Sigur Rós ist wieder da! Wie vor drei Tagen erst bekannt wurde, kommt schon am 28. Mai ihr 6. Studioalbum “Valtari” (Dampfwalze) in die Läden.
Hier schon mal die Single “Ekki múkk”.
Was ich da höre, erinnert mich sehr an eine Mischung aus Takk, ( ) und Ágætis byrjun. Nichts Neues also. Keine Weiterentwicklung wie noch mit (dem ersten Teil von) Með suð í eyrum við spilum endalaust. Und je länger ich das höre, desto schöner ist es zu wissen, dass Sigur Rós wieder da sind, aber es schwingt auch die leichte Befürchtung mit, von dem Album enttäuscht zu werden. Kaufen werde ich es mir aber wohl so oder so – um es im melancholischen Herbst hören. Und vielleicht wird die Tour 2012 ja auch noch ausgeweitet.
Die Exil-Dänen geben dem Wort “Indie” alles Gute zurück, das ihm ursprünglich einmal zustand. Alcoholic Faith Mission, zwei dem Weizenbier verfallene Dänen, die aus jeder Kiste Bier einen Song mischen. Diese Musik der mittlerweile sechsköpfigen Band lässt den Februar-Nebel endlich schön, melancholisch fein und nordisch düster erscheinen. Aller Melancholie zum Trotz schaffen sie es stets an den Punkt zu kommen, an dem sie sich über ihr Elend lustig machen können, was die Euphorie in ihrer Musik mehr als verdeutlicht. Dichte Songkonstrukte zwischen Indie und Electronica für Fans von Arcade Fire, Broken Social Scene und Efterklang! Ihre Musik ist eigen und schier magnetisch — einmal angezogen lässt sie kaum mehr los. So sind Alcoholic Faith Mission auf ihre ganz bescheidene, unaufdringliche Weise auf einem sicheren Weg, ihre Botschaft stetig weiter zu verbreiten bis sie hoffentlich die Aufmerksamkeit kriegen, die sie verdient haben.
Schon 2005 geschrieben und für From The Basement eingespielt, 2007 dann auf der Bonus-CD zu “In Rainbows” und als B-Seite zur Single “Jigsaw Falling Into Place” veröffentlicht.
Großartiges Stück!
Appliances have gone berserk
I cannot keep up
Treading on people’s toes
Snot-nosed little punk
And I can’t face the evening straight
You can’t offer me escape
Houses move and houses speak
If you take me there you’ll get relief
Relief, relief, relief…
And if I’m gonna talk
I just wanna talk
Please don’t interrupt
Just sit back and listen
Cause I can’t face the evening straight
And you can’t offer me escape
Houses move and houses speak
If you take me there you’ll get relief
relief, relief, relief, relief, relief…
Verdammt. Das Lightbox der WordPress-Galerie verträgt sich nicht mit dem Lightbox von myGallery. Und myGallery wird schon seit knapp 2 Jahren nicht mehr weiterentwickelt. Ich habe aber defacto über 50 myGallery-Galerien mit insgesamt etwa über 1.000 Fotos auf meiner Seite eingebunden. Die kann ich doch jetzt nicht alle auf ein neues Plugin umändern…
So, sind wir alle da? Schön, dann stehen wir jetzt mal auf und fassen uns alle gegenseitig an unsere eigenen Nasen. Auf drei geht’s los. Drei.
Guten Morgen Menschheit, er nennt sich der Käpt’n.
Er ist gekommen, um euch Rätsel zu rappen.
Rätsel eins: Wer bist du? Hast du uns schon erkannt?
Wer die Lösung kennt, hebt jetzt seine Hand.
Hier, hier, ich, ich! Falsch, mein Freund.
Oohhhh! Scheinbar hast du das beste Fach versäumt.
Nämlich: Selbstkunde oder Ichologie. Fach deiner eigenen Privatakademie,
Also nachholen, ausziehen, Rücken gerade, Kopf auf.
Hol deinen Block raus, ich diktier dir jetzt den Brockhaus.
