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Angekommen

Vor 3 Wochen habe ich geschrieben, dass ich eingezogen war. Aber angekommen bin ich erst heute so richtig.

Viel ist in den letzten 20 Tagen passiert. Ich hatte an zwei (!) Abenden die Maler hier, die zu Dritt (!!) vier (!!!) Türen lackiert haben. Danach kam der Schreiner, der die Türen kürzen musste, weil die neuen Fliesen zu hoch waren und die Türen nicht schlossen. Dann war der Klempner hier, weil Waschbecken- und Küchenabfluss verstopft waren. Außerdem der Elektriker, der mir den Herd angeschlossen hat und auch den NetCologne-Techniker, weil 10 Tage lang mein Telefon nicht funktionierte. All das hat mich viele Telefonate und Nerven gekostet.

Am 25.01. hatte ich außerdem bei einem großen Katalogversandhaus eine neue Waschmaschine bestellt. Die ist mir letzten Dienstag dann endlich nach langen Querelen mit vielen Emails und Telefonaten geliefert worden. Aber dafür habe ich sie billiger bekommen.

An Altweiber ist mir (pünktlich) meine Küche geliefert worden. Ich hab den Tag dann mit aufbauen verbracht. Fertig geworden bin ich natürlich nicht, zumal ich eine Arbeitsplatte zwei Mal schneiden musste, neben den Löchern für Spüle und Kochfeld. Außerdem bin ich Karneval nach Baden-Baden abgehauen (dazu später mehr). Also musste ich in dieser Woche nach Feierabend den restlichen Kram machen. Gestern ist die Küche dann dank tatkräftiger Unterstützung endlich fertig geworden und heute mit einem Brunch eingeweiht worden.


Ein Schmuckstück. Ich freu mich richtig drüber. Und wenn man mal 3 Wochen in der Badewanne gespült hat, die Fensterbank draußen als Kühlschrank herhalten musste und ein kleiner 2-Platten-Elektrokocher zwischen all den Kartons die Kochnische darstellte, dann weiß man eine funktionierende Küche wirklich zu schätzen!
Jetzt fehlt nur noch die Dunstabzugshaube, eine Unterbodenleiste, ein paar Regale und Lemmingaufkleber. Dann ist die Küche fertig.

Und auch der Rest der Wohnung nimmt immer mehr Gestalt an. Die eine oder andere Sitzgelegenheit im Wohnzimmer noch dazu, Teppich(e), ein Couchtisch und schon ist es noch wohnlicher.


Heute war dann der Tag der Premieren. Die Waschmaschine hat meine Wäsche gewaschen, der Ofen hat die Aufbackbrötchen geliefert, der Herd die Eier verhärtet, die Spülmaschine hat saubergemacht (und der Videorekorder hat für mich ferngesehen). Der Kühlschrank ist voll, Internet und Telefon gehen wieder, die Kartons sind zum größten Teil weg.

Ich bin angekommen.

Alle Bilder gibts hier.

Eingezogen

Jetzt bin ich da. Die erste Nacht alleine in der neuen Wohnung. Es stellt sich Ruhe ein.

Der Umzug lief fast reibungslos – wenn man davon absieht, dass ich meinen Helfern erst mal sagen musste, dass es kein Auto gibt. Den bestellten Transporter konnte Sixt nicht bieten, denn durch das Schneechaos in der Nacht auf Samstag sind all Autos nicht wie gewünscht zurückgekommen. Nach mehreren Telefonaten gabs noch nen fetten 6,5-Tonner bei der Konkurrenz, Sixt übernimmt die Mehrkosten. Also konnte doch alles wie geplant laufen. Anderthalb Stunden und die Sache war gegessen. Mit dem Lkw sind wir dann noch in den Ikea gefahren, ganz dekadent mit der Hebebühne den neuen Küchentisch und die Kommode aufgeladen (Schockmoment, als die Hebebühne festgefroren war – aber nach einer Minute wackeln hats geknirscht und sie funktionierte wieder). Bett, Couch, Schreibtisch, Regale, Kommode und Küchentisch haben wir Samstag und Sonntag aufgebaut und ein bisschen durch die Gegend geschoben. Sieht schon ganz gut aus.

