Tour de Ruhr
Der RuhrtalRadweg. 230 Kilometer. Von der Quelle bis zur Mündung. Von Winterberg bis Duisburg-Ruhrort. Ein Reisebericht.

Der RuhrtalRadweg. 230 Kilometer. Von der Quelle bis zur Mündung. Von Winterberg bis Duisburg-Ruhrort. Ein Reisebericht.
Vielleicht erinnert sich noch einer an die Auseinandersetzung von vor einem Jahr mit unserem Hausmeister: Sie haben kein Recht. Wie es damals weiterging, wollte ich eigentlich auch bloggen, es ist damals aber untergegangen.
Hier nun die Fortsetzung.
Diesen Zettel hatten wir ziemlich bald nach der ersten Auseinandersetzung (so im November 2007) im Briefkasten.
Betrifft
Abstellen von Fahrräder
Die besten Plätze haben diese ! die nicht benutzt werden.
z.B. Graues-Rad (altes) Damen. auf dem Hof.
Herrn-Rad,Aufschrift Nazi hat defekt also nicht fahrbereit.
P.S. soll noch drauf schreiben Egoist!!!
Nur benutzte Räder auf Hof + Keller!
zum Lagern in den Privat Keller
m.f.G. So
Und das kam so: Das graue Damenrad gehört Christine, die damit täglich zur Arbeit fährt. Es sieht alt aus, aber es ist täglich in Benutzung. Keine Ahnung, wie er darauf kommt, dass es nicht benutzt wird.
Mein Rad hatte einen Platten und stand gerade mal 24 h unbewegt unter der Treppe im Keller (wo es immer steht), weil ich an dem Tag nicht dazu kam, mir einen neuen Schlauch zu kaufen. Und die Aufschrift “Nazi”? Augen auf. verehrter Hausmeister! Auf dem Aufkleber sieht man ein Piktogramm-Männchen, was ein Hakenkreuz in den Müll wirft, die Aufschrift lautet “Gegen Nazis”.
Ich habe mein Rad am nächsten Tag repariert und wollte ihm eigentlich einen zuckersüßen Entschuldigungsbrief schreiben, der so vor Arschkriecherei trieft, dass es jeder merken würde, bloß er wahrscheinlich nicht. Leider bin ich ihm vorher eines Abends im Treppenhaus begegnet und es entstand eine skurrile Situation:
Er war schon an mir vorbei, als ich ihn ansprach, dass mein Rad gerade 24h kaputt war und was das mit dem Zettel sollte. Im Verlaufe des “Gespräches” ging auf einmal das Treppenhauslicht aus. Alles dunkel. Ich stand auf halben Wege nach oben, er stand unten neben dem Schalter, aber er bewegte sich kein bisschen. Also bin ich einen Treppenabsatz weiter nach oben, um das Licht wieder anzumachen und dann wieder runter, um ihn anzuschauen, wenn ich mit ihm rede. Das passierte noch so zwei oder drei Mal. Als ich ihn auf den “Egoist” ansprach, was ich auf den Aufkleber schreiben sollte, bekam ich zu hören, dass ich/wir (die WG) ja noch grün hinter den Ohren seien, Studenten könnten sich solche Aussagen und Meinungen doch gar nicht erlauben. Ich habe dann laut angefangen zu lachen, ja, ich habe ihn förmlich ausgelacht. Ich habe ihn gefragt, ob er überhaupt wisse, dass aus unserer WG keiner mehr studieren würde und fragte, ob er wisse, was er da gerade gesagt habe. Dabei musste ich einfach weiter lachen. Er hat dann nicht mehr drauf geantwortet, hat mich stehen gelassen und ist in den Keller abgehauen. Auch ne Art. Wenigstens hat er mich/uns danach weitestgehend in Ruhe gelassen.
Irgendwann im Sommer ist er dann noch mal mit Ralf aneinandergeraten im Hof, als es wieder um die Platzfrage ging, und er sagte zu Ralf: “Leute wie Sie muss man klein kriegen!”. Ralf hat herzlich gelacht und erwidert: “Das kann ich nur zurückgeben.” Man merkte deutlich, dass er das nicht gerafft hatte. Es knackte in seinem Hirn, aber er fand keine Antwort mehr und ließ Ralf einfach stehen.
Und jetzt gerade (deswegen schreibe ich das hier ja überhaupt) kam die Fortsetzung. Ralf kam ganz aufgeregt rein und war sichtlich stolz. “Ich habe auch einen Zettel!”
Der Hauseigentümer sagt keiner stellt was auf den Hof!!!
Ich habe ihnen erlaubt 2 Fahrzeuge!!!
Daß einzige was ich verlange ! daß Sie sich klein machen!!!
Ihr Hausmeister
Dabei geht es darum, dass Ralf neben seinem Fahrrad auch einen Roller im Hof stehen hat. Der ist mit einer Plane gegen Regen geschützt, und schon letzte Woche hat er Ralf mündlich mitgeteilt, dass ihm das gar nicht gefällt. Da würde sich doch Wasser und Laub sammeln auf der Plane. Nein, das würde ihm gar nicht gefallen.
