weltmusikbühne, dort zeigten Gocoo, was japanische Trommeln sind und was man damit alles anstellen kann, wenn man auf einer Trommelschule ist und mit einer dicken Combo auftritt. Fett. Klasse.
Mando Diao auf der Mainstage war nix, ich habe mich dann ein wenig treiben lassen und habe dann zum “Topact” des Abends Manu Chao vor der Mainstage getanzt. Gigantisch, wie viele Leute da waren. Trotzdem wird es irgendwann langweilig, wenn man einfach an jeden Song eine Passage baskischen Punks hinten anhängt und die Menge springen lässt. Dazu die etwas zu sonore Stimme von Manu und schon klang jeder Song irgendwie gleich.
Das konnte man allerdings von Unkle nicht behaupten: Metalgitarre trifft Sphärenklänge, ein bisschen Rage against the Machine, Mogwai, Radiohead und zu all dem noch ein Apple. Eine tolle, aber manchmal zu abgedrehte Musik.
Ich wollte eigentlich noch ins riesige Technozelt, die Party Arena, dort hat Timo Maas aufgelegt. Aber ich bin im Ambientzelt eingepennt, zwischen all den Kissen und anderen schlafenden Leuten, mit leckerem Chai-Tee und sehr entspannender Musik… Blöd ist es nur, wenn Du dann mitten in der Nacht aufwachst und feststellst, dass jemand neben Dir sein Bier umgekippt hat, weil er zu besoffen ist. Also bin ich mit Biernasser Hose in mein Zelt und habe dort weitergepennt.
Habe ich übrigens schon erwähnt, dass die Duschen eiskalt sind (argh – diese Tastatur hat kein Fragezeichen! Stellt euch einfach eins vor!)
Jetzt werd ich erstmal frühstücken gehen…
Geschrieben am Donnerstag, 9. August 2007 und einsortiert unter Allgemein

Geil. Ich bin drin. Neuerdings kann man auch schon ganz offiziell Montags auf die Insel. Bisher war am Eingang Montags kein Schwein. Aber dieses Jahr gab es auch schon Montagabend auf der Mainstage ein Konzert einer ungarischen Band. Also wurde am Eingang auch schon kontrolliert. Der Vorteil: Vor zwei Jahren musste ich Dienstags noch mal raus, um meine Karte gegen ein Bändchen zu tauschen und dann mit dem ganzen Pulk von Leuten mich wieder anstellen. Das hat locker zwei Stunden gedauert und blieb mir dieses Jahr erspart.
Am Flughafen habe ich Annette und Stefan kennengelernt. Sie haben ihr Zelt erstmal bei mir aufgebaut (Renko, ich steh wieder an unserem Platz. Das Kino ist weg, dafür steht da die Jazzstage. Die HVG-Bar hat keinen Flieger mehr und ist etwas nach hinten gerückt, um Nokia Platz zu machen…), wollten sich aber eigentlich zu Freunden stellen, die mit nem Wohnwagen ankamen. Gestern morgen dann waren sie schon weg. Dafür habe ich Unmengen an Holländern um mich herum.
Seit dem letzten Mal hier hat sich einiges verändert. Es gibt mal wieder viele neue Sachen zu sehen, ich freu mich aber auch auf Gebliebenes. Dazu erzähl ich bestimmt später mehr…
Gestern (Dienstag) war ja nur Anreisetag plus das Eröffnungskonzert von Locomotive GT aus Ungarn. Heute hat das Festival so richtig begonnen. Um 16.30 gibt es Mando Diao, dann Manu Chao auf der Mainstage, später dann UNKLE im Alternativ-Zelt und wenn ich dann noch Lust habe, gehts in die Partyarena zu Timo Maas. Aber wahrscheinlich lasse ich mich doch nur wieder treiben – was anderes ist hier kaum möglich.
Eine halbe Stunde Internet für lau, im klimatisierten Zelt – das werde ich bei den 30 Grad und Sonnenschein da draußen bestimmt noch öfter machen. Jetzt werde ich erstmal zum Photoshop latschen und meine Speicherkarte auf CD brennen lassen. Bis neulich!
Geschrieben am Mittwoch, 8. August 2007 und einsortiert unter Allgemein

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