Es war schon länger mein Wunsch, nicht immer meine große und vor allem schwere Spiegelreflex mitschleppen zu müssen, um Fotos machen zu können. Bei meiner “Tour du Ruhr” letzte Woche ist es mir mal wieder extrem aufgefallen. Anhalten, Kamera auspacken, startklar machen, Fotos machen, Kamera wieder verstauen, weiterfahren. Ein ziemlicher Aufwand und viel Extra-Gepäck. Für Ausflüge, Konzerte und Schnappschüsse ist sie einfach überdimensioniert.
Daher habe ich nun zugeschlagen und mir die Sony Cyber-Shot DCS-HX5 gekauft.

200 g leicht und vor allem so klein, dass sie bequem in die Hosentasche passt. Ausgestattet ist sie mit 10,2 Megapixeln, die auf einem rückwärtig belichteten BSI-CMOS-Sensor sitzen, dadurch ist sie sehr lichtempfindlich. Sie besitzt einen 10fach-Zoom von 25-250 mm (KB) inklusive Bildstabilisator, der Motor arbeitet unglaublich leise, stufenlos und ist sehr schnell im Fokussieren. Ideal für Schnappschüsse. Laut Testberichten soll es bei der Optik zu keinerlei Verzeichnungen oder Randabdunklungen kommen. Die Bildqualität überzeugt mich bereits nach ein paar Testfotos.
Der ISO-Bereich reicht von 125 bis 3200. 6 verschiedene Weißabgleiche (inkl. manuell) sind möglich. 3 Belichtungsmessverfahren bei 9 Fokusmessfeldern lassen keine Wünsche offen. 10 Serienbilder/Sekunde sind möglich.
Die HX5 nimmt Full-HD-Videos (1080i) mit Stereo-Ton auf. Zoomen während der Aufnahme ist möglich, reagiert aber etwas langsam, dafür sehr präzise und (wie gesagt) unhörbar leise. Man kann den Codec wechseln (AVCHD oder MP4) und die Auflösung runtersetzen. Schöne gemacht ist die Videotaste auf der Rückseite, die sofort aufnimmt, wenn man sie betätigt. Kein lästiges Suchen des Videoprogramms mehr. Was aber eh nicht nötig wäre, denn das Schnellwahlrad an der Oberseite ist sehr übersichtlich.
Hier zeigt sich auch, warum die Kamera für mich so interessant ist (außer dem Full-HD). Denn sie hat neben vielen Motivprogrammen und einem Automatikmodus auch einen Programmmodus und einen manuellen Modus, der viele Einstellungen einer SLR erlaubt. Sie ist sozusagen schon eine Bridge-Kamera.
Dazu hat sie ein nettes Feature namens “Sweep-Panorama”, das es erlaubt, einen Schwenk von 200° zu machen. Die Software setzt dann ein Panoramabild zusammen, leider nur mit 6 Megapixeln, was fürs Netz oder Postkarten aber völlig ausreichend ist.
Als weiteres Highlight ist die HX5 mit GPS und einem Kompass ausgestattet. Wenn man sich die Satellitenbahnen aus dem Netz lädt, arbeitet das GPS sogar extrem Akku-sparend, da nach dem Einschalten nicht erst gesucht werden muss, und ist nach nur 15 Sekunden einsatzbereit. Da muss ich mich aber erst noch genauer mit beschäftigen.
Lobend erwähnen muss man auch noch, dass Sony als Speichermedium nun auch auf SD/SDHC-Karten setzt. In älteren Kameras kam ausschließlich der konzerneigene Memorystick zum Einsatz (der jetzt auch noch geht).
Einziger Wermutstropfen bisher: Das Stativgewinde ist ganz links angebracht, also mit einem Tischstativ nicht zu gebrauchen (Kippgefahr).
Einen ausführlichen Test und mehr Ansichten gibt es bei digitalkamera.de.
Ich bin gespannt, was meine neue Immer-Dabei noch so alles leisten kann. Ich werde euch die Fotos (und endlich auch Videos) bestimmt nicht vorenthalten.
Hört sich echt gut an, muss ich mir mal bei Dir anschauen kommen…
Bin gespannt auf die neuen Wrke damit!
LG aus’m Süden, bis in Bälde!