Die Wohnung wurde komplett saniert und sollte eigentlich fertig sein zum Einzug. Aber wie das bei den Handwerkern so ist, sind meine Türen nocht nicht lackiert und die Klinken fehlen auch noch. Das soll dann Mittwoch passieren. Dafür ist aber alles neu, alles verputzt, tapeziert und gestrichen, neuer Boden, ein ganz neues Bad, neue Heizkörper, etc. Nur die Fenster sind nicht mehr ganz so neu.

Meine Küche ist noch sehr improvisiert. Ich habe einen 2-Platten-Elektokocher und spüle im Badezimmer. Mein Kühlschrank ist die Fensterbank, dank der derzeitgen Temperaturen kein Problem. Aber eine Einbauküche soll her. Mit allem Drum und Dran. Bald.
Ach, und Waschen kann ich auch nicht. Die bestellte Waschmaschine sollte eigentlich schon letzten Donnerstag kommen. Morgens dann rief mich die Spedition an und sagte ab. Jetzt kommt sie erst nächsten Freitag. Hoffentlich.

Aber Netcologne hat es sehr geil hinbekommen. Am Samstagmittag wuselte zwischen den Umzugshelfern noch n Techniker von denen rum und hat mein Multikabel angeschlossen. 25 MBit/s Glasfaser ist schon cool.

Heute morgen dann hab ich mir erst mal ne Leiter gekauft und noch ein bisschen Kleinkram (unbezahlbar, dass ich nur 200 m entfernt einen Baumarkt habe) und habe Löcher in die Wände gebohrt.

Mit Küche, Waschmaschine, Kommode, Tisch und jeder Menge Kleinkram, den man braucht, wenn man nach langer WG-Zeit wieder alleine wohnt, ist das ein ganz schön teurer Umzug.

Aber es fühlt sich gut an. Die Wohnung, mein Leben, das ganze Drumherum. Ich wohne wieder alleine, kann mich ganz nach meinen Wünschen in einer leeren Wohnung entfalten, habe Platz, mache es mir gemütlich. Es macht Spaß und ich freue mich.
Gestern dann hat sie sich ins Bett gekuschelt und gesagt, sie sei zu Hause. So schön…

Ins Licht


Mein Leben hat Fahrt aufgenommen, heraus aus dem Regen des letzten Jahres, hinein ins Licht, in die Sonne. Schon lange nicht mehr ging es mir so gut!

Wasnlos?

Nix los hier im Blog, oder was? Da hab ich in den letzten Zügen des alten Jahres noch mal so richtig Gas gegeben und einen Artikel nach dem anderen rausgehauen und nun? Funkstille? Sieht so aus.
Es ist nicht so, als hätte ich keine Themen, über die ich schreiben könnte. Wer mich auf Facebook oder Twitter liest, bekommt schon das ein oder andere mit, was so abgeht bei mir. Aber ich habe gerade einfach keine Zeit und vor allem keine Muße, mich hinzusetzen und einen schönen Text zu verfassen.

Mein Leben schlägt Wellen, toll und riesengroß, und ich surfe einfach oben auf. So siehts nämlich aus.

Best of

Da oben in der Hauptnavigation hat sich zwischen Archiv und Impressum ein neuer Link gequetscht: Best of. Ich hab vorhin mal angefangen, diejenigen Artikel und Bilder herauszusuchen, die ich für vorzeigefähig halte. Ein “Best of JanBob blogt” halt.
Viel Spaß beim Stöbern in dem (meist) alten Kram.

2009 – Ein Rückblick

Januar. Ich komme von der Nordsee zurück und bin wieder allein. Es liegt Schnee, ziemlich viel und ziemlich lange. Mein Kopf blockiert, an bloggen ist nicht zu denken.

Februar. Nach langer Suche habe ich einen Schreibtisch gefunden, er macht sich gut in der neuen Wohnung. Wir richten uns weiter ein. Herr Reiter fesselt mich ans Bett. Öde Stunden im tristen Grau. Es schneit schon wieder.

März. Ich kann wieder arbeiten. Das Stadtarchiv stürzt ein. Krokusse auf dem Balkon geben einen ersten zaghaften Hinweis auf den Frühling. Ich fange an, ellenlange Mails nach Berlin zu schreiben.

