Archiv für August 2009
Ich bin es von Europcar gewohnt, dass die Autos Dellen und Kratzer haben. Wenns nen neuen Kratzer gibt (ist mir bisher nicht passiert), wird der halt eingetragen. Passt schon. Und irgendwann ist das Auto dann fällig zur Lackierung, Europcar macht das auf eigene Rechnung. Ich habe noch nie gehört, dass jemand wegen eines kleinen Kratzers im Lack zur Kasse gebeten wurde.
Vor einigen Wochen habe ich bei Starcar einen Smart gemietet, für sensationelle 20 Euro pro Tag. Aber wie das bei den Discountern so ist, steckt der Wurm im Kleingedruckten. Eine Selbstkostenbeteiligung von 2.000 Euro ist nicht gerade wenig. Und so kam es, dass bei Rückgabe doch tatsächlich ein vorher nicht eingetragener Kratzer bemerkt wurde, etwa 2 cm lang auf der Kofferraumklappe. Ich kann nicht sagen, ob der vorher schon da war. Das Auto wurde zwar vorgeführt und die Mängel aufgezeigt, aber ich habe (auch weil ich es von Europcar so gewohnt war) nur grob hingeschaut. Der Kratzer wurde dann eingetragen, ich würde von denen hören.
Und am Freitag dann kam die Rechnung. 234,81 Euro soll ich zahlen für eine neue Lackierung der Heckklappe.
Rechne ich die Miete, den Sprit und das Knöllchen dazu, haben die 3 Tage stolze 370 Euro gekostet. Mist.
Geschrieben am Montag, 31. August 2009 und einsortiert unter Berlin, Leben

Köln kann’s, Köln kann’s besser, Köln kann mehr. So hieß es noch bis vor ein paar Stunden. Die Sause ist vorüber, die Lokale geschlossen und Köln hat gewählt. Und jetzt? Wahlplakatwechsel. Die Kommunalkandidaten wurden vorhin schon gegen Merkel, Steinmeier und Co ausgetauscht, zumindest an einer Straße, wo meine Bahn entlang fuhr. Als ich dann zu Hause war, fand ich das Ergebnis in etwa so vor, wie ich es erwartet hatte, zumindest für den Bürgermeisterposten.
Nach 4 Jahren Ruhestand ist Jürgen Roters (SPD) wieder in der Politik aufgetaucht und hat den liebaussehenden, aber im Klüngel und Archivhaus-Einsturz verschütt gegangen Fritz Schramma (CDU) beerbt. Für mich war das vorauszusehen. Denn nachdem Schramma erklärte, wegen des Stadtarchivs nicht erneut kandidieren zu wollen, schwamm die CDU in Köln lange herum auf der Suche nach einem Kandidaten. Reihenweise sagten Politiker ab, selbst dem Fraktionsvize Bosbach wurde der Posten angeboten. Dann fand man irgendwann doch jemanden, Peter Kurth – aus Berlin. Zwar in Siegburg geboren, aber die letzten Jahre im Berliner Kreisverband Pankow tätig. Ein Berliner für Köln? Da war mir schnell klar, der kanns nicht werden. Auch, weil die FDP einen eigenen Kandidaten stellten, die Grünen aber zu Gunsten von Roters verzichteten. Da war auch egal, dass im Zuge des jüngsten Klüngles um Beraterverträge der Sparkasse KölnBonn auch der SPD-Kandidat Roters einräumen musste, 2006 für ein unbrauchbares Gutachten 35.000 Euro kassiert zu haben. So was ist der Kölner an sich ja gewohnt. Nur dass es auf einmal kein Stadtarchiv mehr gibt und dass, weil sich die Stadt beim Bau der U-Bahn über viele Ecken am Ende selbst beaufsichtigt hat, es zwei Tote geben musste, das kann der Kölner nicht verstehen. Ich übrigens auch nicht. Mal sehen, wie es nun unter Roters weitergeht.
Die Ratsverteilung allerdings sieht anders aus. Hier trennen CDU und SPD nur 350 Stimmen voneinander, beide erringen mit knapp 28% je 25 Sitze. Beide haben aber verloren, 3 bzw. 5%. Ein aus meiner Sicht tolles Ergebnis erreichen die Grünen mit knapp 22% (2004 noch bei 16,5%) und 20 Sitzen. Leider hat auch die rechte ProKöln Zuwachs bekommen und erhält 5 Sitze mit 5,3%. Ganze 20.000 Menschen haben in Köln rechts gewählt. Verdammt!
In meinem Veedel allerdings haben 31,5% (+7%) die grüne Kandidatin gewählt. Damit hat sie die anderen weit hinter sich gelassen.
Ich frag mich trotz dieses Artikels und meines Interesse an Kommunalpolitik, ob ich etwas merken werde von den Auswirkungen der Neuverteilung im Rat und beim OB. Ich kann mich nach wie vor nicht mit der Stadt anfreunden, nach wie vor ist es eine hässliche Stadt vom Erscheinungsbild. Vielleicht wirds ja jetzt ein bisschen grüner. Und da ich seit einigen Wochen jeden Morgen eine Zeitung bekomme, bin ich nun auch besser informiert über das, was in Köln so los ist. Zumindest hat es die alte Ratsregierung (ist die dafür überhaupt zuständig?) geschafft, dass meine Steuergelder aus dem Konjunkturpaket II unter anderem dafür verwendet werden, die Buckelpiste vorm Haus wieder in eine Straße umzuwandeln. Aber auch nur die Straße, nicht den Bürgersteig! Stand auch extra so im vorauseilenden Entschuldigungsschreiben der Stadt, Betreff Lärmbelästigung durch Bauarbeiten. Denn der Bürgersteig wurde ja schon von NetCologne mit neuen Mustern versehen, die hier vor ein paar Monaten die Häuser an eine 100MBit Glasfaserleitung angeschlossen haben. Jetzt habe ich schnelles Internet, bald neue Straße und einen neuen OB. Toll.
Geschrieben am Montag, 31. August 2009 und einsortiert unter Gedanken, Köln, Leben

