Käptn Peng – Werbistich

So, sind wir alle da? Schön, dann stehen wir jetzt mal auf und fassen uns alle gegenseitig an unsere eigenen Nasen. Auf drei geht’s los. Drei.

Guten Morgen Menschheit, er nennt sich der Käpt’n.
Er ist gekommen, um euch Rätsel zu rappen.
Rätsel eins: Wer bist du? Hast du uns schon erkannt?
Wer die Lösung kennt, hebt jetzt seine Hand.

Hier, hier, ich, ich! Falsch, mein Freund.
Oohhhh! Scheinbar hast du das beste Fach versäumt.
Nämlich: Selbstkunde oder Ichologie. Fach deiner eigenen Privatakademie,

Also nachholen, ausziehen, Rücken gerade, Kopf auf.
Hol deinen Block raus, ich diktier dir jetzt den Brockhaus.
Bist du bereit, dann geht es los, zieh deinen Rock aus,
denn wenn du dir den Arsch aufreißt, zieh ich dir da den Stock raus.

Denn es ist 1, 2, ding-dong, superduper Fragenfred.
Er fragt dich Laserfragen, hat n Anzug wo n F draufsteht,
und einen kleinen Rucksack voll mit Fragen Fragen Fragen
Fragen Fragen Fragen Fragen Fragen Fragen Fragen Fragen.
Und die fragt er dich, solange bis dir die Blase platzt.
Sein Name lautet Existenz, wahrscheinlich hat er Spaß.
Denn ohne Spaß macht ja selbst das Fragen keinen Spaß.
Quasi Spaß muss es ihm machen, denn sonst macht es ja keinen Spaß!

Also dieses Lied macht doch überhaupt gar keinen Sinn!
Ohne Spaß keinen Spaß, wo ist denn da die Logik drin?
Also wenn du schon mit Fragen kommst und eine Antwort magst,
dann bleibe doch bitte gefälligst seriös, während du fragst.

Also weg vom Spaß und zurück auf n Punkt.
Wer bin ich? Was bist du? Gibt es Herr? Gibt es Hund?
Ist die Suche für den Grund, für das Hirn ungesund?
Oder warum tun so viele hier so selbstverständlich kund:

Es gibt keine Rätsel. Geh zurück zu deinen Job.
Man ist das, was man tut, also tu nicht so als ob
es da noch was über uns rauszufinden gäbe.
Wie vermessen und wie kindisch, geh raus, Mann, und lebe.
Die einzige Verwirklichung des Menschen heißt Karriere.

Und so ziehen wir uns aus des Rätsels Affäre,
lassen uns nicht darauf ein, unser eigener Chef zu sein.
Wir lassen uns dominieren von fremdbestimmten Spielereien
wie Studium, Job, Kinder, Haus, Kinofilm und Fernsehquiz.

Was muss, das muss, denn es ist, wie es ist!

Na, dann lauft rum, kauft ein, guckt fern, trinkt Wein,
zieht die Decke über n Kopf und fangt leise an zu schreien.
Der Käpt’n wünscht einen angenehmen Trip.
Bei seinem nächsten Picknick nimmt er euch als Geisel mit.
Und dann mach ich euch fit und entleer euch das Glas,
und dann pump ich das voll mit Quellwasserspaß,
so rein und so klar und so fresh und so fein,
die Créme de la Créme von Spaß schenk ich ein.

Was? Oh, wie krass! Oh mein Gott, was ist das?
Ein komischer Freak erzählt mir was von Spaß.
Also gründlich untersucht: Hat sein Ärmel ein As?
Oder ist etwa das metaphorische Fass
welches du hier aufmachst, wie ne Feier ohne Gast,
so sinnlos und flach wie n Haus ohne Dach?
Erzähl mir nix von Existenz, erzähl mir nix von Spaß.
Und nicht, dass du damit mein Glas wieder voll machst.
Verleih dir hier nicht eigenmächtig einfach so die Vollmacht,
so ungeniert und unverblümt den Leuten zu erzählen…

Ball flach, Herz auf, ich will euch mit Liebe quälen.
Huuuhh! Er bringt uns Liebe! Schnell, erschießt ihn!

