Gespeichert unter Gedanken:

Erste Bestätigungen

Eines der schönsten Weihnachtsgeschenke für mich hat sich mittlerweile schon zu einer Tradition entwickelt. Dann sitze ich am ersten oder zweiten Weihnachtstag da mit meinem Smartphone und schaue mir ein Video an, bei dem ich jedes Mal eine Gänsehaut bekomme. Und sofort ist alles wieder da, die Musik, der Sommer, die Leute, das Spiegelzelt, die Mainstage, das Gefühl des Haldern Pop – kurz: Der Blues erfasst mich, während ich auf dem Display die ersten Bestätigungen für das kommende Festival lese.

Bei jedem bekannten Namen macht das Herz einen kleinen Sprung. Dieses Jahr gab es für mich in der “ersten Welle” zwar nur einen: Fink. Toll! (Und sofort geht wieder die Fragerei los: Die spielen doch hoffentlich im Zelt und nicht auf der großen Bühne?) Aber umso mehr freue ich mich auf die unbekannten Namen, von denen wie jedes Jahr viele Eingang finden werden in meinen täglichen Musikkonsum. Jetzt hör ich erst mal Chet Faker.

Jussi Adler-Olsen – Erwartung

Jussi Adler-Olsens fünfter Band über Carl Mørck vom Sonderdezernat Q wird der letzte sein, den ich gelesen habe. Es ist schon länger her, dass ich den 4. Band gelesen habe, aber Adler-Olsen verzichtet auf eine Revue und lässt mich im Dunkeln, warum der erste Nebendarsteller Assad nicht ganz bei der Sache ist. Auch sonst wenig Aufklärung, stattdessen bestimmt ein ganz anderer Fall das Geschehen das erste Drittel des Buches. Die eigentliche Geschichte wird nur zwischengeblendet. Die attraktive zweite Nebendarstellerin Rose darf sich weiter profilieren, was aber eher als Rückschritt erscheint, denn sie kommt nicht mehr so schlagkräftig daher wie sonst. Dann wird mal eben ein dritter Nebendarsteller ins Team eingeführt. Und erst ab Seite 260 nimmt durch gleich mehrere an den Haaren herbeikonstruierte Zufälle die Geschichte ihren Lauf. Als Lückenfüller fungieren endlos vorkommende Verfolgungsjagden, David gegen Goliath, natürlich entkommt David jedes Mal. Ich hab das Buch 50 Seiten vor dem Ende weggelegt. Man muss sich ja nicht quälen.

Besser als Denis Scheck in “Druckfrisch” kann man es nicht sagen:

Nach dem ersten Drittel dieses Krimis um Korruption in Dänemark, veruntreute Entwicklungshilfemittel in Kamerun und eine Pseudo-Zigeunerbande in Kopenhagen trennt sich die Freundin des Kommissars von Carl Mørck und sagt dabei die einzigen Sätze, die mir in diesem politisch hyperkorrekten, entsetzlich langweiligen Krimi eingeleuchtet haben: “Mir fehlt die Entwicklung, Carl, und das schon seit Langem. Ja, lange genug, wenn ich ehrlich bin. Deshalb finde ich, dass wir das jetzt beenden sollten.” Genau.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Möchte jemand das Buch geschenkt haben?

10 Jahre ins Internet schreiben

Seit 10 Jahren schreibe ich Dinge ins Internet. So ab Oktober 2003 hatte ich meinem damaligen herzallerliebsten Mitbewohner die Notwendigkeit einer Interentpräsenz oktroiert und die allererste “Homepage” unter einer .de.vu-Domain eingeichtet, die man leider nicht mehr nachschauen kann. .de.vu war auch blöd, es musste eine richtige .de-Domain her. Die gabs dann auch, und zwar ab dem 08.02.2004.

Allee-WG (auch schön: Die Startseite)

Allee-WG v3 (die Unterseiten funktionieren auch)
Allee-WG v3.1 (andere Startseite)

Und als wir dann die Allee-WG aufgelöst hatten, kam dieses Blog. Seit April 2006 schreibe ich Dinge hier rein. Mehr oder weniger kontinuierlich. Dank zuverlässiger Software (WordPress, ich liebe Dich!) hat das Blog auch zwei Providerumzüge überlebt. Mittlerweile gibt es 617 öffentliche Einträge, 63 Unterseiten (meist Galerie-Seiten) und 771 Kommentare (Liste gefällig?).

Und auch vom Blog gibts Archiv-Seiten. Es sah am Anfang mal so aus. Und so. Dann mal so. Und auch so.

Schön. Auf weitere 10 Jahre!

Hallo Herbst

Der Park ist wieder leer. Der Wind ist da und hat Wolken mitgebracht. Die Blätter wechseln ihre Farbe. Jetzt geht alles ganz schnell. Tschüss Sommer, hallo Herbst.

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Be true, not bettrer

Und da war es schon wieder vorbei. Stattdessen ist er da, der Blues. Ich möchte wieder zurück aufs Land, zurück in den Schoß der Haldern-Familie, zurück auf den Alten Reitplatz, ins Spiegelzelt, an den See, möchte Musik hören und großartige Momente erleben. Aber der Reihe nach. Nach dem Klick. Weiterlesen

Überwachungsstaat – Was ist das?

Überwachungsstaat? Ein Erklärvideo.

Zwei Jahre

Heute vor 2 Jahren habe ich meine letzte Zigarette geraucht. Leicht ist es mir gefallen. Und habe seitdem keine Zigarette mehr geraucht. Keine einzige.

Die Bilanz:

731 Tage Nichtraucher.

16.077 Zigaretten nicht geraucht.

3976,94 Euro gespart (bei nem Schachtelpreis von 4,70 – ist doch bestimmt schon viel teurer geworden, oder?).

