Keston Cobblers Club – One, For Words

Geschrieben am 15. Januar 2014

Die Geigen legen ein bisschen gelangweilt und langsam los. Als die Trompeten einsetzten, bei den ersten Takten, dachte ich zunächst an Heidi. Aber sofort war da diese schöne Melodie, das Abgleiten in Moll. Alles greift ineinander und nach nur einer Minute übernimmt die Gitarre. Ich wünsche mir die Trompeten und die Tuba zurück, stattdessen kommt ein zweistimmiger Gesang, die Geschwister Matthew und Julia Lowe, ein bisschen dissonant. Die Gitarre wird schneller, die 2. Strophe, ebenso kurz, das Banjo setzt leise ein, alles steigert sich und nach nur 3 Minuten ist „Maybe We’ll Heard“ auch schon zu Ende. Selten habe ich so einen schönen Einstieg in ein Album erlebt.

Die Platte „One, For Words“ vom Keston Cobblers Club ist voll davon, von Sahnestückchen, die leider alle viel zu schnell ein Ende finden. Die 5 Musiker bewegen sich mit ihrem Folk irgendwo zwischen Mumford & Sons, Beirut und Yann Tiersen. Das merkt man besonders bei meinem Lieblingssong „The Handless Man“:

Auch toll: „The Curve“.

Großartig! Nur leider immer zu schnell vorbei. Das ganze Album kann man hier kostenlos anhören.