Gewitter

Endlich hat es das Gewitter geschafft, den letzten Rest Schwüle vom Tage unter Aufbietung von Milliarden von Regentropfen zu verscheuchen. Der Wind kam auch zur Hilfe, aber das eigentliche Spektakel veranstalteten Blitz und Donner, die wie in einem Wettstreit versuchten, sich zu überbieten. Taghell zuckt es in schnellen Abfolgen vom Himmel. Die Hauswände sehen aus, als ob man in ein Fester schaut, hinter dem ein Fernseher läuft. Das monotone Plätschern der Tropfen wird zerrissen von langem Krachen. Jemand scheint Baumstämme zu zerreißen. Hier und da geht Licht an, werden Fenster geschlossen, irgendwo steckt sich jemand Stöpsel in die Ohren. Kleine Kinder rennen ins Schlafzimmer der Eltern und kuscheln sich verängstigt unter die Decke.
Ich stehe auf meinem Balkon, die Regenwand fällt vor mir runter wie ein Wasserfall. Ich lasse die Kühle an mich heran und höre dem an- und abschwellen der Wassermassen zu. Und selbst jetzt, nach über einer Stunde, rollen die schon entfernten, aber immer noch lauten Donner über das Land. Gewitter sind gewaltig, wenn sie über einen hinwegziehen.

Hermann van Veen hat mal gesagt, wenn es blitzt, macht Gott ein Foto von der Stadt fürs Archiv. Ich habe heute zurückfotografiert und dabei meine ersten Blitze für mein digitales Archiv geschossen.



2 Gedanken zu “Gewitter

  1. Ich fand es auch toll, auch wenn ich leider keinen Blitz erwischt habe.

  2. Musste leider von meinem neuen Bett, welches ich mir draussen gebaut habe umziehen nach drinnen, es wurde zu nass.
    Aber das Gewitter war unwahrscheinlich schööööön und die Farben am Himmel unbeschreiblich….
    Meine Güte gibts jetzt viele Bilder im Archiv von Gott..;-))
    Drück Dich, liebe Grüsse ICH

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