Jetzt tanzen wir uns gemeinsam ma die Sorgen aus m Kragen.
Und dann rennen wir auf die Straße und wir schreien unsere Fragen
volle Pulle in den Garten und ertragen,
dass die Nachbarn kein Humor für Fragen haben.
Und verzagen nie und nimmer, auch wenn ich Narben davontrage.
Werde ich mich nie beklagen, steht mir der Scheiß auch bis zum Kragen,
würd ich immer noch ein jeden von euch Freaks auf meinen beiden unbekleideten, bescheidenen und viel zu kleinen, kunterbunten Kinderschultern tragen.
Und werd euch, bis ich draufgeh, mit Tausenden und Abertausenden Armeen von ungelösten Existenzfragen plagen.

Ding, ding ding! Runde 2. Möge die bessere Frage gewinnen.

Zum Beispiel:
Wieso überhaupt? Und warum? Und weshalb?
Weswegen denn all das? Bin ich warm? Bist du kalt?
Bin ich doof? Seid ihr klug? Is mir schlecht? Geht’s mir gut?
Wissen wir viel zu viel oder wissen wir nicht genug?

Ich weiß nur eins, und ich weiß, dass du das auch weißt:
Bildung ist Erinnerung, die meistens um sich selbst kreist.
Intelligenz hat nichts mit Gedächtnis zu tun.
Hieß das 1930 nun Henne oder Huhn?
Oder Kaiser oder König oder Bauer oder Magd
oder Land, Republik, Monarchie oder Staat?
Ich will wirklich nichts gegen Faktenwissen sagen,
doch wir müssen uns erweitern und in andere Bereiche wagen.

Denn 90 Prozent der schulischen Beschäftigung
ist Auswendig lernen ohne innere Bekräftigung
der Dinge, die wir brauchen, wie Mut, Intuition,
Angstbewältigung und Kommunikation,
Atemtechniken und Muskelrelaxion.
Warum gibt’s das nicht als Fach? Diese Dinge würden sich lohnen.

Achtung, Achtung, Klasse. Nachdem wir uns jetzt alle gegenseitig an unsere eigenen Nasen gefasst haben, atmen wir tief durch die selbige ein und schreien 3-mal laut: “Hurra, ich bin ein fröhlicher Homo Sapiens”

Und wenn du jetzt anfängst, mir zu erzählen,
bei diesem Kram würde dir der Realismus fehlen,
dann kann ich leider nicht anders reagieren als mit lachen.
Denn Realität ist nicht statisch, Realität wird erschaffen.

Von dir und von mir und von uns und von allen.
Werfen wir den Besserwisser weg und tun uns den Gefallen,
einmal in diesem unserem Leben auszuprobieren,
loszulassen und die Scheiße positiv zu affirmieren.

Und geben wir nicht immer nur den anderen die Schuld.
Hören auf, uns selbst zu verfluchen und üben uns in Geduld.
Überkommen wir all die Scheiße mit Versagen und mit Schuld.
Fühl doch mal: wir sind mit Werten überfüllt.

Entleeren wir unseren Kopf und fangen noch mal bei Null an.
Werfen unser altes Leben von unseren Schultern.
Nehmen wir an, was wir sind, und erfinden wir uns neu.
Vereinen wir uns mit allem, trennen den Weizen von der Spreu.
Werden jedermanns Schüler, unser eigener Meister,
entspannen uns einmal völlig und erwecken unsere Geister.

Und wenn die einmal wach sind, willkommen im Klub.
Haben wir die mal erweckt, kriegen wir nie mehr genug.
Ja, dann machen wir uns locker, denn wir wissen, wir ham Zeit.
Denn zusammen mit den Dudes ist der Weg nicht mehr weit.

Und dann fragen wir uns Fragen gegenseitig, bis wir kotzen,
und neugeboren aus Babyaugen glotzen.
Wir machen das, bis es eine Wirkung zeigt,
bis unsere Krampf sich löst und unser kranker Körper heilt,
und unser Geist vom Leid befreit sich ungeniert im Raum verteilt
und frisch gebrühten Kaffee und n kostenlosen Keks verteilt.

Oh, danke. Zucker, Milch? Äh, beides? Kein Problem.

Und dann streicheln wir uns gegenseitig zärtlich das Hirn und
bieten unseren Teufeln freundlich die Stirn und
wir lassen sie sich lösen in nem Ball aus Licht,
wir erschaffen das zusammen, also fürchte dich nicht.