April. Renko kommt gleich zwei Mal vorbei. Auf dem Geburtstag meiner Schwester schwärmen wir zu fünft vom Frankreichurlaub und fragen uns, wie das schon 6 Jahre her sein kann.

Mai. Ich fahre nach Berlin und fühle mich wohl. Das werde ich nun öfter tun. Dank der Feiertage habe ich Zeit. Die Sonne scheint wie wild. Wir unternehmen viel, erkunden mit unseren Kameras die Gegend. Ich bin tief beeindruckt von Beelitz Heilstätten.

Juni. Das Hochbett wird aufgebaut und im Zoo reißt das Flusspferd sein riesiges Maul auf. Es ist warm, es riecht nach Sommer. Freitags und Montags sitze ich oft im Zug.

Juli. Urlaub. 14 Tage faul am Strand rumliegen, Sonne, Erholung pur. Als ich wiederkomme, fahre ich ein letztes Mal nach Berlin.

August. Gleich zwei meiner ehemaligen Kommolitonen heiraten, ich spiele den Fotografen und frage mich, ob ich je heiraten werde. Es fällt mir schwer, mich von Berlin zu lösen. Die Tage schleppen sich dahin.

September. Ich bastel mir ein neues Design für meinen Blog und schreibe wieder viel mehr. Ein Brief erschüttert meine Zukunft. Wir kündigen unsere Wohnung. Der Herbst ist nicht in Sicht, ich laufe immer noch im T-Shirt herum. Ich stehe in einer verlassenen Kaserne und schieße Fotos.

Oktober. Ganz viel neue Musik strömt auf mich ein. Ich schreibe eine letzte Mail nach Berlin. Ich schmiede neue Pläne, suche nach Perspektiven, strecke meine Fühler aus nach Hamburg, Berlin und Mainz. Ich mache viele Spaziergänge, auf einmal habe ich so viel freie Zeit wie noch nie. Endlich schaffe ich es auf einen Besuch in den Süden, herrliche Tage im Herbst, um auf andere Gedanken zu kommen. Ich höhle einen Kürbis aus und stehe neben Vampiren an einer brennenden Tonne.

November. Gedanken ans Ausland kommen auf und verschwinden am Ende des Monats wieder. Ich werde hin und her gerissen, gehe auf eine Party, die mich träumen lässt. Unsere Nachmieter unterschreiben ihren Vertag. Der Anruf, dass ich Köln bleiben soll, kommt zu spät, um die Wohnung doch noch behalten zu können. Die Winterastern auf dem Balkon blühen, ich lasse zum ersten Mal in diesem Jahr einen Drachen steigen und gehe auf so viele Konzerte wie noch nie.

Dezember. Ich muss mir eine neue Wohnung suchen. Ich habe Geburtstag und lerne einen Tag später noch mehr neue Freunde kennen. Und auf einmal ist es da, dieses Kribbeln im Bauch. Es hat geschneit. Ich sitze auf einer Couch und sie nimmt all ihren Mut zusammen. Mir wird heiß und kalt und ich sage Ja. Weihnachten dauert dieses Jahr 5 Tage. Nachher gehe ich ins Stadion, Rheinfeiern.

Ein komisches Jahr, das in Trance anfing und erst langsam Fahrt aufnahm. Ein Sommer voller Reisen, ein Herbst voller Verwirrung und ein Winter wie eine Achterbahnfahrt mit glücklichem Ende. Selten habe ich mich zum Abschluss eines Jahres so gut gefühlt. Aber es fühlt sich nicht an wie Silvester. Es ist nur eine weitere Party auf der Welle, die ich reite. Könnte jetzt bitte auch noch ne Wohnung vom Himmel fallen?

Die Musik des Jahres

My Top Albums

Meine Top-Alben des Jahres 2009. Wer erkennt welche?

 

Besonders hervorheben aus diesem Patchwork möchte ich zwei Alben als “Platte des Jahres”.

Zum einen “Mumford & Sons” (2.v.o., 1.v.r.), die mit ihrem Debut-Album “Sigh no more” einen nie geglaubten Volltreffer mitten in meinen Musikgeschmack gelandet haben. 60er Jahre Folk-Rock, damit kann man mir doch nicht kommen. Aber das klingt dann doch anders, als es die Genre-Bezeichnung vermuten lässt. Eine verdammt gute Platte, die ich zwar erst seit ein paar Wochen kenne, die es aber wohl in meine Top 10 des Jahrzenhnts geschafft hätte – wenn es denn eine geben würde.

