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	<title>JanBob blogt &#187; Geschreibsel</title>
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		<title>Anruf von Gisbert</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 21:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Handy schellt. Ich fahre einh&#228;ndig an den Bordstein, krame mit der anderen das Ger&#228;t aus der Hosentasche. Ein kurzer Blick aufs Display und ich wei&#223; sofort, was mich erwartet. Ich sage gar nicht erst hallo. Es l&#228;rmt, es kr&#228;chzt, viel zu laut, aber ich h&#246;re ihn deutlich singen. &#8220;Denn dies ist unsere Zeit, wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Handy schellt. Ich fahre einh&auml;ndig an den Bordstein, krame mit der anderen das Ger&auml;t aus der Hosentasche. Ein kurzer Blick aufs Display und ich wei&szlig; sofort, was mich erwartet. Ich sage gar nicht erst hallo. Es l&auml;rmt, es kr&auml;chzt, viel zu laut, aber ich h&ouml;re ihn deutlich <a title="Neues Jahr" href="http://www.youtube.com/watch?v=z-jGF-6XWM4">singen</a>.<br />
&#8220;Denn dies ist unsere Zeit, wir sind in dieser Nacht geborn, wie Idioten aus dem Film hab ich mein Herz an Dich verlorn. Und ist dies das neue Jahr? Du legst den Kopf in meine Arme, und er ruht sanft in meinen H&auml;nden. Und ich kann sp&uuml;rn, wie sichs bewegt. Und wir sind jetzt mitten drin, es wird schwierig jetzt und hart. Wenn wir hier zu lange stehn, gehn wir nie wieder zur&uuml;ck. Doch wohin mit all dem Unsinn? Vielleicht w&auml;rs gut wenns jetzt hier endet. Doch wir haben keine Wahl, wir rutschen tiefer und tiefer und tiefer und tiefer und tiefer und tiefer und tiefer und tiefer ins Gl&uuml;ck.&#8221;<br />
Meine Gedanken kreisen. Zu der jungen Familie, 200 km weit weg, die gerade auf einem Weingut zu diesen Kl&auml;ngen lauscht und nichts besseres zu tun hat, als mich anzurufen und daran teilhaben zu lassen. Danke, denke ich. Danke.<br />
Aber meine Gedanken fliegen auch bei diesem Festival. Die ersten warmen Tage in diesem Jahr, Pfingsten, auf dieser Wiese. Gisbert da hinten auf der B&uuml;hne und Du so dicht vor mir. Diesen Text habe ich mitgesungen, Dir ins Ohr gefl&uuml;stert. Du hast Dich umgedreht und mich gek&uuml;sst.</p>
<p>Schlussakkord, Jubel, Pfiffe. Dann bricht die Verbindung ab, ich bin wieder am Stra&szlig;enrand. Wie paralysiert stehe ich da und verpasse das Gr&uuml;n der Ampel. Ich steige vom Rad und schiebe ein bisschen, h&auml;nge Dir nach mit meinen Gedanken, wie so oft in diesen Tagen und Wochen. Sofort ist es wieder da, dieses Loch, dieses Gedankenkarrussell. Ich gehe noch ein paar Schritte, dann fahr ich weiter.<br />
Als ich gerade zu Hause bin, schellt das Handy wieder. Und wieder ist es Gisbert, der <a title="Spieglein, Spieglein" href="http://www.youtube.com/watch?v=Dlj7yXoY9LY">singt</a>. &#8220;Und jetzt schau nicht so geq&auml;ult, das sieht schei&szlig;e aus.&#8221; So kann mans auch sehen. Danke, Dani. Danke, Tobi!</p>
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		<title>Auf Los</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 22:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stadt zerflie&#223;t. Alles klebt. Die Farben der H&#228;user verlaufen ineinander, die Luft &#252;ber dem Asphalt flirrt. Alles wird langsamer. Deutschlandfahnen h&#228;ngen sich aus den Fenstern, weil es drinnen zu hei&#223; ist. Auch sie bewegen sich nicht. Die B&#228;ume lassen die &#196;ste h&#228;ngen, Menschen hecheln und schwitzen. Alles &#228;chzt unter den Temperaturen. Unten am Ufer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stadt zerflie&szlig;t. Alles klebt. Die Farben der H&auml;user verlaufen ineinander, die Luft &uuml;ber dem Asphalt flirrt. Alles wird langsamer. Deutschlandfahnen h&auml;ngen sich aus den Fenstern, weil es drinnen zu hei&szlig; ist. Auch sie bewegen sich nicht. Die B&auml;ume lassen die &Auml;ste h&auml;ngen, Menschen hecheln und schwitzen. Alles &auml;chzt unter den Temperaturen.<br />
Unten am Ufer ist es etwas weniger hei&szlig;, der Weg dahin aber qu&auml;lend weit. Doch mit Dir und dem Sand zwischen den Zehen nach einem Bad im Fluss im Schatten zu liegen, war die letzten Tage Ansporn genug. Das Rascheln der Bl&auml;tter &uuml;ber einem, das Pl&auml;tschern der Wellen, eine leichte Brise, die &uuml;ber die Haut fegt, das ist Sommer.<br />
