_sightwalk

Heute habe ich zum ersten Mal einen Link zu sightwalk.de auf meiner Pinnwand bei Facebook gesehen.
Sightwalk ist ähnlich wie Google Streetview: Straßenansichten von deutschen Großstädten. Klar, vom derzeitigen Hype um Streetview profitieren die Kölner Macher von Sightwalk. Zeitweise ist die Seite nicht mehr zu erreichen. Die Page Impressions sind von zuletzt 1 Mio./Monat auf allein 2,5 Mio. in der letzten Woche angestiegen.

Ich muss sagen, die Jungs haben sich wirklich was einfallen lassen. Sie schreiben schon länger schwarze Zahlen, weil sie die Seite für Gewerbetreibende öffnen, sich “Werbung” bezahlen lassen.
Als Beispiel sei nur der Globetrotter in Köln erwähnt. Steht man in Sightwalk vor dem Gebäude, erscheint ein Symbol, über das man in das Innere gelangt. Man kann in die einzelnen Etagen gehen und dort im Sortiment stöbern. Oder sich in die Kältekammer stellen. (Ist angenehmer als hier.)

Weitere nette Features: Zu bestimmten Gebäuden, Straßen, Gegenden oder Sehenswürdigkeiten ist sofort der Wikipedia-Artikel verlinkt. Jetzt weiß ich endlich mehr über Diana mit springender Antilope.
Man kann sich daneben alte Fotos zeigen lassen, zum Beispiel vom Bau der Kölner Oper von 1957 oder wie das Sankt Kolumba 1935 und 1992 aussah. Gleich daneben wohnt übrigens meine Arbeit.
Und weil es sightwalk auch fürs Handy gibt, kann man sich per Umkreissuche sofort die nächste Tankstelle, Kiosk, Geldautomat, Taxistand… anzeigen lassen.

Eine bestimmte Straßenansicht kann man dann natürlich auch gleich twittern oder bei Facebook veröffentlichen. Oder wie ich hier per Widget:

Schade, dass es nicht geplant ist, den Service für weitere Städte auszubauen.

Oktober im August

Herbst

Heute Nacht habe ich gefroren, obwohl ich zum ersten Mal seit Langem wieder mit T-Shirt geschlafen habe.
Ich ziehe den Vorhang auf. Es regnet. Mal wieder. Das Thermometer zeigt 15° an. Der Himmel zeigt sein schönstes Einheitsgrau. Richtig hell will es heute wohl nicht werden. Der Wind reißt und zerrt an den Blättern der Bäume. Einige resignieren, obwohl sie noch grün und saftig sind, und gehen zu Boden. So resigniert auch meine Stimmung, lässt sich mitreißen vom Wind und fällt zu Boden. In der Dusche drehe ich das Wasser immer ein Stückchen wärmer, bleibe lange darunter stehen. Doch das Frösteln will nicht weichen. Ich muss einkaufen und will nicht. Will nicht raus in die Kälte, in die Nässe, den Wind. Das Wasser läuft die Straße entlang, der Wind treibt den Nieselregen unter den Schirm. Autos fahren mit Licht, die Scheibenwischer surren. Das typische Rauschen von Reifen auf nassen Asphalt. Leute schlagen den Kragen hoch, blicken zu Boden. Oktober im August.
Sie liegt derweil in Spanien am Strand und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Ich will auch weg…

Twitter-Fundstücke XXV

Judetta möwen sind auch nur hübsch angezogene tauben.

silvestah über wolfgang schäuble kann man ruhig witze unter der gürtellinie machen. der merkt das eh nicht.

herrrenato Jaja, Angst daß man bei streetview die Hausfassade sieht.. …aber bei Facebook die Unterhose zeigen!

n303n Mona Lilly Merle…?! Meine Kinder werden solche Kinder einestages verprügeln.

n303n “Mooonaaaah Lilliiih Määärleh, jetzt iss doch bitte deinen Dinkelmuffin auf!”

muserine Finger. Spitzen Gefühl!

peterbreuer_ Nähe ist ein Imperativ.

peterbreuer_ Dieses „Meinung haben” im Netz ist wie aus dem Zug rotzen: Nur relevant, wenn in den hinteren Waggons gerade alle aus dem Fenster gucken.

formschub Auf dem Pflegeetikett des Duschvorhangs steht “nach jedem Duschen abspritzen”. Ich glaube, das wäre mir auf Dauer zu anstrengend.