Und Finger in die Wunde. Schwanz auf n Tisch.
Herz auf die Zunge, die Karten sind gemischt.
Wir können noch Hundert Jahre ein auf Stolz und Ehre machen:
Du hast angefangen, nein du, lass uns n Krieg entfachen.

So komm wir doch nicht weiter, das weiß doch jedes Kind.
Es wird Zeit für Harmonie, mein Freund, sonst sterben wir noch blind.
Also feier den Scheiß, so komisch es klingt,
und tanz einfach ab zu jedem Song, der swingt,
und gib Applaus für jedes Ding, das lebt,
das augenscheinlich unbelebt und unbewegt in Ecken steht.
Denn alles, was man sieht, ist durchdrungen von Leben.
Es ist dasselbe Leben, durch das Planeten schweben.
Es ist dasselbe Leben in den Onkels wie den Tanten.
Es ist dasselbe Leben in nem Straßenhydranten.
Es schwingt dasselbe Leben im Wasser wie im Brot.
Und es lebt dasselbe Leben in der Freude wie der Not.
Dasselbe Leben tobt in Weiß und in Rot
und in Eis und in Kot und in Pflicht und Verbot.
Und es ist dasselbe Leben im Leben wie im Tod.

In der Null wie der Eins, wie im Schatten und im Licht.
Im übrigen die Lösung des Rätsels lautet…

2011 – Ein Rückblick

Januar. Der Schnee aus dem Dezember ist geschmolzen, es gibt ein imposantes Hochwasser. Es ist Dunkel und kalt. Wir kuscheln uns eng zusammen.

Februar. Ein Kurztrip nach Mainz und Wiesbaden. Ein Spaziergang auf der Autobahn. Moddi spielt sich mit dem Konzert des Jahres in unsere Herzen.

März. Ich fange an, wieder Volleyball zu spielen. Warme Wochenenden lassen uns am Rhein und im Park liegen. Von ihrem Kopfkino bekomme ich nichts mit.

April. Meine Schwester wird Kölnerin. Der Sommer ist da, wir liegen immer öfter mit kurzen Hosen im Park. Die Küsse werden kühler und weniger.

Mai. Es knackt, danach gibt es kein “Wir” mehr. Ich helfe eine Wohnung streichen, fahre ans Meer, gehe Trommeln.

Juni. Ein Roadtrip nach Baden-Baden. Ich lerne einen neuen guten Freund kennen und höre nach über 15 Jahren auf zu rauchen.

Juli. Drei Tage Traumzeitfestival zwischen Hochöfen und gigantischen Hallen. Wir führen ein letztes Telefonat. Ich kaufe mir ein Rennrad, liege im Park und freue mich auf meinen Urlaub.

August. Der Sommer ist vorbei und ich habe Urlaub. Endlich. Aber statt an den Atlantik fahre ich zuerst nach Rees, aufs Haldern Pop. Danach in die Schweiz und dann nach Konstanz an den Bodensee. Mit Freunden ausspannen, die Seele baumeln lassen, auf andere Gedanken kommen.

September. Ich stolper auf einer Party über Vergangenes und verpiss mich. “Mampfn und Saufn” wird kurz ins Leben gerufen. Ich fange bei einem weiteren Team an, Volleyball zu spielen. Ich gönne mir eine neue Brille. Es wird herbstlicher, wir gehen im Wald spazieren. Seit 3 Monaten bin ich Nichtraucher.

Oktober. Ich besuche Antwerpen und fünf Konzerte. Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite. Ich mache Bandfotos.

November. Ich bin auf 5 weiteren Konzerten und genieße das aufziehende Grau des Winters. Weggehen, feiern und Nächte durchmachen heißt das Motto. Ich bastel mir ein neues Gewand für mein Blog.

Dezember. Ich verlege meine Geburtstagsparty in den Sommer und gehe stattdessen in die Therme. Seit sechs Monaten rauche ich schon nicht mehr. Auf einmal steht sie da. Weihnachten kann kommen. Ich freue mich aufs nächste Jahr – und auf das Wiedersehen.