Kommt man zur&uuml;ck in den L&auml;rm der Stadt, knallt man gegen eine Wand aus Hitze. Alles klebt wieder an einem fest. Alle Fenster aufgerissen, doch an Abk&uuml;hlung ist auch nach Mitternacht nicht zu denken. Feuchtwarm und dunkel liegt die Wohnung da. Der Tisch, an dem wir so oft gesessen haben, ist schemenhaft in der K&uuml;che zu erkennen. Ruhe. Nur der K&uuml;hlschrank brummt, produziert Eisw&uuml;rfel am Flie&szlig;band. Stelle ich mich ein drittes Mal f&uuml;r heute unter die Dusche?<br />
Doch die Hitze klebt nicht nur in der Stadt und an den Menschen, auch die Gedanken flie&szlig;en z&auml;her als sonst daher. Sie laufen ineinander wie die Farben der H&auml;user, lassen mich nicht klar sehen. Sie schleppen sich dahin, tr&auml;ge, uninspiriert, humpelnd. Ich komme nicht zum Schluss, drehe mich im Kreis. Am Ende eines Tages stehe ich wieder auf Los. In welche Richtung ging es noch mal?<br />
Und so f&auml;llt es mir schwer, diesen Text zu schreiben, die Worte aneinanderzubauen, bis sie zueinander passen. Hier ein Satz weg, da ein neuer hin, ein anderes Wort, da wieder eins ausradiert. M&uuml;hsam. Passt das so? Nein, ich hab den Faden verloren. Wo wollte ich hin? Ach ja, egal, ich steh ja auf Los.</p>
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		<title>Abendspaziergang</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 20:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Regen. Feiner Regen. Der Himmel l&#228;sst mehr vermuten. Schwarzblaue Konturen in den Wolken. Jetzt in der D&#228;mmerung wirken sie noch bedrohlicher. Auch der Wind hat aufgefrischt und die Hitze der letzten Tage fortgeweht. Die Schw&#252;le ist vorbei. Als ich auf die Stra&#223;e trete, f&#228;ngt es gerade an zu regnen. Ich ziehe die Kapuze &#252;ber, mache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regen. Feiner Regen. Der Himmel l&auml;sst mehr vermuten. Schwarzblaue Konturen in den Wolken. Jetzt in der D&auml;mmerung wirken sie noch bedrohlicher. Auch der Wind hat aufgefrischt und die Hitze der letzten Tage fortgeweht. Die Schw&uuml;le ist vorbei. Als ich auf die Stra&szlig;e trete, f&auml;ngt es gerade an zu regnen. Ich ziehe die Kapuze &uuml;ber, mache die Musik leise an und gehe los. &Uuml;ber die Stra&szlig;e, durch den Kreisverkehr, vorbei an parkenden Autos, hektischen Menschen und Hunden, in den Park. Der Wind schiebt den Regen vor mir her. Einmal rund um den See, hier stehen viele B&auml;ume, hier ist es trockener. Der Boden ist noch warm vom Tage, die feuchte Erde riecht gut. Tausende Regentropfen auf der Wasseroberfl&auml;che, dazwischen eine Ente mit ihren Jungen. Der Springbrunnen wirkt fehl am Platze mit seiner Font&auml;ne. Wird es da hinten nicht heller? Ein Fetzen Hoffnung? Ich schalte die Musik aus und lausche den Tropfen, die gegen meine Kapuze trommeln. Als ob ich in einem Zelt liege. Ein L&auml;cheln huscht mir &uuml;bers Gesicht, dann drehe mich um und gehe nach Hause. Als ich den Schl&uuml;ssel ins Schloss stecke, h&ouml;rt es gerade auf zu regnen.</p>
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		<title>Tour de Ruhr</title>
		<link>http://blog.janeidens.de/2010-06-20/tour-de-ruhr/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 11:36:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[EOS]]></category>
		<category><![CDATA[Fahr Rad]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Der RuhrtalRadweg. 230 Kilometer. Von der Quelle bis zur M&#252;ndung. Von Winterberg bis Duisburg-Ruhrort. Ein Reisebericht. Tag 0 Sonntagabend war Anreise per Bahn von K&#246;ln nach Winterberg. Christian und ich hatten beschlossen, von Montag bis Mittwoch zu fahren, denn Donnerstag war schon wieder Feiertag. An solchen und an Wochenenden w&#252;rde der Radweg sehr voll werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Der RuhrtalRadweg. 230 Kilometer. Von der Quelle bis zur M&uuml;ndung. Von  Winterberg bis Duisburg-Ruhrort. Ein Reisebericht.</p>
<p><span id="more-1127"></span></p>
<p><strong>Tag 0</strong></p>
<div class="myinlinepictureleft" style="width:150px">
<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1752.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1752.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p> Sonntagabend war Anreise per Bahn von K&ouml;ln nach Winterberg. Christian und ich  hatten beschlossen, von Montag bis Mittwoch zu fahren, denn Donnerstag war schon  wieder Feiertag. An solchen und an Wochenenden w&uuml;rde der Radweg sehr voll  werden, besonders bei sch&ouml;nem Wetter.<br />