Bist du bereit, dann geht es los, zieh deinen Rock aus,
denn wenn du dir den Arsch aufreißt, zieh ich dir da den Stock raus.
Denn es ist 1, 2, ding-dong, superduper Fragenfred.
Er fragt dich Laserfragen, hat n Anzug wo n F draufsteht,
und einen kleinen Rucksack voll mit Fragen Fragen Fragen
Fragen Fragen Fragen Fragen Fragen Fragen Fragen Fragen.
Und die fragt er dich, solange bis dir die Blase platzt.
Sein Name lautet Existenz, wahrscheinlich hat er Spaß.
Denn ohne Spaß macht ja selbst das Fragen keinen Spaß.
Quasi Spaß muss es ihm machen, denn sonst macht es ja keinen Spaß!
Also dieses Lied macht doch überhaupt gar keinen Sinn!
Ohne Spaß keinen Spaß, wo ist denn da die Logik drin?
Also wenn du schon mit Fragen kommst und eine Antwort magst,
dann bleibe doch bitte gefälligst seriös, während du fragst.
Also weg vom Spaß und zurück auf n Punkt.
Wer bin ich? Was bist du? Gibt es Herr? Gibt es Hund?
Ist die Suche für den Grund, für das Hirn ungesund?
Oder warum tun so viele hier so selbstverständlich kund:
Es gibt keine Rätsel. Geh zurück zu deinen Job.
Man ist das, was man tut, also tu nicht so als ob
es da noch was über uns rauszufinden gäbe.
Wie vermessen und wie kindisch, geh raus, Mann, und lebe.
Die einzige Verwirklichung des Menschen heißt Karriere.
Und so ziehen wir uns aus des Rätsels Affäre,
lassen uns nicht darauf ein, unser eigener Chef zu sein.
Wir lassen uns dominieren von fremdbestimmten Spielereien
wie Studium, Job, Kinder, Haus, Kinofilm und Fernsehquiz.
Was muss, das muss, denn es ist, wie es ist!
Na, dann lauft rum, kauft ein, guckt fern, trinkt Wein,
zieht die Decke über n Kopf und fangt leise an zu schreien.
Der Käpt’n wünscht einen angenehmen Trip.
Bei seinem nächsten Picknick nimmt er euch als Geisel mit.
Und dann mach ich euch fit und entleer euch das Glas,
und dann pump ich das voll mit Quellwasserspaß,
so rein und so klar und so fresh und so fein,
die Créme de la Créme von Spaß schenk ich ein.
Was? Oh, wie krass! Oh mein Gott, was ist das?
Ein komischer Freak erzählt mir was von Spaß.
Also gründlich untersucht: Hat sein Ärmel ein As?
Oder ist etwa das metaphorische Fass
welches du hier aufmachst, wie ne Feier ohne Gast,
so sinnlos und flach wie n Haus ohne Dach?
Erzähl mir nix von Existenz, erzähl mir nix von Spaß.
Und nicht, dass du damit mein Glas wieder voll machst.
Verleih dir hier nicht eigenmächtig einfach so die Vollmacht,
so ungeniert und unverblümt den Leuten zu erzählen…
Ball flach, Herz auf, ich will euch mit Liebe quälen.
Huuuhh! Er bringt uns Liebe! Schnell, erschießt ihn!
Jetzt tanzen wir uns gemeinsam ma die Sorgen aus m Kragen.
Und dann rennen wir auf die Straße und wir schreien unsere Fragen
volle Pulle in den Garten und ertragen,
dass die Nachbarn kein Humor für Fragen haben.
Und verzagen nie und nimmer, auch wenn ich Narben davontrage.
Werde ich mich nie beklagen, steht mir der Scheiß auch bis zum Kragen,
würd ich immer noch ein jeden von euch Freaks auf meinen beiden unbekleideten, bescheidenen und viel zu kleinen, kunterbunten Kinderschultern tragen.
Und werd euch, bis ich draufgeh, mit Tausenden und Abertausenden Armeen von ungelösten Existenzfragen plagen.
Ding, ding ding! Runde 2. Möge die bessere Frage gewinnen.