Eine kleine Reise

Es ist dunkel, abends. Die Stadt ist mir fremd, ich kenn mich nicht aus. Ich habe zwar einen Stadtplan in meiner Tasche, aber trotzdem ist da diese unterbewusste Aufgeregtheit. Wohin führt diese Straße? Bin ich hier richtig? Hätte ich doch lieber ein Taxi nehmen sollen? Alles ist so neu, so unangeschaut. Fiese Gestalten kommen mir entgegen. Brust raus und so tun, als sei man hier heimisch. Und doch wandert der Blick die ganze Zeit hin und her. Die Augen auf dem Bordstein, an der Hausfassade, in den Fenstern der Wohnungen. Ich suche die Namenschilder der Straßen, entdecke den Eingang, checke ein. Wieder draußen ist es noch kälter geworden. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühle ich den Winter nahen. Es riecht förmlich nach ihm. Kalte Luft kitzelt meine Nase, der Geruch von verbranntem Holz steigt auf. Ich stecke die Hände tiefer in die Taschen und frage mich, warum ich für diesen Geruch erst ins Ausland fahren musste? Um die Ecke wieder eine neue Welt. Im Schaufenster Demo-Bekleidung für den Schwarzen Block. Eins weiter bunteste Kleider für den Sommer. Ich muss noch mal wiederkommen, tagsüber und mit viel Geld, denke ich mir. Ich schaue aufs Wasser und esse eine Tüte Pommes Spezial.
Am Ende des nächsten Tages laufe ich vom Veranstaltungsort zurück zum Bahnhof. Jetzt weiß ich, wo ich lang muss, und schon fühlt man sich gar nicht mehr so fremd. Die Sonne flirrt über der Stadt, statt Herbst riecht es nach Frühling.
Der Thalys rollt ein. Ich stelle fest, dass er nichts anderes als ein rot angemalter TGV. Und dass der Schaffner hier “Train Manager Michael” heißt.
Die blonde Frau, mit dem Rücken zu mir eine Sitzreihe weiter, packt ihr MacBook aus, versucht erst ins Internet zu kommen und klickt dann alle Programm einmal durch. Als sie ein Webcamprogramm startet, kann ich ihr Gesicht über den ganzen Bildschirm sehen. Sie guckt erschrocken und schließt das Programm schnell wieder. Dann versucht sie erfolglos, eine DVD zu starten. Sie tauscht die DVD gegen eine Musik-CD, aber iTunes gibt nur Fehlermeldungen aus. Entnervt fängt sie an, Schach gegen den Computer zu spielen, wobei sie in der ersten Partie wahllos Figuren irgendwohin zieht und in der zweiten sich jeden Zug vorschlagen lässt. Dann wird mir das Zugucken langweilig, ich lese weiter.
Zurück in Köln laufe ich auch durch ein paar Straßen, aber so sehr ich mich auch bemühe, hier ist alles abgegrast, nichts Neues will sich einstellen. Ich sollte öfter alleine in eine fremde Stadt fahren. Dann aber mit mehr Zeit und ohne tagfüllendes Programm.

Les-Bar VI

Lang ists her. Hier mal wieder ein paar neue Netzlesetipps:

Facebook löscht nicht zuverlässig
Ein Wiener Student will sehen, welche Daten er in drei Jahren bei Facebook hinterlassen hat. Das Ergebnis: 1.200 DIN-A4-Seiten und einige unangenehme Überraschungen.

Siegfried Kauder und der Große Bär
Sascha Lobo über das Urheberrecht und den Vorsitzenden des Rechtsausschusses Kauder

Das wahre Leben im Netz
Stefan Niggemeier mit einer Analyse der Cybergesellschaft.

Dann noch ein Erklärvideo: Der Staatstrojaner in dreieinhalb Minuten (via netzpolitik.org)

Und zum Schluss noch ein Linktipp für Nachrichten aus Köln: http://www.elfnachelf.de/
Und für Nachrichten aus der Südstadt im Speziellen: http://www.meinesüdstadt.de/