Danach sah es aber gar nicht aus.  Schon in der Bahn prasselte der Regen gegen die Scheiben. In Duisburg stieg ein  Radfahrer zu, der den RuhrtalRadweg gerade hinter sich gebracht hatte. V&ouml;llig  durchn&auml;sst und auf den Regen schimpfend fuhr er mit uns Richtung Winterberg, wo  er sein Auto stehen hatte.</p>
<div class="myinlinepictureright" style="width:150px">
<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1754.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1754.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p>Als wir gegen 17 Uhr in Winterberg ankamen, hatte  der Regen nicht wirklich aufgeh&ouml;rt. Es nieselte, dicke Wolken hingen am Himmel.  Wir wollten an diesem Tag 0 nur kurz zur Ruhr-Quelle rollen und dann ein kleines  St&uuml;ck weiter in eine Pension, die wir als einzige schon reserviert hatten. Die  restlichen &Uuml;bernachtungen w&uuml;rden wir uns unterwegs organisieren, um flexibel bei  der Etappengestaltung zu sein. Auf dem Weg zur Quelle verfuhren wir uns drei  Mal, immer obskuren Schildern folgend, die bei der n&auml;chsten Gabelung nicht mehr  weiter wiesen. So fanden wir uns auf einer Wiese wieder, die richtig sch&ouml;nen  h&auml;tte sein k&ouml;nnen, w&uuml;rde es nicht regnen und der Wind uns entgegenpfeifen. Ich  hatte meine Regenjacke schon an, aber als Beinkleid nur ne Jeans. Sollten ja nur  entspannte 10 km werden.
<div class="myinlinepictureleft" style="width:99px">
<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1439.jpg"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1439.jpg" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Die Quelle</span></div>
</div>
<p> Dann endlich waren wir an der Quelle. Der Startpunkt  unserer Tour. Etwas Magisches haftete an dem Moment, selbst die Sonne schaute  f&uuml;r ein paar Sekunden hinter den Wolken hervor. Wir machten die obligatorischen  Fotos und ich &uuml;berlegte f&uuml;r einen Bruchteil einer Sekunde, ob ich meine  Trinkflasche wohl mit Ruhrwasser f&uuml;llen sollte. Da die Ruhr aber nicht wirklich  aus einer &#8220;Quelle&#8221; kam, sondern aus dem Wald dahinter heraussickerte, lie&szlig; ich  es bleiben.<br />
Wir packten uns wieder auf die R&auml;der, rollten das erste und  einzige Mal <strong>durch</strong> die Ruhr und von da auf die Bundesstra&szlig;e zur  Pension. &#8220;Schau mal da, der Himmel ist ganz schwarz&#8221;, sagte Christian, und ich  dachte nur, schei&szlig;e, ich hab die Regenhose nicht an. Aber die h&auml;tte auch nichts  mehr gebracht. Mit 35 km/h den Berg runter, und das Wasser kam von &uuml;berall. Von  oben, von vorne, mit Gegenwind, von unten, es lief in die Schuhe, die Jeans  klebte, die H&auml;nde trotz Handschuhe eiskalt. Als wir in der Pension ankamen, war  alles zu sp&auml;t. Durchn&auml;sst bis auf die Haut.
<div class="myinlinepictureright" style="width:99px">
<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1448.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1448.JPG" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Nasse Klamotten im Hotel</span></div>
</div>
<p>Leider waren wir die einzigen  G&auml;ste. &#8220;Was zu Essen? Im Dorf unten gibts ein Wirtshaus.&#8221; Super, wenn man keine  trockenen Schuhe zum Wechseln dabei hat. Die Dame von der Pension war aber so  nett, uns einen Pizzaservice rauszusuchen. W&auml;hrend wir auf das Essen warteten,  stellten wir erleichtert fest, dass wenigstens die Heizung funktionierte und wir  unsere Klamotten trocknen konnten. Die hei&szlig;e Dusche tat so gut wie schon lange  nicht mehr. So sa&szlig;en wir bei Bier und Fastfood den Abend zusammen und freuten  uns auf die Tour.</p>
<p>Der Blick auf den Tacho: 14 Kilometer gesamt.</p>
<p><strong>Tag 1</strong></p>
<p>Nach einem kleinen Fr&uuml;hst&uuml;ck mit abgez&auml;hlten, aber leckeren Br&ouml;tchen  schwangen wir uns auf die R&auml;der, bereit, die Tour in Angriff zu nehmen. Der  Himmel d&uuml;ster, die Wolken tief, Nieselregen in der Luft, der Wind von vorn. Aber  das schreckte uns nicht. Die Klamotten waren &uuml;ber Nacht tats&auml;chlich getrocknet.  Wir rollten. Bergab, bergauf, geradeaus. Die Strecke wechselte h&auml;ufig. Kaum  mal ein paar Kilometer am St&uuml;ck, immer wieder abbremsen, links rum, rechts rum,  beschleunigen, weiter, weiter, weiter.
