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JanBob blogt

Fahr Rad

Critical Mass Köln

Geschrieben am 25. Juli 2014

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Es ist fast schon wie ein Ritual. Jeden letzten Freitag im Monat. Auch heute wieder. Man putzt sein Fahrrad, checkt den Reifendruck, die Klingel, das Licht. Man zieht seine besten Fahrradklamotten an. Man schneidet sich die Fingernägel, kämmt sich die Haare. Dann fährt man gemächlich zum Rudolfplatz. Und um 18 Uhr rollt der Tross los. Irgendwo hin. Quer durch die Stadt. Im Winter zwischen 100 und 200, im Sommer zuletzt 600 Menschen auf ihren Fahrrädern. Und alle sind dabei. Touren- und Hollandräder, Fixies, Rennräder, Rikschas, Anhänger mit Kindern oder Tieren drin, Lastenräder, auch mit Musik, Liegeräder, Dreiräder, Selbstbauten und Eigenkreationen. Junge Menschen, alte Menschen, Frauen, Männer, Kinder. Jeder liebt sein Rad und insbesondere das Radfahren. Uns allen gemein ist der Wunsch nach mehr Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt im Straßenverkehr. Klingelnd gondeln wir über Kreuzungen und durch die Gassen. Wir gelten als Verband und dürften somit auf der Straße fahren. Und wenn der erste von uns bei grün über die Kreuzung fährt, dürfen alle anderen hinterher (StVO § 27). Wir fahren langsam, damit keine Lücken in der Masse entstehen, in die Autos schlüpfen könnten. Aber wir sind keine Demonstration, wir machen keine Politik, niemand führt die Gruppe an. Wir fahren einfach Rad. „Wir stören nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr.“ Und wenn auch nur ein Autofahrer mehr beim nächsten Mal abbiegen an den Schulterblick denkt, haben wir schon gewonnen.

Die Critical Mass gibt es jeden letzten Freitag im Monat, nicht nur in Köln. Wann fährst Du mal mit?

2011 – Ein Rückblick

Geschrieben am 23. Dezember 2011

Januar. Der Schnee aus dem Dezember ist geschmolzen, es gibt ein imposantes Hochwasser. Es ist Dunkel und kalt. Wir kuscheln uns eng zusammen.

Februar. Ein Kurztrip nach Mainz und Wiesbaden. Ein Spaziergang auf der Autobahn. Moddi spielt sich mit dem Konzert des Jahres in unsere Herzen.

März. Ich fange an, wieder Volleyball zu spielen. Warme Wochenenden lassen uns am Rhein und im Park liegen. Von ihrem Kopfkino bekomme ich nichts mit.

April. Meine Schwester wird Kölnerin. Der Sommer ist da, wir liegen immer öfter mit kurzen Hosen im Park. Die Küsse werden kühler und weniger.

Mai. Es knackt, danach gibt es kein „Wir“ mehr. Ich helfe eine Wohnung streichen, fahre ans Meer, gehe Trommeln.

Juni. Ein Roadtrip nach Baden-Baden. Ich lerne einen neuen guten Freund kennen und höre nach über 15 Jahren auf zu rauchen.

Juli. Drei Tage Traumzeitfestival zwischen Hochöfen und gigantischen Hallen. Wir führen ein letztes Telefonat. Ich kaufe mir ein Rennrad, liege im Park und freue mich auf meinen Urlaub.

August. Der Sommer ist vorbei und ich habe Urlaub. Endlich. Aber statt an den Atlantik fahre ich zuerst nach Rees, aufs Haldern Pop. Danach in die Schweiz und dann nach Konstanz an den Bodensee. Mit Freunden ausspannen, die Seele baumeln lassen, auf andere Gedanken kommen.

September. Ich stolper auf einer Party über Vergangenes und verpiss mich. „Mampfn und Saufn“ wird kurz ins Leben gerufen. Ich fange bei einem weiteren Team an, Volleyball zu spielen. Ich gönne mir eine neue Brille. Es wird herbstlicher, wir gehen im Wald spazieren. Seit 3 Monaten bin ich Nichtraucher.

Oktober. Ich besuche Antwerpen und fünf Konzerte. Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite. Ich mache Bandfotos.

November. Ich bin auf 5 weiteren Konzerten und genieße das aufziehende Grau des Winters. Weggehen, feiern und Nächte durchmachen heißt das Motto. Ich bastel mir ein neues Gewand für mein Blog.

Dezember. Ich verlege meine Geburtstagsparty in den Sommer und gehe stattdessen in die Therme. Seit sechs Monaten rauche ich schon nicht mehr. Auf einmal steht sie da. Weihnachten kann kommen. Ich freue mich aufs nächste Jahr – und auf das Wiedersehen.

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