Zum Beispiel:
Wieso überhaupt? Und warum? Und weshalb?
Weswegen denn all das? Bin ich warm? Bist du kalt?
Bin ich doof? Seid ihr klug? Is mir schlecht? Geht’s mir gut?
Wissen wir viel zu viel oder wissen wir nicht genug?
Ich weiß nur eins, und ich weiß, dass du das auch weißt:
Bildung ist Erinnerung, die meistens um sich selbst kreist.
Intelligenz hat nichts mit Gedächtnis zu tun.
Hieß das 1930 nun Henne oder Huhn?
Oder Kaiser oder König oder Bauer oder Magd
oder Land, Republik, Monarchie oder Staat?
Ich will wirklich nichts gegen Faktenwissen sagen,
doch wir müssen uns erweitern und in andere Bereiche wagen.
Denn 90 Prozent der schulischen Beschäftigung
ist Auswendig lernen ohne innere Bekräftigung
der Dinge, die wir brauchen, wie Mut, Intuition,
Angstbewältigung und Kommunikation,
Atemtechniken und Muskelrelaxion.
Warum gibt’s das nicht als Fach? Diese Dinge würden sich lohnen.
Achtung, Achtung, Klasse. Nachdem wir uns jetzt alle gegenseitig an unsere eigenen Nasen gefasst haben, atmen wir tief durch die selbige ein und schreien 3-mal laut: “Hurra, ich bin ein fröhlicher Homo Sapiens”
Und wenn du jetzt anfängst, mir zu erzählen,
bei diesem Kram würde dir der Realismus fehlen,
dann kann ich leider nicht anders reagieren als mit lachen.
Denn Realität ist nicht statisch, Realität wird erschaffen.
Von dir und von mir und von uns und von allen.
Werfen wir den Besserwisser weg und tun uns den Gefallen,
einmal in diesem unserem Leben auszuprobieren,
loszulassen und die Scheiße positiv zu affirmieren.
Und geben wir nicht immer nur den anderen die Schuld.
Hören auf, uns selbst zu verfluchen und üben uns in Geduld.
Überkommen wir all die Scheiße mit Versagen und mit Schuld.
Fühl doch mal: wir sind mit Werten überfüllt.
Entleeren wir unseren Kopf und fangen noch mal bei Null an.
Werfen unser altes Leben von unseren Schultern.
Nehmen wir an, was wir sind, und erfinden wir uns neu.
Vereinen wir uns mit allem, trennen den Weizen von der Spreu.
Werden jedermanns Schüler, unser eigener Meister,
entspannen uns einmal völlig und erwecken unsere Geister.
Und wenn die einmal wach sind, willkommen im Klub.
Haben wir die mal erweckt, kriegen wir nie mehr genug.
Ja, dann machen wir uns locker, denn wir wissen, wir ham Zeit.
Denn zusammen mit den Dudes ist der Weg nicht mehr weit.
Und dann fragen wir uns Fragen gegenseitig, bis wir kotzen,
und neugeboren aus Babyaugen glotzen.
Wir machen das, bis es eine Wirkung zeigt,
bis unsere Krampf sich löst und unser kranker Körper heilt,
und unser Geist vom Leid befreit sich ungeniert im Raum verteilt
und frisch gebrühten Kaffee und n kostenlosen Keks verteilt.
Oh, danke. Zucker, Milch? Äh, beides? Kein Problem.
Und dann streicheln wir uns gegenseitig zärtlich das Hirn und
bieten unseren Teufeln freundlich die Stirn und
wir lassen sie sich lösen in nem Ball aus Licht,
wir erschaffen das zusammen, also fürchte dich nicht.
Und Finger in die Wunde. Schwanz auf n Tisch.
Herz auf die Zunge, die Karten sind gemischt.
Wir können noch Hundert Jahre ein auf Stolz und Ehre machen:
Du hast angefangen, nein du, lass uns n Krieg entfachen.
So komm wir doch nicht weiter, das weiß doch jedes Kind.
Es wird Zeit für Harmonie, mein Freund, sonst sterben wir noch blind.