<div class="myinlinepictureleft" style="width:150px">
<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1480.jpg"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1480.jpg" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p>Den Vormittag kamen wir gut voran, es  ging ja auch meist bergab, immer entlang der Ruhr, quer durchs Sauerland. Vorbei  an kleinen, verschlafenen Orten, durch W&auml;lder, die einem wie Dschungel vorkam  (was bestimmt auch an der feuchten Luft lag). Erkl&auml;rtes Tagesziel war Arnsberg  plus X. Wir stellten sehr bald fest, dass &#8220;plus X&#8221; gr&ouml;&szlig;er als erwartet werden  k&ouml;nnte. Die Ruhr schwoll vom kleinen B&auml;chlein an zum immer breiter werdenden  Fluss. Olsberg flog vorbei, dann Meschede.
<div class="myinlinepictureright" style="width:150px">
<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1501.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1501.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Regendicht machen</span></div>
</div>
<p>Bei einem Halt machten wir uns  wetterfest, denn der Regen wurde zwischendurch immer mal wieder st&auml;rker. Mit  Regenjacke und -hose ging es weiter. Und dann kam auch schon Arnsberg. Wir  fuhren rauf in die Stadt und rasteten zu Mittag (eher Nachmittag) bei Bratwurst  und Kartoffeln. Weiter gings im Regen. Hinter Neheim folgte der Radweg nicht  mehr der Ruhr, sondern der Autobahn. Es ging durch den nassen Wald, &uuml;ber  schlammige Wege, der Dreck spritze &uuml;berall hin. Dann waren wir in Wickede.
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<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1507.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1507.JPG" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
</div>
<p> Fahren wir noch weiter oder nicht? Was machen die Beine? Komm, noch 10 km bis  Fr&ouml;ndenberg. Gesagt, getan. Leider folgte eine l&auml;ngere gerade Strecke mit viel  Gegenwind und noch mehr Regen. Das war kein Spa&szlig; mehr, das war Bei&szlig;en. Da,  endlich, Fr&ouml;ndenberg. Das erste Hotel war zu teuer, das zweite perfekt. An der  Rezeption sagte man uns, wir k&ouml;nnten unsere R&auml;der unten in die Garage stellen.  Und auf den letzten 50 m zur Garage zischte es auf einmal. Ein Loch in  meinem Hinterreifen.
<div class="myinlinepictureright" style="width:99px">
<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1510.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1510.JPG" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Der Platten</span></div>
</div>
<p>Nach einer Dusche mit dem Gartenschlauch f&uuml;r unsere R&auml;der  (was f&uuml;r ein Dreck!) baute ich das Hinterrad aus (Schnellspanner sei dank) und  nahm es mit aufs Zimmer. Erst mal duschen, den Reifen geflickt (ein Glassplitter  im Mantel) und dann was essen (Schnitzel). Wir machten noch einen kleinen  Spaziergang zur Tanke f&uuml;r ein Feierabendbierchen und fielen ins Bett.</p>
<p>Der Blick auf den Tacho: 97 Tageskilometer, gesamt 111 km.</p>
<p><strong>Tag 2</strong></p>
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1539.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1539.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p>Nach dem Fr&uuml;hst&uuml;ck mit leckeren, nicht abgez&auml;hlten Br&ouml;tchen, aber nicht so  viel Auswahl an Aufschnitt baute ich meinen Hinterreifen wieder ein, und es  konnte weitergehen. Der Himmel zeigte sich aufgelockert, es war w&auml;rmer als am  Vortag. Das k&ouml;nnte doch eine angenehme Etappe werden. Dachten wir. Der Schlamm  war schnell wieder an den R&auml;dern, denn die Wege waren teilweise noch sehr nass.  Pf&uuml;tzen umkurven hie&szlig; es auf den ersten 10 Kilometern. Und dann knallte es.</p>
<div class="myinlinepictureright" style="width:150px">
<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1550.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1550.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Die gebrochene Speiche</span></div>
</div>
<p>Es war ein ziemlich lauter Knall, der von Christians Rad kam. Anhalten,  absteigen, ein erster Blick, nichts zu sehen. Doch, da. Eine Speiche am  Hinterrad hatte sich verabschiedet. Gebrochen. Einfach so auf gerader Strecke.  Materialerm&uuml;dung. Ein Blick auf die Karte, wir waren im Niemansland. 10 km  zur&uuml;ck bis Fr&ouml;ndenberg? 10 km weiter bis Schwerte, wo wir bei Christians  Gro&szlig;eltern eingeladen waren? Erst mal hoch zur Bundestra&szlig;e, am Kiosk in Dellwig  nachgefragt. Fahrradladen? Haha. Bahnhof? Haha. Busse? Hahaha.</p>
<div class="myinlinepictureleft" style="width:99px">
<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1559.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1559.JPG" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Busse? Haha!</span></div>
</div>
<p>Also  schieben. Entlang der Hauptstra&szlig;e, immer weiter. In Schwerte w&uuml;rde es einen  Laden geben, aber am anderen Ende der Stadt.
