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JanBob blogt

Geschreibsel

Neun Jahre

Geschrieben am 2. April 2015

Heute vor neun Jahren habe ich angefangen, dieses Blog zu betreiben. Mehr oder weniger regelmäßig schreibe ich seitdem meine Gedanken und Meinungen hier rein, poste, was ich interessant finde, zeige Videos und noch mehr Bilder. Irgendwann kamen Facebook und Co. und damit eine größere Reichweite und eine Vereinfachung solcher Postings, aber auf mein Blog wollte ich dennoch nie verzichten. Mittlerweile sind es knapp 700 Beiträge geworden. Und ich werde weiter bloggen.

 

 

 

Jussi Adler-Olsen – Erwartung

Geschrieben am 29. Oktober 2013

Jussi Adler-Olsens fünfter Band über Carl Mørck vom Sonderdezernat Q wird der letzte sein, den ich gelesen habe. Es ist schon länger her, dass ich den 4. Band gelesen habe, aber Adler-Olsen verzichtet auf eine Revue und lässt mich im Dunkeln, warum der erste Nebendarsteller Assad nicht ganz bei der Sache ist. Auch sonst wenig Aufklärung, stattdessen bestimmt ein ganz anderer Fall das Geschehen das erste Drittel des Buches. Die eigentliche Geschichte wird nur zwischengeblendet. Die attraktive zweite Nebendarstellerin Rose darf sich weiter profilieren, was aber eher als Rückschritt erscheint, denn sie kommt nicht mehr so schlagkräftig daher wie sonst. Dann wird mal eben ein dritter Nebendarsteller ins Team eingeführt. Und erst ab Seite 260 nimmt durch gleich mehrere an den Haaren herbeikonstruierte Zufälle die Geschichte ihren Lauf. Als Lückenfüller fungieren endlos vorkommende Verfolgungsjagden, David gegen Goliath, natürlich entkommt David jedes Mal. Ich hab das Buch 50 Seiten vor dem Ende weggelegt. Man muss sich ja nicht quälen.

Besser als Denis Scheck in „Druckfrisch“ kann man es nicht sagen:

Nach dem ersten Drittel dieses Krimis um Korruption in Dänemark, veruntreute Entwicklungshilfemittel in Kamerun und eine Pseudo-Zigeunerbande in Kopenhagen trennt sich die Freundin des Kommissars von Carl Mørck und sagt dabei die einzigen Sätze, die mir in diesem politisch hyperkorrekten, entsetzlich langweiligen Krimi eingeleuchtet haben: „Mir fehlt die Entwicklung, Carl, und das schon seit Langem. Ja, lange genug, wenn ich ehrlich bin. Deshalb finde ich, dass wir das jetzt beenden sollten.“ Genau.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Möchte jemand das Buch geschenkt haben?

Mehr bloggen

Geschrieben am 11. Januar 2013

„Facebook, Twitter, Google und Co machen das Netz kaputt.“ Eine steile These, geschrieben von Johnny Haeusler zwischen den Jahren auf  seinem Blog Spreeblick. Der Artikel hat mittlerweile über 320 Kommentare und Trackbacks erreicht, ist von unzähligen anderen Bloggern und Seiten aufgegriffen worden und ist sogar offline angekommen, beim Berliner Tagesspiegel und bei DRadio Wissen. Und auch ich mache mir so meine Gedanken zu dem Thema.

Es ist definitiv das Zeitalter der rasanten Informationsverbreitung, und zwar derzeit vor allem über Soziale Netzwerke. Mindesten 2/3 aller Webinhalte, die ich für interessant, informativ, erwähnenswert oder lustig halte, kommen von Facebook-Freunden, von Leuten, denen ich auf Twitter folge, von tumblr oder anderen Blogs, die ich abonniert habe.

Und das wird dann geteilt. Das neueste Lieblingsmusikvideo mal schnell auf Facebook verlinkt, ein kurzes Statement auf Twitter, den Link zum interessanten Artikel per bit.ly gekürzt und verteilt, hier ein Fav, da ein Like. Fotos lade ich nur noch selten für alle sichtbar in dieses Blog, schneller und einfacher gehts eh immer über Facebook – außerdem bekommen es da auch viel mehr Leute zeitnah mit (Thema Sofortness).

Aber schon nach kurzer Zeit ist der Inhalt wieder verschwunden, auf Nimmerwiedersehen im Nirwana der Timeline. Wiederfinden nur mit großem Aufwand. Und vor allem bleibt es oft nur denjenigen vorbehalten, die mit mir auf Facebook befreundet sind, die mir auf Twitter folgen oder die meinen tumblr kennen. Suchfunktionen? Fehlanzeige oder mangelhaft.

Na gut, wen interessiert auch schon mein Link von gestern? Mich. Und dabei geht es weniger um die Geschwindigkeit, mit der sich Inhalte verbreiten und wieder vergessen werden, sondern vielmehr darum, dass ich nicht mehr Herr meiner Daten bin. Wenn bit.ly dicht macht, funktionieren Millionen von Links nicht mehr. Wenn tumblr beschließt, kostenpflichtig zu werden, sind meine gesammelten Bilder weg. Wenn Twitter die Server nicht mehr gegenfinanzieren kann, woher kriege ich dann meine tägliche Dosis Fundstücke? (Oder noch schlimmer, wenn Twitter von Apple gekauft wird!) Und wenn Facebook irgendwann nicht mehr sein sollte, wo soll ich hin mit meinen Fotoalben, mit meinen Lieblingsvideos, mit dem ganzen interessanten Kram, den ich euch gerne zeigen will?

