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JanBob blogt

10. März 2011

Akismet erhebt (unerlaubt?) Daten

Geschrieben am 10. März 2011

Da nutzt man jahrelang ein bewährtes Plugin zur Vermeidung von Spamkommentaren in seinem Blog, und auf einmal stellt sich heraus, dass das Ganze doch nicht so koscher ist, wie man es gern hätte. Akismet nämlich, welches sogar von WordPress Deutschland in der de-Version der Blogsoftware mit ausgeliefert wird, erhebt klammheimlich alle möglichen Daten über (vermeintliche) Spamer und schickt diese an Server in den USA. Bei WordPress Deutschland ist nun eine Debatte entbrannt, ob das überhaupt mit den deutschen Datenschutzgesetzen vereinbar ist und was es für Alternativen gibt. Und wenn ich mir die Kommentare so ansehe, gibt es eine sehr gute Alternative: Antispam Bee. Schnell heruntergladen, schnell aktiviert, schnell ein paar Einstellungen vorgenommen, fertig. Ich bin gespannt, ob es seine Dienste tut. Tschüss Akismet.

Ausgepowert

Geschrieben am 10. März 2011

Der Ball ist lange in der Luft, sauber, ohne viel Rotation, er fliegt parallel zum Netz. Ich nehme mir Zeit, antizipiere, laufe an, hole Schwung mit den Armen, reiße sie nach oben während ich abspringe. Körperspannung. Das Timing ist perfekt, ich treffe den Ball am höchsten Punkt meines Sprungs, diagonal am Block vorbei schlägt er vor den Füßen des Verteidigers ein. 13 zu 12 für uns. Das gelang mir gestern nur ein Mal. Trotzdem hatte ich sehr viel Spaß beim Spiel 3 gegen 2.

Am Telefon sagte man mir, ich könne gerne kommen, es seien heute aber nur 4 Leute beim Training da. Und auch sonst herrsche in der Hobbytruppe Personalmangel, daher die Anzeige, auf die ich mich gemeldet hatte.

Seit 4 Jahren habe ich keinen Volleyball mehr angefasst, entsprechend groß waren meine Zweifel. Kann ich das noch? Werde ich überhaupt was zustande bringen? Bin ich nicht schon nach 5 Minuten so K.O., dass ich mich in die Ecke setzen und zugucken muss?

Was dann kam, hat mir schnell die Angst genommen. Keine Übermenschen, keine Ultra-Cracks, die die Bälle 3-Meter-Raum-Decke schlagen, sondern etwa mein Spielniveau. Eine sehr nette Truppe ohne Trainer und Liga, daher ist nur Spielen angesagt. Und das hat verdammt viel Spaß gemacht. Ich habe schnell wieder ein Gefühl für den Ball bekommen, habe mir keine groben Schnitzer erlaubt. Zu meinem großen Erstaunen gingen mir die Angaben am besten von der Hand, mit Variationen wie früher, kurz, lang, geflattert, in die Ecken, alles war noch da. Die größten Probleme hatte ich in der Annahme, die niedrige Deckenhöhe tat ihren Teil dazu. Meine Kondition aber hat mir Angst gemacht. Schon beim Einspielen war ich platt, alles brannte. Ich hatte gehofft, ich würde in der Dreiergruppe spielen können. Aber nein, gleich rein ins Zweierteam. Also noch mehr rennen. Während des Spiels aber ging es aber erstaunlich gut.

Am Ende aber zitterten mir die Beine, die Schulter schmerzte und die aufgeschürften Knie brannten (wo sind nur meine Schoner?!). Heute kann ich kaum Treppen steigen, die Unterarme werden bestimmt noch blau vom harten Ball. Fahrradfahren ist erst mal nicht drin.

Trotzdem fühle ich mich unendlich gut. Endlich mal wieder auf den Ball gedroschen, gesprintet, gesprungen, geblockt, gejubelt, abgeklatscht. Das hab ich vermisst! Nächste Woche bin ich wieder dabei!