<div class="myinlinepictureright" style="width:99px">
<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1555.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1555.JPG" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Wer sein Fahrrad liebt&#8230;</span></div>
</div>
<p>Als wir nach gef&uuml;hlten 3  Stunden schieben an Geisecke vorbeikamen, tat sich auf einmal ein riesiger  Fahrradsupermarkt auf. Ein Wunder? Nach einigen Diskussionen (Hier haben wir  noch ein Laufrad, aber das k&ouml;nnen wir Ihnen nicht verkaufen, das ist alt, keine  Garantie.) versprach man uns, in einer Stunde sei das Rad fertig. Mit neuer  Speiche oder neuem Laufrad. Wir liefen also weiter bis zu den Gro&szlig;eltern, kamen  p&uuml;nktlich zum Mittag an und schlugen uns den Bauch mit Suppe, Kartoffelsalat,  W&uuml;rstchen und Kaffee voll. Christian holte das Rad ab (neue Speiche) und dann  sa&szlig;en wir endlich wieder auf dem Sattel. Der Tacho zeigte erst knappe 20  Tageskilometer an. Was f&uuml;r ein R&uuml;ckschlag.</p>
<div class="myinlinepictureleft" style="width:150px">
<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1610.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1610.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p> Wenigstens blieb es trocken, die  Sonne zeigte sich immer &ouml;fter, es wurde w&auml;rmer. Die Ruhr wurde zur Seenplatte,  die Landschaft immer flacher. Es gab keine nennenswerten Steigungen oder  Abfahrten mehr. Vorbei am Hengsteysee, an Herdecke und Wetter. Weiter nach  Wengern und Bommern, es wurde ruhrgebietlerischer.
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1642.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1642.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p>Vor dem Kemnader See setzten  wir mit einer F&auml;hre &uuml;ber die Ruhr (endlich mal keine Br&uuml;cke) und umfuhren dann  den See. Asphaltierte Strecke, rollen lassen, aber die Beine wurde immer  schwerer. In Hattingen lie&szlig;en wir unsere Wasserflaschen von einer sehr netten  Wirtsdame auff&uuml;llen und &uuml;berlegten. Hier n&auml;chtigen? Oder weiterfahren? Wir w&auml;ren  dann auf der &#8220;falschen Seite&#8221; der Ruhr und die n&auml;chsten drei K&auml;ffer boten laut  Karte keine &Uuml;bernachtungsm&ouml;glichkeiten. Wir hatten aber erst 60 km auf dem  Tacho. Also Energieriegel mampfen und weiter.</p>
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1647.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1647.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p>Die n&auml;chste Ruhr&uuml;berquerung  nach weiteren 15 Kilometern brachte uns vor die Tore von Essen, genauer  Essen-Steele. Wir waren m&uuml;de, die Beine schwer, die Stimmung am Ende. Also rein  nach Steele.<br />
Kaum ist man 100 Meter weg von der Ruhr, ist man wieder mitten  im Leben. Stra&szlig;enverkehr, Lkw, L&auml;rm, Alltag, Dreck. Ein Schock.<br />
Zum Gl&uuml;ck  gibts auch f&uuml;r die Suche nach einem Hotel ein App. Aber es zeigte nur zwei  Hotels an. Das este, direkt an der Hauptstra&szlig;e, sah von au&szlig;en so wenig einladend  aus, wie eine billige Kneipe, dass wir weiterfuhren. Das zweite war ausgebucht.  Der Hotelier meinte, 10 km weiter der Ruhr entlang in Heisingen sei das n&auml;chste  Hotel. Ein Anruf dort, ja, Zimmer sind noch frei, aber 105 Euro. Christian war  schon kurz davor, in den Zug zu steigen. Kein Plan, was zu tun sei, also fuhren  wir erst mal weiter. Es war schon kurz vor 20 Uhr, als wir den Abzweig zum Hotel  entdeckten. Ich rief noch mals an, ja, Zimmer w&auml;ren noch frei, 89 Euro. Okay,  nehmen wir. Noch eine Steigung, eine fiese Steigung, hinauf nach Heisingen. Die  vier jungen M&auml;dels an der Rezeption kicherten, und wir bekamen im Nebenhaus zwei  Doppelzimmer in einer Art Wohnung mit lila gekacheltem Bad, die R&auml;der bekamen  eine eigene Garage. Die K&uuml;che hatte noch bis 21 Uhr ge&ouml;ffnet, also schnell  duschen und dank der geringen Auswahl wieder Schnitzel. So tot hatte ich mich  schon lange nicht mehr gef&uuml;hlt.</p>
<p>Der Blick auf den Tacho: 96 Tageskilometer, gesamt 207 km.</p>
<p><strong>Tag 3</strong></p>
<p>Die Nacht war traumlos und viel zu schnell vorbei. Zum Fr&uuml;hst&uuml;ck gabs die  beste Auswahl und die schlechtesten Br&ouml;tchen, daf&uuml;r war das Wetter ph&auml;nomenal.  Sonne und blauer Himmel. Noch 40 Kilometer bis ans Ziel.