Herbstanfang, melancholischer


In den letzten Tagen hat die Sonne noch mal alles gegeben. Ich habe es mir genommen. Und genossen. Im Park liegen, lesen, schlafen, gucken, nichts tun. Wenn ich ankam, war die Wiese noch feucht und leer. Wenn ich gegangen bin, wurde es langsam dunkel und es gab zwischen all den Grillern und Sonnenanbetern kaum ein freies Plätzchen mehr.
Das ist nun vorbei. Heute ist es zwar noch mal warm, aber der Wind hat schon zugenommen, treibt Regenwolken vor sich her. Ich sitze in meiner Wohnung und denke, es regnet. Aber in Wirklichkeit sind es die Blätter draußen. Ein konstanter Strom vertrockneter gelber, brauner und roter Blätter, die über die Autodächer wehen, über den Asphalt, die mit sich selbst tanzen und dabei rauschen, als würde es beständig regnen.
Vorbei ist es mit dem Sommer, der angeblich keiner war. Für mich war es schon einer. Aber über all den schönen Momenten, die ich erlebt habe in diesen Monaten, über all den Erinnerungen, den Erlebnissen, über allem lag ein dunkles Tuch, eine Traurigkeit, die mich daran gehindert hat, es wirklich als schön zu empfinden. Nicht, dass ich keinen Spaß gehabt hätte. Aber es war ein ständiges Wechselspiel von Freude und Trauer. Ein Auf und Ab. Ein Hin und Her. Die Trauer nimmt ab, das Ab, das Her, es schwindet, mal mehr, mal weniger, aber fast jeden Tag ein bisschen mehr. Ich frage mich trotzdem, ob es jemals wieder ganz weggeht. Wahrscheinlich, aber es fühlt sich nicht so an. Und der melancholische Herbstanfang verstärkt solche Gefühle nur noch mehr.

3 Monate

Heute vor 3 Monaten, am 19.06., habe ich aufgehört zu rauchen. 92 Tage sind vergangen, in denen ich keine Zigarette angefasst habe. Ich habe Partys gefeiert mit Rauchern, ich gehe mit rauchenden Kolleginnen vor die Tür, ich sitze ich verrauchten Kneipen, ich trinke Bier und Kaffee ohne auch nur daran zu denken, dass mir etwas fehlt. Das App zählt immer noch fleißig. Es ist bei 2031 2032 nicht gerauchten Zigaretten und 502,50 EUR gespartem Geld angekommen. Während ich das hier schreibe, hätte ich früher mindestens 2 Kippen geraucht. Noch immer hab ich das Gefühl, wenn ich mich an den Schreibtisch setze, eine rauchen zu wollen, aber immer nur für den Bruchteil einer Sekunde, dann ist es wieder weg. Allerdings hat das Gefühl, rauchen zu wollen, in der letzten Woche wieder zugenommen. Viele Ex-Raucher oder Wieder-Raucher haben mir erzählt, dass nach 3 Monaten noch mal eine Phase kommt, wo das Verlangen wieder zunimmt. Und tatsächlich fangen viele dann wieder an zu rauchen. Ich nicht. Ich will nicht. Ich bleibe Nichtraucher!

Die letzte Zigarette

Jetzt ist es schon eine Woche her. In den frühen Morgenstunden in der Nacht von Samstag auf Sonntag, es muss so gegen 4 gewesen sein, hab ich aufgehört. Nicht einfach so, es war eine bewusste Entscheidung. Darüber nachgedacht hatte ich schon länger, aber für den wirklichen Impuls hat meine Schwester gesorgt, als sie vor 4 Wochen aufhörte. Ich habe mich weder im Netz nach Methoden informiert, noch meinen Arzt oder Apotheker befragt. Ich dachte, wenn Du es willst, dann wirst Du es auch so schaffen. Also formulierte ich den Wunsch für mich, den wirklichen Wunsch, und setzte mir eine Wochenfrist. Ich erzählte es ein bisschen herum, um mir wenigstens noch einen kleinen sozialen Druck zusätzlich aufzubauen. Und ich plante für den Tag danach ein “Ablenkungsprogramm”. Das wars. Mehr nicht. Keine Nikotinpflaster, keine Hypnosetermine, keine Hintertür.

Am letzten Samstag ging ich dann noch mal raus, mit 2 Päckchen in der Tasche. Ordentlich Alkohol und dazu rauchen. Und dann war es vorbei. Nach 15 Jahren.

Es ist erstaunlich, wie wenig es mir ausmacht.

Natürlich sind erst mal jede Menge ungewohnte Situationen da. Zum Kaffee morgens hatte ich immer schon die Erste geraucht. Und obwohl ich Angst vor diesem Trigger hatte, trank ich weiter meinen Kaffee. Oder der erste Tag auf der Arbeit. Den gewohnten Gang in den Innenhof gab es nicht mehr. Es überkommt mich immer wieder, wenn ich das Gefühl habe, jetzt müsste ich mich belohnen. Jetzt ne Zigarette.