Ich frage mich, wo das Problem ist, denn außer Rad und Roller von Ralf steht nichts von uns im Hof (Natürlich noch jede Menge andere Räder von anderen Mietern hier). Vielleicht auch ab und an das Rad von Christine, und meins, wenn ich einkaufen war und später zur Arbeit fahre, aber ansonsten stehen unsere Räder im Keller…
Auf jeden Fall ist Ralf mächtig stolz, jetzt auch einen Liebesbrief von unserem Hausmeister zu haben. Der hängt jetzt (der Zettel, nicht der Hausmeister) neben den anderen Zetteln in der Küche und sorgt für Belustigung, wann immer Gäste die lesen.
Mal sehen, wann wir den nächsten Zettel aufhängen können…
Es ist schon ein paar Tage her, und endlich schaffe ich es, euch Bilder zu präsentieren. Wir sind mit dem Rad die Mosel rauf gefahren, in drei Tagen 180 km. Leider hat es den letzten Tag so arg geregnet, dass wir es nicht mehr ganz bis Trier geschafft haben. Trotzdem war es sehr schön.
Noch mehr Bilder gibt es hier.
Die prägnantesten Eindrücke:
Das Moseltal ist Deutschlands längster Campingplatz für Wohnmobile und -wagen.
Alles ist fest in holländischer Hand. Sogar an zu veräußernden Immobilien steht “Te koop” dran.
Der Riesling ist ein Gedicht!
Die Landschaft ist wirklich schön – wenn es nicht regnet.
Als nächstes würde ich gerne den RuhrtalRadweg fahren.
Ich war heute mal wieder mit dem Fahrrad da.
Die Bilder sind übrigens HDRIs (das von Maastricht auch). Mehr dazu erzähle ich demnächst mal…
Dieser Tage wird man zugemüllt mit Jahres-Rückblicken aller Art. Hier ist meiner:
http://blog.janeidens.de/das-war-2006
…hat nix zu tun in Köln. Oder wie darf ich das verstehen:
Auf meinem Weg zur Arbeit kam ich jeden Tag (als ich noch zur Zwischenmiete gewohnt habe) am Barbarossa-Platz vorbei. Um das Weg-Zeit-Komfort-Verhältnis mit dem Fahrrad optimal auszunutzen, bin ich immer so 100 Meter bis zur nächsten Ampel auf der falschen Seite der Straße gefahren. Da dort der Fahrradweg stark frequentiert wird, musste ich meistens auf den Bürgersteig ausweichen. Und was sah ich in der ersten Woche? Zwei Polizisten standen dort und schrieben einen Fußgänger auf. Ich konnte noch gerade so absteigen und anfangen, mein Rad zu scheiben, als der böse Blick des Gesetzes mich streifte auf der Suche nach weiteren Verkehrssündern. Dass die Gesetzeshüter nicht durch Zufall da waren wurde mir erst bewusst, als ich an der Ampel stand und gegenüber ebenfalls zwei Polizisten erblickte. Schräg gegenüber das selbe Spiel. Insgesamt waren rund um den Platz an den diversen Ampeln bestimmt zehn oder mehr Bullen damit beschäftigt, Fußgängern und Radfahrern Kohle abzuknöpfen, weil sie bei Rot die Straße querten. Na gut, einmalige Aktion, weil gerade Ferien sind, dachte ich mir. Nur drei Tage später das selbe Spiel!
Ich habe in dem Monat, den ich diesen Weg gefahren bin, insgesamt vier Mal die Bullen da stehen sehen. Haben die nichts besseres zu tun?
Nun muss ich aber auch erwähnen, dass rote Ampeln in Köln nur eine Empfehlung sind. Fußgänger halten sich überhaupt nicht daran, Radfahrer nur begrenzt und ich habe auch schon einige Autos – gerade Abends – einfach so über rote Ampeln fahren sehen. Insofern haben sich die Aktionen der Polizei für die Stadtkasse bestimmt gelohnt.
Wie man hier als Radfahrer so überlebt, das erzähle ich euch ein anderes Mal.
Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit. Leider habe ich keine Tacho, sonst würde ich hier wieder mit Statistiken aufwarten (km, gesamt, pro Woche, am Tag, Zeit, etc…). Ich brauche so etwa 20 Minuten, je nach Ampelschaltung und wie ich so drauf bin.
Dass ich mit dem Fahrrad fahre, hat 2 Gründe: Erstens habe ich noch nie ein Auto besessen – einen Führerschein nenne ich allerdings mein eigen – und Zweitens bekomme ich kein “Job-Ticket”. Die KVB bieten Monatskarten an, welche vom Arbeitgeber subventioniert werden. Normaler Preis 80 Euro. Je größer der Betrieb, desto billiger. Mein Arbeitgeber drückt den Preis auf sagenhafte 18 Euro pro Monat! Der Haken: Man muss mindestens einen Jahresvertrag haben bzw schon ein Jahr beim WDR beschäftigt sein.
Also fahre ich weiter Rad. Leider regnete es heute den ganzen Tag. Klitschnass kam ich im Büro an und klitschnass war ich wieder zu Hause. Morgen nehme ich mir eine Ersatzhose mit kaufe ich mir eine Regenhose.