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1656.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1656.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p>Wir rollten los, doch  irgendwas quietschte und quietschte. Es war Christians Tretlager, das aber nach  der Behandlung mit einer halben Dose WD40 wieder Ruhe gab. So rollten wir den  Baldeneysee entlang, an Essen-Werden und Kettwig vorbei. Die Strecke war jetzt  v&ouml;llig eben, sehr gut ausgebaut, meist asphaltiert und leider auch gut besucht.  Immer &ouml;fter mussten wir &Uuml;berholman&ouml;ver meistern, klingeln, abbremsen, antreten.  Und dann waren wir schon in M&uuml;hlheim.
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1717.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1717.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p>Hatte man vorher selten den Eindruck,  mitten im Ruhrgebiet zu sein, war es jetzt umso deutlicher sichtbar. Industrie,  wohin man schaute. Aber immer nur am Horizont. Denn trotzdem f&uuml;hrte der Radweg  immer noch durchs Gr&uuml;ne.
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1726.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1726.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p>Selbst hinter M&uuml;hlheim, kurz vor Duisburg, gr&uuml;ne  Landschaften. Dann kam der Hafen in Sicht. Um 13 Uhr waren wir mitten in  Ruhrort, besuchten kurz meinen Vater auf der Arbeit, rollten durch Ruhrort und  dann zum Zielpunkt, der Landzunge, wo Ruhr und Rhein sich treffen.</p>
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1736.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1736.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Am Ziel</span></div>
</div>
<p>Nach 260 Kilometern und 15,5 Stunden reiner Fahrzeit hatten wir es geschafft  (das macht einen Schnitt von sehr schnellen 17 km/h).</p>
<p>Als wir am Nachmittag mit dem Zug wieder zu Hause ankamen, standen 270  Kilometer auf meinem Tacho. Es war trotz des Wetters und der Defekte eine tolle  Tour. Wir haben uns super verstanden, sind schnell und gleichm&auml;&szlig;ig geradelt. Ein  Lob auch an die Beschilderung: Nur selten brauchten wir die Karte, nur selten  fehlte ein Wegweiser. Es war sehr gut ausgebaut, eine tolle Streckenf&uuml;hrung,  eine tolle Landschaft, die bei sonnigem Wetter im Sauerland bestimmt noch  sch&ouml;ner ist.</p>
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<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1746.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1746.JPG" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Zielpunkt</span></div>
</div>
<p>Aber vor allem bin ich stolz auf unsere Leistung. Wir treiben  beide keinen regelm&auml;&szlig;igen Sport und sind trotzdem super durchgekommen. Wir waren  schnell, auf gerader Strecke nie unter 22 km/h, oft zeigte mein Tacho  kilometerlang 24 bis 26 km/h und das bei konstantem Gegenwind auf der gesamten  Strecke. Der Muskelkater hatte sich bereits nach dem ersten Tag breit gemacht in  den Beinen, aber wenn man erst mal wieder rollt, dann gehts auch. Mein Arsch  hingegen hat nie wirklich geschmerzt.</p>
<p>Welche Tour steht als n&auml;chstes an?</p>
<p>Alle Fotos der Tour k&ouml;nnt ihr <a title="Tour de Ruhr" href="http://blog.janeidens.de/galerie/tour-de-ruhr/">hier</a> sehen.</p>
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		<title>Seltsames Licht</title>
		<link>http://blog.janeidens.de/2010-06-18/seltsames-licht/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 07:16:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>
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		<description><![CDATA[So wie es war, solls nie wieder sein So wie es ist, darfs nicht bleiben Und wies dann wird, kann vielleicht nur der bucklige Winter entscheiden Aber wir sehn uns wieder, ganz bestimmt Irgendwann&#8230; Gisbert zu Knyphausen f&#252;r alle Lebenslagen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p>So wie es war, solls nie wieder sein</p>
<p>So wie es ist, darfs nicht bleiben</p>
<p>Und wies dann wird, kann vielleicht</p>
<p>nur der bucklige Winter entscheiden</p>