Fair play in music, das ist das Motto und Konzept von gogoyoko.com. Das Portal aus Island bietet ein etwas anderes Konzept für Musiker und Konsumenten. Sieht so die Zukunft der digitalen Musikvermarktung aus?
Als Musiker kann man seine Musik hochladen, einen Preis bestimmen und bekommt 100% der Erlöse ausgezahlt. Der Künstler kann selbst bestimmen, wie er Musik präsentieren und verkaufen möchte.
Als Kunde kann man die Songs zunächst in voller Länge hören, und wenn man sie gekauft und heruntergeladen hat, sind sie natürlich DRM-frei. Eine tolle Sache ist der Musik-Player auf der Seite, der eine große Auswahl an Songs vorhält, die man sich einfach durchhören kann. Da hab ich schon so einiges entdeckt, was meinen Geschmack trifft.
Außerdem können sich alle angemeldeten Künstler und User vernetzen, bekommen Infos zu Konzerten, Neuveröffentlichungen, exklusive Videos etc. Ein Teil der Erlöse der Plattform gehen an gemeinnützige Organisationen. Derzeit sind überwiegend isländische Band vertreten (auch Sigúr Ros bieten dort einige Songs an), aber das wird sich bestimmt bald ändern. Aufmerksam geworden auf die Plattform bin ich durch die isländische Band múm, die ihr neues Album bisher nur über gogoyoko vertreiben.
Ich wünschte, es wäre überall so einfach wie bei gogoyoko…
Geschrieben am Freitag, 28. August 2009 und einsortiert unter Internet, Musik

Nette Idee. Einfach klicken.

via Spreeblick
Geschrieben am Mittwoch, 26. August 2009 und einsortiert unter Internet, Leben

Rechner, so heißt mein PC im Netzwerk. Und der erstrahlt gerade softwaremäßig in neuen Kleidern. Seit nun mehr 2,5 Jahren tat die letzte OS-Installation ihren Dienst. Lange genug, denn mittlerweile war die Kiste echt langsam geworden. Nachdem ich das neue Windows 7 Beta auf meinem Laptop getestet habe, hat nun auch mein Desktop-PC den ReleaseCandidate drauf. So langsam blicke ich durch, so langsam habe ich alle Programme wieder beisammen oder durch neue ersetzt. So zum Beispiel habe ich meine mp3s schon immer mit dem Winamp gehört. Unter Win 7 habe ich zum ersten Mal den MediaMonkey und bin recht angetan. Was bis gerade allerdings nicht geklappt hat, war das Scobbeln über das last.fm-Plugin. Doch auch das ist gefixed. Jetzt könnt ihr auf der rechten Seite wieder sehen, was ich in der letzten Zeit so gehört habe.
Und ich muss sagen, ich bin recht zufrieden mit dem, was Windows 7 bietet. Schön einfach sind zum Beispiel die Netzwerk-Funktionen geworden. Die Systemsteuerung dagegen ist völlig neu geordnet. Aber es macht Spaß, sich da durchzuwurschteln und neue Dinge zu entdecken. Den RC kann man sich übrigens kostenlos downloaden. Ab dem 1. März 2010 startet die Version dann alle 2 Stunden neu. Auch ne Art, eine weitere Nutzung zu verhindern. Ab dem 1. Juni 2010 läuft der RC endgültig aus. Dann werd ich mir das wohl kaufen.
Im Zuge der ganzen Software-Bastelei am PC will ich auch hier im Blog mal sehen, was sich alles verändern lässt. Das Design besteht ja nun auch schon seit den Anfängen und ich denke, hier muss mal renoviert werden. Ich werde wohl in der nächsten Zeit ein bisschen mit Galerien rumspielen (siehe voriger Eintrag) und mir eine bessere Möglichkeit suchen, meine Fotos schöner zu präsentieren. SimpleViewer ist da schon eine nette Sache. Lasst euch überraschen!
Geschrieben am Dienstag, 11. August 2009 und einsortiert unter Leben

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Geschrieben am Sonntag, 9. August 2009 und einsortiert unter Berlin, EOS, Fotos, Leben