Also feier den Scheiß, so komisch es klingt,
und tanz einfach ab zu jedem Song, der swingt,
und gib Applaus für jedes Ding, das lebt,
das augenscheinlich unbelebt und unbewegt in Ecken steht.
Denn alles, was man sieht, ist durchdrungen von Leben.
Es ist dasselbe Leben, durch das Planeten schweben.
Es ist dasselbe Leben in den Onkels wie den Tanten.
Es ist dasselbe Leben in nem Straßenhydranten.
Es schwingt dasselbe Leben im Wasser wie im Brot.
Und es lebt dasselbe Leben in der Freude wie der Not.
Dasselbe Leben tobt in Weiß und in Rot
und in Eis und in Kot und in Pflicht und Verbot.
Und es ist dasselbe Leben im Leben wie im Tod.
In der Null wie der Eins, wie im Schatten und im Licht.
Im übrigen die Lösung des Rätsels lautet…
Oder: Fünf Leute und eine Gitarre. Oder: Multiplayer. Walk off the Earth haben Gotye gecovert. Das Original ist schon toll, aber was die Jungs und das Mädel da hinbekommen haben, ist fantastisch. Hochgeladen wurde das Video erst vor vier Tagen, am 05.01., bis jetzt wurde es über 4,5 Millionen Mal angeklickt. Ständig postet es ein weiterer Freund bei Facebook. Auf jeden Fall ein schöner Jahresauftakt!
Januar. Der Schnee aus dem Dezember ist geschmolzen, es gibt ein imposantes Hochwasser. Es ist Dunkel und kalt. Wir kuscheln uns eng zusammen.
Februar. Ein Kurztrip nach Mainz und Wiesbaden. Ein Spaziergang auf der Autobahn. Moddi spielt sich mit dem Konzert des Jahres in unsere Herzen.
März. Ich fange an, wieder Volleyball zu spielen. Warme Wochenenden lassen uns am Rhein und im Park liegen. Von ihrem Kopfkino bekomme ich nichts mit.
April. Meine Schwester wird Kölnerin. Der Sommer ist da, wir liegen immer öfter mit kurzen Hosen im Park. Die Küsse werden kühler und weniger.
Mai. Es knackt, danach gibt es kein “Wir” mehr. Ich helfe eine Wohnung streichen, fahre ans Meer, gehe Trommeln.
Juni. Ein Roadtrip nach Baden-Baden. Ich lerne einen neuen guten Freund kennen und höre nach über 15 Jahren auf zu rauchen.
Juli. Drei Tage Traumzeitfestival zwischen Hochöfen und gigantischen Hallen. Wir führen ein letztes Telefonat. Ich kaufe mir ein Rennrad, liege im Park und freue mich auf meinen Urlaub.
August. Der Sommer ist vorbei und ich habe Urlaub. Endlich. Aber statt an den Atlantik fahre ich zuerst nach Rees, aufs Haldern Pop. Danach in die Schweiz und dann nach Konstanz an den Bodensee. Mit Freunden ausspannen, die Seele baumeln lassen, auf andere Gedanken kommen.
September. Ich stolper auf einer Party über Vergangenes und verpiss mich. “Mampfn und Saufn” wird kurz ins Leben gerufen. Ich fange bei einem weiteren Team an, Volleyball zu spielen. Ich gönne mir eine neue Brille. Es wird herbstlicher, wir gehen im Wald spazieren. Seit 3 Monaten bin ich Nichtraucher.
Oktober. Ich besuche Antwerpen und fünf Konzerte. Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite. Ich mache Bandfotos.
November. Ich bin auf 5 weiteren Konzerten und genieße das aufziehende Grau des Winters. Weggehen, feiern und Nächte durchmachen heißt das Motto. Ich bastel mir ein neues Gewand für mein Blog.
Dezember. Ich verlege meine Geburtstagsparty in den Sommer und gehe stattdessen in die Therme. Seit sechs Monaten rauche ich schon nicht mehr. Auf einmal steht sie da. Weihnachten kann kommen. Ich freue mich aufs nächste Jahr – und auf das Wiedersehen.