<p>Aber wir sehn uns wieder, ganz bestimmt</p>
<p>Irgendwann&#8230;</p>
</blockquote>
<p><a title="Gisbert auf youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=rOXkb8AIemw">Gisbert zu Knyphausen</a> f&uuml;r alle Lebenslagen.</p>
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		<title>Sommer</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 22:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[Das gr&#252;ne Gras, getr&#228;nk vom Regen der letzten Wochen, ist enorm gewachsen. Weich wie in einem Bett liege ich da und blicke erst in den stahlblauen Himmel, dann in Deine braungr&#252;nen Augen. Auf einmal ist er da, der Sommer. Die Sonne schickt ihre W&#228;rme, sie durchstr&#246;mt uns. Dein L&#228;cheln leuchtet. Ich trete hinaus auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das gr&uuml;ne Gras, getr&auml;nk vom Regen der letzten Wochen, ist enorm gewachsen. Weich wie in einem Bett liege ich da und blicke erst in den stahlblauen Himmel, dann in Deine braungr&uuml;nen Augen. Auf einmal ist er da, der Sommer. Die Sonne schickt ihre W&auml;rme, sie durchstr&ouml;mt uns. Dein L&auml;cheln leuchtet.</p>
<p>Ich trete hinaus auf die Stra&szlig;e, es ist dunkel. Doch die W&auml;rme des Tages hat es in die Nacht geschafft. Ich schwinge mich auf mein Fahrrad, lege den Soundtrack meiner Liebe auf und genie&szlig;e im Fahrtwind die Luft. Der Duft einer lauen Nacht. Es ist die erste in diesem Jahr, die nach Sommer riecht. Meine Gedanken sind bei Dir, begleiten Dich in Deinen Schlaf, tr&auml;umen von Dir.</p>
<p>Ich freue mich auf das, was kommt.</p>
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		<title>Best of</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 22:35:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da oben in der Hauptnavigation hat sich zwischen Archiv und Impressum ein neuer Link gequetscht: Best of. Ich hab vorhin mal angefangen, diejenigen Artikel und Bilder herauszusuchen, die ich f&#252;r vorzeigef&#228;hig halte. Ein &#8220;Best of JanBob blogt&#8221; halt. Viel Spa&#223; beim St&#246;bern in dem (meist) alten Kram.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Da oben in der Hauptnavigation hat sich zwischen <em>Archiv</em> und <em>Impressum</em> ein neuer Link gequetscht: <em>Best of</em>. Ich hab vorhin mal angefangen, diejenigen Artikel und Bilder herauszusuchen, die ich f&uuml;r vorzeigef&auml;hig halte. Ein &#8220;Best of JanBob blogt&#8221; halt.<br />
Viel Spa&szlig; beim St&ouml;bern in dem (meist) alten Kram.</p>
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		<title>2009 &#8211; Ein R&#252;ckblick</title>
		<link>http://blog.janeidens.de/2009-12-31/2009-ein-rueckblick/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 10:21:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Januar. Ich komme von der Nordsee zur&#252;ck und bin wieder allein. Es liegt Schnee, ziemlich viel und ziemlich lange. Mein Kopf blockiert, an bloggen ist nicht zu denken. Februar. Nach langer Suche habe ich einen Schreibtisch gefunden, er macht sich gut in der neuen Wohnung. Wir richten uns weiter ein. Herr Reiter fesselt mich ans [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Januar. Ich komme von der Nordsee zur&uuml;ck und bin wieder allein. Es liegt Schnee, ziemlich viel und ziemlich lange. Mein Kopf blockiert, an bloggen ist nicht zu denken.</p>
<p>Februar. Nach langer Suche habe ich einen Schreibtisch gefunden, er macht sich gut in der neuen Wohnung. Wir richten uns weiter ein. Herr Reiter fesselt mich ans Bett. &Ouml;de Stunden im tristen Grau. Es schneit schon wieder.</p>
<p>M&auml;rz. Ich kann wieder arbeiten. Das Stadtarchiv st&uuml;rzt ein. Krokusse auf dem Balkon geben einen ersten zaghaften Hinweis auf den Fr&uuml;hling. Ich fange an, ellenlange Mails nach Berlin zu schreiben.</p>
<p>April. Renko kommt gleich zwei Mal vorbei. Auf dem Geburtstag meiner Schwester schw&auml;rmen wir zu f&uuml;nft vom Frankreichurlaub und fragen uns, wie das schon 6 Jahre her sein kann.</p>