Aber – und das ist das Unglaubliche daran – dieser Impuls verschwindet genau so schnell wieder. Es ist ein kurzer Moment, nur ein Augenblick, wo die Gewohnheit durchschlägt und ich das Verlangen den Wunsch nach einer Zigarette verspüre. Und dann verschwindet das sofort wieder. Und die Momente, an denen ich daran denke, werden auch merklich weniger.

Ich rieche wieder mehr, musste viele Klamotten waschen, weil sie nach Rauch rochen, was ich früher bestimmt nicht so gemerkt hätte. Mein Geschmackssinn allerdings ist nicht besser geworden. Ich kann den Rauch noch riechen, ich empfinde ihn weder als schlimm und stinkend, noch verbinde ich Sehnsüchte damit. Vielleicht kommt das ja noch.

Die App auf meinem Telefon sagt mir, ich hätte schon 137 Zigaretten nicht geraucht und dabei 34 Euro gespart. (Wahrscheinlich liegen die Zahlen aber höher.) Das Geld war aber nie der Grund zu sagen, ich höre auf. Aber es ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Ich bin echt überrascht, wie leicht mir das Nichtrauchen fällt. Es sind zwar “erst” 7 Tage. Und vielleicht kommt noch mal ne Phase, wo das Verlangen stärker wird, wo ich mich mehr zusammenreißen muss. Aber so, wie ich mich jetzt fühle, würde ich sagen, das war es. Ich werde nie wieder rauchen.

Die dunklen Machenschaften des WWF

Gestern Abend zur besten Sendezeit Nacht lief mal wieder eine herausragende Doku im Ersten: Der Pakt mit dem Panda.

Sie zeigt auf, wie sehr die angebliche Umweltschutzorganisation WWF mit seinem hohem Ansehen Firmen wie Monsanto oder dem Palmöl-Produzenten Wilma zu einem “grünen” Ansehen verhilft. Und nicht nur das, der WWF mischt selbst kräftig mit.
Glaubt man der Doku, so hat der WWF zum Beispiel Urwälder als “minderwertig” eingestuft und kartografiert nun das Land, aus dem Urvölker vertrieben werden sollen, damit Palmöl für europäischen Biodiesel angebaut werden kann.
Oder es wird ganz offen für den Einsatz von Gentechnik Werbung gemacht. Nicht nur über Gen-Weizen und -Soja, man müsse auch über Gen-Früchte aller Art nachdenken.
Der WWF verkauft es zum Beispiel auch als Erfolg, dass 0,5% eines Regenwaldes nicht gerodet wurden, inmitten einer riesigen Palmöl-Plantage. Die 2 verbliebenen Orang-Utans werden in der viel zu kleinen “Waldinsel” wahrscheinlich verhungern.

Das und noch viel mehr zum Haareraufen und Kopfschütteln kann man sich zum Glück noch in der mediathek der ARD ansehen.

Schade nur, dass solche Dokus (über die selbst Spiegel Online berichtet) mit schöner Regelmäßigkeit nur im Nachtprogramm ausgestrahlt werden. Die hätte nen Sendeplatz um 20:15 Uhr verdient!

Scheiß auf deine Ex

Mona, Manu, Maja, Bine,
Sarah , Rachel, Ruth, Regine,
Heike, Meike, Eva, Anne,
Miriam, Marion, Marianne.

Ulla, Hella, Helena,
Anna , Aischa, Anika ,
Inga, Ingrid, Isa, Chris,
Lena, Laura, Lisa, Liz.

Hinter jedem dieser Namen
stehen Tausende von Damen.
Und die alle brauchen Sex,
Junge, scheiß auf deine Ex.

Bea, Barbara, Beate,
Carmen, Claudia , Renate,
Stefanie , Sabine, Sabrina,
Ina, Nina, Gina, Tina.

Hinter jedem dieser Namen
stehen Tausende von Damen.
Und die alle brauchen Sex,
Junge, scheiß auf deine Ex.

Katja , Nadja , Nana, Nane,
Kerstin, Kirsten , Kim, Christiane,
Katharina , Catherine ✓,
Kiki, Coco, Caroline.

Hinter jedem dieser Namen
stehen Tausende von Damen.
Und die alle brauchen Sex,
Junge, scheiß auf deine Ex.

(Joint Venture: “Scheiß auf deine Ex”)