Ich bin ja schon froh, dass ich meine Mails noch ganz altmodisch am Rechner zu Hause abrufe und offline verwalte und sie nicht bei irgendeinem Dienstleister „in der Cloud“ liegen lasse, wo ich sie zwar überall erreichen kann, aber nicht weiß, ob sie morgen auch noch alle da sind.

Mein ganzer anderer Kram, von Postings und Kommentaren über Links bis zu Fotos, liegt irgendwo im Netz. Sämtliche Rechte habe ich an die jeweiligen Firmen und Betreiber der Netzwerke abgetreten. Und wenn es mir dann so passiert wie bei geocities, studiVZ und zum Schluss myspace, dann gibt es nichts mehr, nicht für mich, nicht für die Nachwelt.

Vielleicht bin ich zu altmodisch, zu anachronistisch, vielleicht verkenne ich den Weg, den das Netz nimmt. Aber es ärgert mich. Facebook hat es geschafft, mich viel zu sehr an seine Plattform zu binden, einfach, weil es fast all meinen Wünschen entspricht. Es ist schick, komfortabel und insbesondere auch für weniger versierte Nutzer einfach zu handhaben. Wer setzt schon einen Blog auf einem Server auf, um diesen mit Inhalten zu füllen? „Dabei kann man auf einem Blog machen, was man möchte. Ärgerlicherweise bedeutet das auch, dass man machen muss, was man möchte.“ (Sascha Lobo) Bei Facebook oder Google+ anmelden dauert keine fünf Minuten. Ein Twitteraccount ist noch schneller erstellt. Und wer Fotos präsentieren möchte, ist mit Instagram einfach gut bedient.

Versteht mich nicht falsch, ich nutze all diese Dienste und Netzwerke natürlich trotzdem gerne und viel. Natürlich werde ich auch weiterhin mal eben ein Handyfoto bei Facebook hochladen, werde von unterwegs twittern und Verabredungen via Gruppen in Facebook oder per Whatsapp treffen. Und für das unerfahrene Lieschen Müller sind Facebook, Google+ und Twitter auch der einfachste Weg, eine eigene Plattform im Netz zu bekommen.

Aber ich werde wieder verstärkt darauf achten, was mit meinen Daten passiert, wer sie bekommt, an wen ich meine Rechte daran abtrete und wie diese Daten weiter verwertet werden. Und ich werde wieder stärker diesen meinen Blog in den Vordergrund rücken. Ich werde nach Möglichkeiten suchen, die einfaches Bloggen und schnelle Foto-Uploads ermöglichen, werde nach Schnittstellen suchen, nach Hilfsprogrammen, werde meine eigene Cloud aufbauen und die Plattformen wie Facebook oder Twitter verstärkt nur noch als Hinweisgeber auf meinen Blog benutzen. Ich will wieder mehr bloggen!

(Und als sei es ein Lauffeuer, hat auch blogoli gestern angekündigt, 2013 wieder mehr bloggen zu wollen. Ich freu mich drauf!)

Das Abenteuer

Geschrieben am 22. September 2012

Als ich vor ein paar Tagen früh morgens mit dem Rad  zur Arbeit fuhr – es war echt kalt geworden morgens – da lugte am Lenker zwischen Bremse und Schalthebel ein grüner Fühler hervor. An der Ampel kam ein zweiter Fühler zum Vorschein. Der Grashüpfer kletterte den Lenker entlang und ließ sich vom Fahrtwind nichts anhaben. Wo kommst du denn her, fragte ich mich. Sehr wahrscheinlich aus unserem Hinterhof. Mit dieser Erkenntnis beschlich mich die irrationale Sorge, dass mein blinder Passagier, sozusagen von zu Hause ausgerissen, es nun in der betonierten Innenstadt, wohin ich unterwegs war, es wesentlich schlechter haben würde als auf der grünen Wiese im Hinterhof. Als ich am Park vorbei fuhr, rief ich ihm in Gedanken zu, er möge doch hier abspringen. Die letzte grüne Insel für die nächsten 5 km. Aber der Grashüpfer blieb stur und wanderte langsam unter den Lenker. Ich hielt vor dem Bäcker, doch der Grashüpfer sprang auch hier nicht ab – was gut war, denn mitten in der Fußgängerzone war nun wirklich kein guter Ort für ihn. Mein Fahrrad vor dem Büro anschließend sah ich, wie er es sich unter dem Bremshebel bequem machte, sich duckte und verkroch, dass er schon fast nicht mehr zu sehen war. Die Fühler guckten noch raus.

Acht Stunden später hatte ich den Grashüpfer vergessen. Dem Feierabend entgegen, an der ersten Ampel wackelten auf einmal zwei Fühler unter der rechten Lenkerseite. Gut geschlafen, fragte ich den Grashüpfer. Wir machen uns jetzt auf den Heimweg. Und wieder stellte er seine Fühler in den Fahrtwind und schaute sich einen kleinen Teil von Köln an. Vor der Haustür musste ich ihn bremsen, ihn zur Geduld ermahnen, schloss auf und schob ihn mitsamt meines Fahrrades in den Hausflur. Kaum stieß ich die Tür zum Innenhof auf, sprang der Grashüpfer. Und so saß er da, an der Tür und schaute auf sein Reich. Ich beglückwünschte ihn zu seinem Abenteuer und winkte zum Abschied.

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