 

Und zum anderen The Rural Alberta Advantage (1.v.o., 1.v.l.). Die drei Kanadier haben sich mit ihrer Platte “Hometowns” (ebenfalls ein Debut) an die Spitze meiner Playlist gespielt. Im weitesten Sinne machen sie Indie-Rock, aber ebenso wie Mumford lassen sie sich nicht wirklich in eine Genre-Schublade pressen. Herrlich!

 

Ich könnte noch über viel mehr Alben schreiben, über Margot & The Nuclear So and So’s, über The XX, die ich im Februar live sehe, über meine Neuentdeckung Wintersleep, über Alberta Cross oder mal was ganz anderes, Moderat (Berliner Techno) z.B., aber ich habe schon zu lange über eine Top10 für 2009 oder sogar das ganze Jahrzehnt oder ähnliche Hitlisten nachgedacht, ich belasse es einfach mal dabei. Interessierten sei hier im Blog die Kategorie Musik ans Herz gelegt oder mein last.fm-Account.

William Fitzsimmons

Kurzentschlossen geh ich heute Abend zu William Fitzsimmons ins Gebäude 9. Der spielt zwar eigentlich erst morgen dort, aber da das Konzert relativ schnell ausverkuaft war, wurde noch ein Zusatzkonzert aus der Taufe gehoben. Mich freuts, denn so bekam ich noch ne Karte.
Es ist mehr oder weniger ein Schuss ins Blaue, eine Empfehlung vom Tobi. Ich kenne nur das, was er an Hörproben bei Myspace eingestellt hat. Aber das reicht schon, um mich zu begeistern. Last.fm schreibt: “Ein US-amerikanischer Singer/Songwriter aus Jacksonville, Illinois. Er bezeichnet sich selbst als ‘the melancholic but adorable adopted baby of Nick Drake, Sufjan Stevens, The Postal Service, and Iron & Wine’.”
Na, das hör ich mir doch gerne an! Und für 15 Euro nehm ich das Konzert noch grad mit (Ich war ja zuletzt echt selten auf Konzerten).

Streicheleinheiten für das neue Jahrzehnt

So kann man schon mal ein Jahrzehnt ausklingen lassen:

Am 31.12. spielen Die Fantastischen Vier im Rheinenergiestadion mit dem Orchester, was auch beim “Heimspiel” im Juli in Stuttgart dabei war. Mit dabei ist auch wieder Clueso. Rheinfeiern!

Und dann am nächsten Tag gediegen nach Berlin fliegen für die Neujahrsrevue von Olli Schulz in der Volksbühne. Mit Gisbert zu Knyphausen, Niels Frevert, Max Herre, Der Hund Marie, Heike Makatsch, Elke Brauweiler und Stephanie von Beauvais. Hach, genial.

“Mit Streichern und Streicheleinheiten für die Seele in ein neues Jahrzehnt.”

Ich freu mich tierisch.

Wieder zu Hause

Schreiben, weil ich das Gefühl habe, schreiben zu wollen. Ja, schreiben zu müssen. Es will raus. So wie man im Wald steht und schreien möchte. Aus Freude, aus Angst, aus Lust. Laut, damit jeder einen hört. Und doch ist keiner da. Das macht vielleicht auch den Reiz aus. Hier aber sind viele, schauen und lesen. Und das hemmt. Trotzdem will ich schreiben.

Auf dem langen Weg nach Hause, mit Zeit im Gepäck, um zu rekapitulieren, nachzudenken, den Gedanken freien Lauf zu lassen und sie wieder einzufangen, einen Fuß vor den anderen setzen. Ich habe schreien wollen, aber nach über sechs Stunden reden, erzählen und lachen ist die Stimme angekratzt, das Bier brennt noch in der Kehle, die Zigarette schmeckt nicht mehr. Aber das Lächeln bleibt. Meins im Gesicht und Deins auf den Bildern im Kopf.

Schreiben, weil ich das Gefühl habe, schreiben zu wollen…


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