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28. Oktober 2012

Radiohead live in Köln

Geschrieben am 28. Oktober 2012

Wenn man schon mal die Gelegenheit hat, Radiohead live zu sehen und dann auch noch in der eigenen Stadt und nicht so wie 2008 in Berlin, dann sollte man das auch ausnutzen! Gesagt, getan. Knapp 2 Wochen ist es das Konzert in der Lanxess-Arena jetzt her. Aber den Abend werde ich noch lange in Erinnerung behalten.

Nachdem Caribou als Vorband exakt um 20 Uhr auf die Bühne kamen und nach handgestoppten 30 Minuten und 1 Sekunde wieder gingen, hatte ich schon die größten Befürchtungen, dass das hier nur eine wohl choreographierte Rein-Rauf-Runter-Raus-Nummer („wir spielen einmal das letzte Album quer“) werden würde. Aber was dann kam, war einfach bombastisch.

Mit einem verhaltenen „Bloom“ – tatsächlich vom letzten Album – ging es los. Dann ein Sprung zurück nach 1997 und „Lucky“ und weiter zu „15 Steps“ vom 2008er Album „In Rainbows“. Spätestens hier war jeder gefangen. Die Band spielte sich munter weiter durch das gesamte Repertoire, von allem etwas. Die bunte Mischung klang aber zu keinem Zeitpunkt langweilig, und selbst Songs, die mir nicht so gut gefielen, erzeugten live einen ungeheuren Sog. Mit „Identikit“ stellten sie sogar einen neuen Song vor. Nach „Bodysnatchers“ gingen sie zum ersten Mal von der Bühne und ließen ein sehr aufgepeitschtes Publikum zurück. Als Zugabe gabs zuerst „Weird Fishes/Arpeggi„, dann den nächsten neuen Song „Ful Stop„. Sogar „Daily Mail“ haben sie gespielt. Nach „Myxamatosis“ und „Paranoid Android“ gingen sie erneut von der Bühne. Da standen sie schon zwei Stunden da oben, kamen aber noch mal raus, spielten „How to disappear completely“ und den allseits bekannten Rausschmeißer „Everything in its right place“. Und wie auch bei allen anderen Konzerten, die ich bisher live oder im Netz gesehen habe, so kündigte sich auch dieses Mal das ultimative Ende an: Die Musiker verließen nach und nach ihre Instrumente, bis am Ende nur noch Jonny Greenwood da stand und alles loopte, verzerrte und ausklingen ließ. Dann verschwand auch er und ich hatte mich damit abgefunden, dass jetzt das Licht angehen würde, als es auf einmal knallte, die Band wieder rauskam und mit Idioteque noch einen zum Besten gab. Ein fulminanteres Ende hätte ich mir nicht vorstellen können.

Besonders beeindruckt war ich auch von der Licht/Videoinstallation, deren Hauptmerkmal aus 12 quadratischen Videoscreens bestand, die von der Decke herunterschwebten. Jeder Screen an 4 Seilen konnte beliebig im Raum platziert werden. Die Screens zeigten „Videokunst“ bunt gemischt mit Livebildern der Band, die von kleinen Kameras am Bühnenrand aufgenommen wurden. Bei den Konzerten in Berlin und Paris gab es wohl auch die Möglichkeit, sich per App und Radioheadnetzwerk einzelne Kameras auf sein iPhone zu streamen.
Zwischen den Songs wurden immer wieder QR-Codes gezeigt. Live scannen konnte man die nicht, das funktionierte irgendwie nicht. Ich habe ihn fotografiert, ein Freund dann später invertiert und optimiert und dann gings: „FOREVER AND EVER RADIOHEAD COLOGNE MONDAY 15 OCTOBER 2012 YOU REEL ME OUT AND THEN YOU CUT THE STRING“.

Es war definitiv das Konzertereignis des Jahres, auch wenn noch ein paar weitere Konzerte ausstehen. Aber daran wird so schnell niemand mehr anknüpfen. Ich würde mir sehr wünschen, dass die Jungs noch das ein oder andere Album machen – und vor allem dann noch mal auf Tour gehen!

Die restlichen Bilder vom Konzert hab ich in der Galerie aufgehangen.

Other Lives – Mind The Gap EP

Geschrieben am 28. Oktober 2012

Other Lives haben eine EP rausgebracht. Nach ihrem – für mein Dafürhalten – grandiosem zweiten Album „Tamer Animals“ vom Mai letzten Jahres kommt jetzt mit „Mind The Gap“ eine kleine Zugabe von vier Songs.
Die ersten beiden, „Take us alive“ und „Dead Can“, sind tolle Stücke, eine konsequente Fortführung vom letzten Album, wobei Dead Can elektronischer daherkommt und sich Radiohead annähert. Das ist das Stichwort für den dritten Song der EP, bei dem Thom Yorke von Radiohead mit seinem Projekt „Atoms for peace“ (u.a. zusammen mit Red Hot Chili Peppers Bassist Flea), seine Finger im Spiel hat. Die remixen nämlich „Tamer Animals“ vom letzten gleichnamigen Album. Sehr cool!
Zuletzt auf der EP ist „Dust Bowl“, was wohl als eine Art Vorspann oder erster Teil zu „Dust Bowl III“ (ebenfalls auf dem letzten Album) gemeint ist. Hört sich auf jeden Fall sehr epochal, bombastisch an. Ich bin gespannt auf „Dust Bowl II“.

Tolles kleine Platte! 7 von 10 Sternen.

Streamen lassen kann man sie sich hier.