Seit über einem Monat liegen die Karten hier, am Freitag ist es endlich soweit. The Notwist spielen im Schlachthof in Wiesbaden! Eigentlich wollte ich ja noch eine Plattenkritik zum neuen Album “The Devil, You & Me” geschrieben haben, aber das mache ich wahrscheinlich erst nach dem Konzert. Laut Schlachthof-Seite gibt es sogar noch Karten, sowohl im VVK als auch an der Abendkasse. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass es ausverkauft ist. Naja, mal abwarten.
Schon den ganzen Vormittag läuft die neue Platte von Sigur Ros. Sie klingt so ganz anders und doch vertraut, wie schon mal gehört, eine logische Weiterentwicklung, aber sehr viel fröhlicher, zumindest die erste Hälfte, als die alten Alben. Sie klingt nach Sommer, nach Freunden, nach endlosen Abenden. Nach Liebe.
Und so höre ich “Við spilum endalaust” und wünsche mich zurück in das kleine Häuschen im Odenwald, in den Garten, tanzend, schwitzend, küssend. Stattdessen wühlt sich alles in mir auf und Tränen laufen mir die Wange herab…
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Product: Sigur Rós – Með suð í eyrum við spilum endalaust
OUT 23/06/2008 – PRE-ORDER NOW
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Physical – Með suð í eyrum við spilum endalaust
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Geschrieben am Donnerstag, 5. Juni 2008 und einsortiert unter Leben, Musik
Endlich hat es das Gewitter geschafft, den letzten Rest Schwüle vom Tage unter Aufbietung von Milliarden von Regentropfen zu verscheuchen. Der Wind kam auch zur Hilfe, aber das eigentliche Spektakel veranstalteten Blitz und Donner, die wie in einem Wettstreit versuchten, sich zu überbieten. Taghell zuckt es in schnellen Abfolgen vom Himmel. Die Hauswände sehen aus, als ob man in ein Fester schaut, hinter dem ein Fernseher läuft. Das monotone Plätschern der Tropfen wird zerrissen von langem Krachen. Jemand scheint Baumstämme zu zerreißen. Hier und da geht Licht an, werden Fenster geschlossen, irgendwo steckt sich jemand Stöpsel in die Ohren. Kleine Kinder rennen ins Schlafzimmer der Eltern und kuscheln sich verängstigt unter die Decke.
Ich stehe auf meinem Balkon, die Regenwand fällt vor mir runter wie ein Wasserfall. Ich lasse die Kühle an mich heran und höre dem an- und abschwellen der Wassermassen zu. Und selbst jetzt, nach über einer Stunde, rollen die schon entfernten, aber immer noch lauten Donner über das Land. Gewitter sind gewaltig, wenn sie über einen hinwegziehen.
Hermann van Veen hat mal gesagt, wenn es blitzt, macht Gott ein Foto von der Stadt fürs Archiv. Ich habe heute zurückfotografiert und dabei meine ersten Blitze für mein digitales Archiv geschossen.
Gestern fand auf dem Baui (Bauspielplatz) im Friedenspark das Kölner Gaukler Fest im Rahmen von “30 Jahre Baui” statt. Eigentlich wollten wir nur draußen grillen. Vom Balkon aus gab uns unser Nachbar Eric den Tipp, dort doch mal vorbeizuschauen. Es hat sich gelohnt, und wie. Jonglage, Kleinkunst, Musik, alles umsonst und draußen. Leider haben wir den Samstagabend verpasst, Live-Musik von Götz Widmann und eine Feuershow. Aber der Sonntag in der Sonne (endlich mal wieder nach den ganzen Gewittern und wolkenverhangenen Himmeln der letzten Tage) war trotzdem schön!