Agent_Dexter Das Kamasutra ist gar nichts gegen die Verrenkungen, die wir anstellen, um nach dem Höhepunkt auslaufsicher die Küchenrolle zu erreichen.

Die Straße gehört uns allen

Vielleicht gibt es wirklich Menschen, die glauben, die Ansicht Ihres Hauses von der Straße aus gehöre ihnen. Diesen Menschen will ich zwei Dinge sagen. Erstens: Ihr liegt falsch. Zweitens: Ihr kommt zu spät, wenn ihr glaubt, ein Verbot von Street View oder eine Verpixelung eurer Häuser würde euch helfen.

Ein toller Artikel von Anatol Stefanowitsch über Google Streetview im Sommerloch. Sehr zu empfehlen.

[via]

Verkaufen

Es klingelt an der Tür. Ich erwarte niemanden und gehe zur Gegensprechanlage.

“Hallo?”

“Hallo. Können Sie mir aufmachen?”

“Warum?”

“Ich komm von ***-Strom. Wir sind für Gas und Strom.” [sic!]

“Aha. Und warum soll ich Ihnen aufmachen?”

“Ja, weil ich Ihnen doch was verkaufen will.”

“…”

Tschüss myspace

Account-Löschung wurde beantragt

Du wirst in Kürze eine E-Mail mit Anweisungen erhalten, wie du den Löschvorgang bestätigen kannst.

Du musst die Anweisungen in der E-Mail befolgen, damit dein Account endgültig gelöscht wird. Vielen Dank.

Schon ewig nicht mehr reingeschaut, die letzte Statusmeldung vom 08.05., in diesem Jahr nie wirklich genutzt und den Account nicht mehr gepflegt. Um die Seiten der Musiker zu sehen und deren Songs zu hören, muss man nicht angemeldet sein. Die soziale Komponente des Netzwerks war nie so ausgeprägt wie bei Facebook, die musikalische hat schon lange last.fm übernommen. Außerdem war die Seite unübersichtlich, langsam und umständlich zu bedienen.

Was also hielt mich noch bei myspace? Nüscht.

Twitter-Fundstücke XXIV

hoch21 Oh, Oma hat Geburtstag. Muss anrufen. Mal schnell in die Notizen schauen, was ich studiere, wann ich fertig bin & wie meine Freundin heißt.

Euphoriefetzen these: wenn man pärchen lange genug gießt, wachsen ihnen gleichfarbige trekking-jacken.

bangpowwww Subway-Filialen, die surrealistische Entscheidungshölle der Landbevölkerung.

gallenbitter Das ist kein Knutschfleck… Amor schießt neuerdings Pfeile mit Saugnäpfen.

TotalKaputt Nehme Sieb, Küchentuch, 5 Wochen alte Erdbeeren und gehe schreckliche Dinge passieren.

eigenart Würden Flugzeuge tatsächlich abstürzen, wenn man sein Handy anschaltet, dann verstehe ich den ganzen Aufwand von Terroristen nicht.

hermsfarm kirchenglocken, die vuvuzelas des christentums.

UntoterOstgote Youtube fragt mich, ob ich “mein Land ändern” wolle. Paar mal draufgeklickt, aus dem Fenster geguckt: Land unverändert. Schade.

isdjan Habe die Sadistenprüfung mit Hängen und Würgen bestanden.

zynaesthesie Zehn von fünf Personen leiden unter Schizophrenie

onrie ‘Und das ist unser kuscheliger WG-Kater Moritz …’ ‘Alter, meinst du diesen fetten Dachs, der gerade den Ficus ausgräbt?’

hierwirdslustig “Oma, hast du meine Pillen gesehen, die sind mit LSD gekennzeichnet.” – “Vergiss die Pillen, hast du den Drachen in der Küche gesehen?”

larsreineke Polizei soll Viren von Privat-PCs entfernen dürfen? Kommen bald die WeightWatchers vorbei und nehmen mir den Camembert aus dem Kühlschrank?