Ich tummel mich in so einigen “sozialen Netzwerken”, und meine Accounts sind neuerdings auch untereinander verbunden. Wenn ich tollen Song auf dem Rechner höre, klicke ich auf “Lieben” im last.fm-Plugin. Ab sofort kann jeder auf meinem last.fm-Profil sehen, dass ich den Song mag. Aber die Nachricht geht auch raus an Twitter, wo dann der Link zum zum Anhören erscheint. Und nen Amazon-Link noch gleich hinterher, muss ja Kohle reinkommen (nein, nicht ich verdiene daran). Ebenso erscheint bei Twitter, wenn ich einen neuen Blog schreibe, so wie den hier, ein Eintrag. Mit Link zum Blog, versteht sich. Umgekehrt habe ich es abgeschaltet (eine tägliche oder wöchentliche Zusammenfassung meiner Tweets als Blogeintrag automatisch posten zu lassen zB). Ich könnte meinen Twitteraccount auch mit Facebook und meinVZ vernetzen, dann würden dort in meinen Statusmeldungen meine Twittereinträge erscheinen und umgekehrt. Nur myspace hängt da grad noch etwas hinterher.
Irgendwann kaufe ich mir dann noch ne Packung RFID-Chips und klebe die auf Dinge und lasse sie selbstständig twittern. Auf meine Kaffeetasse (Tweet: JanBob hat einen Schluck Kaffee genommen), auf den Wecker (Tweet: JanBob hat schon wieder auf Snooze gedrückt), an die Balkontür (Tweet: JanBob ist schon wieder rauchen), auf die Klospülung und so weiter. Was für eine Datenflut. Das wär dann so viel, dass ich alle Datenspione in die Flucht schlage. Und wahrscheinlich auch alle anderen.
Aber ich schweife ab, darüber wollte ich auch eigentlich gar nicht schreiben.
Denn in Australien entbrennt gerade eine Debatte über über die Verblödung der Jugend durch diese Netzwerke. Da haben sich zwei Gören (10 und 12) in der Kanalisation von Adelaide verlaufen. Und da eine von ihnen ein ultratolles Handy mit hat, rufen sie nicht den Notruf an, nein, sie loggen sich bei Facebook ein. Freunde, die gerade online waren, haben dann die Feuerwehr gerufen. [via]
Was waren das für Zeiten, als man Handys noch telefonieren konnte…