Yeah!

Kopfrechnen

Spam, Spam, immer wieder Spam. Und immer mehr davon hat das feine und bisher recht zuverlässige Plugin “Antispam Bee” einfach durchgelassen. So sehr, dass ich mein Blog zuletzt so eingestellt hatte, dass ich eingehende Kommentare erst von Hand freischalten musste. Und was kam dabei raus? 847 Spamkommentare in den letzten 14 Tagen! Die ich alle von Hand in 20er-Blöcken löschen musste.

Und damit das ein Ende hat, gibt es ab sofort als Captcha Rechenaufgaben zu lösen. Wenn ihr also einen Kommentar schreiben wollt, müsst ihr schlauer sein als die Spam-Bots! (Wobei ich auch überlege, die Kommentarfunktion nicht ganz abzuschalten. Schreibt ja eh kaum jemand was.)

 

Yahoo kauft tumblr

Was für eine Nachricht an diesem in Deutschland nachrichtenarmen Pfingtsmontag. Ich denke, das wird über kurz oder lang der Untergang von tumblr sein, ähnlich wie es flickr erleben musste.

Hier zwei interessante Artikel dazu:

Der Majordeal: Yahoos Tumblr-Kauf und die Prinzipien der Popkultur

Yahoo verspricht, tumblr nicht zu versauen

Und wer sich mal umsehen will, tolle tumblrs:

http://gefaelltmir.sueddeutsche.de/

http://tumblr.thisbigcity.net/

http://dropwordslikeenter.tumblr.com/

http://awesomephilia.com/

To spotify or not to spotify

Ich habe seit 3 oder 4 Wochen Spotify für mich entdeckt. Spotify, das ist ein Musik-Streaming-Dienstleister. Man installiert einen kleinen Player, registriert oder loggt sich mit seinem Facebook-Account ein und hat sofort Zugriff auf Millionen von Musiktiteln. Wahnsinn, was ich seitdem für Musik entdeckt habe. Ich würde ja von mir behaupten, mich schon einigermaßen gut auszukennen, aber diese Vielfalt sprengt alle Rahmen. Natürlich gibt es einen Haken, und der heißt Werbung. Es quakt immer mal wieder jemand dazwischen. Zwar (fast) immer nur Werbung für Spotify selbst, aber auf die Dauer doch nervig. Das Premium-Abo ohne Werbung kostet gerade mal 5 bzw. 10 Euro pro Monat. Dafür ist sogar noch die Streaming-Qualität besser.

Ich habe mich bisher immer dagegen gesträubt, meine Musik per Stream zu erhalten und zu bezahlen, und habe lieber ganze Alben als mp3 oder sogar noch CDs gekauft. Warum? Weil ich Herr meiner Sammlung sein will. Ich will auch unterwegs im Auto oder auf dem Fahrrad und v.a. bei plötzlichem Internetausfall Musik hören. Ich will Musik als Mixtapes für andere brennen und weitergeben.

Aber angesichts der immer größer werdenden Vorteile und dem Blut, was ich jetzt geleckt habe, schwinden die Nachteile. So kann ich z.B. Spotify mit last.fm verknüpfen, sehe also nach wie vor meine Statistiken. Ich kann auch meine gesamten mp3 in den Spotify-Player integrieren. Was man bei Sportify nicht kann, auch nicht als Premiumkunde: Musik “runterladen”. Die Titel, die man gerne offline hören möchte, werden als verschlüsselter Stream auf PC, Notebook oder Handy gespeichert. Also ist nichts mit CD brennen für die Autofahrt und die Freundin.

Der Hauptvorteil von Spotify ist einfach die sofortige Verfügbarkeit von Musik. Bringt ein Künstler ein neues Album raus, so dauert es nicht lange und man kann die Songs auch auf Spotify hören. Wo ich bisher Facebook durchsucht habe nach Ankündigungen von Bands und Künstlern, ob einige Songs oder ganze Alben auf Bandcamp oder anderen ähnlichen Seiten zu hören wären, wo ich nach Liedern auf youtube gesucht habe und die Qualität einfach grottig war, da schmeiß ich jetzt den Player an und hör einfach das ganze Album. Als weiteren Vorteil kann ich mich an fremden Rechnern mit meinem Account einloggen und habe sofort Zugriff auf meine Playlisten und Favoriten.

Und damit nicht genug. Seit Neuestem gibt es in dem Spotify-Player auch Apps, die man per Klick integrieren kann. So zum Beispiel von laut.de, Intro oder Rolling Stone, die mir die neuesten Platten gleich inklusive Kritik liefern. Oder eine Lyrik-App, die mir die Texte zum gerade laufenden Song anzeigt, sogar schön karaokisiert.

Ich habe mich die letzten Tage und Wochen querbeet durch alle möglichen Alben und Songs gehört. Und ich muss sagen, es macht einfach Spaß. Ich habe bisher meist ganze Alben als mp3 gekauft, nachdem ich den einen oder anderen Song auf youtube oder bei Facebook gehört hatte. Pro Jahr waren das so zwischen 100 und 200 Euro. Oft waren es gute Käufe, aber es blieb und bleibt immer auch ein bisschen die Katze im Sack. Aber mit Spotify kann ich mir einfach alles anhören. Allein dieses Argument lässt alle anderen in den Schatten treten.

Ich habe mich natürlich auch nach Alternativen umgesehen, habe rdio und Deezer ausprobiert. Vom Preis her tun die sich nicht so viel, aber Spotify hat einfach die bessere Oberfläche, hat Apps und die meisten Songs.

Ich glaube, ich werde sehr bald schon Abschied nehmen vom Sammeln von mp3 und mir einen Premium-Account bei Spotify anschaffen.