<p>Mai. Ich fahre nach Berlin und f&uuml;hle mich wohl. Das werde ich nun &ouml;fter tun. Dank der Feiertage habe ich Zeit. Die Sonne scheint wie wild. Wir unternehmen viel, erkunden mit unseren Kameras die Gegend. Ich bin tief beeindruckt von Beelitz Heilst&auml;tten.</p>
<p>Juni. Das Hochbett wird aufgebaut und im Zoo rei&szlig;t das Flusspferd sein riesiges Maul auf. Es ist warm, es riecht nach Sommer. Freitags und Montags sitze ich oft im Zug.</p>
<p>Juli. Urlaub. 14 Tage faul am Strand rumliegen, Sonne, Erholung pur. Als ich wiederkomme, fahre ich ein letztes Mal nach Berlin.</p>
<p>August. Gleich zwei meiner ehemaligen Kommolitonen heiraten, ich spiele den Fotografen und frage mich, ob ich je heiraten werde. Es f&auml;llt mir schwer, mich von Berlin zu l&ouml;sen. Die Tage schleppen sich dahin.</p>
<p>September. Ich bastel mir ein neues Design f&uuml;r meinen Blog und schreibe wieder viel mehr. Ein Brief ersch&uuml;ttert meine Zukunft. Wir k&uuml;ndigen unsere Wohnung. Der Herbst ist nicht in Sicht, ich laufe immer noch im T-Shirt herum. Ich stehe in einer verlassenen Kaserne und schie&szlig;e Fotos.</p>
<p>Oktober. Ganz viel neue Musik str&ouml;mt auf mich ein. Ich schreibe eine letzte Mail nach Berlin. Ich schmiede neue Pl&auml;ne, suche nach Perspektiven, strecke meine F&uuml;hler aus nach Hamburg, Berlin und Mainz. Ich mache viele Spazierg&auml;nge, auf einmal habe ich so viel freie Zeit wie noch nie. Endlich schaffe ich es auf einen Besuch in den S&uuml;den, herrliche Tage im Herbst, um auf andere Gedanken zu kommen. Ich h&ouml;hle einen K&uuml;rbis aus und stehe neben Vampiren an einer brennenden Tonne.</p>
<p>November. Gedanken ans Ausland kommen auf und verschwinden am Ende des Monats wieder. Ich werde hin und her gerissen, gehe auf eine Party, die mich tr&auml;umen l&auml;sst. Unsere Nachmieter unterschreiben ihren Vertag. Der Anruf, dass ich K&ouml;ln bleiben soll, kommt zu sp&auml;t, um die Wohnung doch noch behalten zu k&ouml;nnen. Die Winterastern auf dem Balkon bl&uuml;hen, ich lasse zum ersten Mal in diesem Jahr einen Drachen steigen und gehe auf so viele Konzerte wie noch nie.</p>
<p>Dezember. Ich muss mir eine neue Wohnung suchen. Ich habe Geburtstag und lerne einen Tag sp&auml;ter noch mehr neue Freunde kennen. Und auf einmal ist es da, dieses Kribbeln im Bauch. Es hat geschneit. Ich sitze auf einer Couch und sie nimmt all ihren Mut zusammen. Mir wird hei&szlig; und kalt und ich sage Ja. Weihnachten dauert dieses Jahr 5 Tage. Nachher gehe ich ins Stadion, Rheinfeiern.</p>
<p>Ein komisches Jahr, das in Trance anfing und erst langsam Fahrt aufnahm. Ein Sommer voller Reisen, ein Herbst voller Verwirrung und ein Winter wie eine Achterbahnfahrt mit gl&uuml;cklichem Ende. Selten habe ich mich zum Abschluss eines Jahres so gut gef&uuml;hlt. Aber es f&uuml;hlt sich nicht an wie Silvester. Es ist nur eine weitere Party auf der Welle, die ich reite. K&ouml;nnte jetzt bitte auch noch ne Wohnung vom Himmel fallen?</p>
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		<title>Wieder zu Hause</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 00:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
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		<description><![CDATA[Schreiben, weil ich das Gef&#252;hl habe, schreiben zu wollen. Ja, schreiben zu m&#252;ssen. Es will raus. So wie man im Wald steht und schreien m&#246;chte. Aus Freude, aus Angst, aus Lust. Laut, damit jeder einen h&#246;rt. Und doch ist keiner da. Das macht vielleicht auch den Reiz aus. Hier aber sind viele, schauen und lesen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Schreiben, weil ich das Gef&uuml;hl habe, schreiben zu wollen. Ja, schreiben zu m&uuml;ssen. Es will raus. So wie man im Wald steht und schreien m&ouml;chte. Aus Freude, aus Angst, aus Lust. Laut, damit jeder einen h&ouml;rt. Und doch ist keiner da. Das macht vielleicht auch den Reiz aus. Hier aber sind viele, schauen und lesen. Und das hemmt. Trotzdem will ich schreiben.</p>
<p>Auf dem langen Weg nach Hause, mit Zeit im Gep&auml;ck, um zu rekapitulieren, nachzudenken, den Gedanken freien Lauf zu lassen und sie wieder einzufangen, einen Fu&szlig; vor den anderen setzen. Ich habe schreien wollen, aber nach &uuml;ber sechs Stunden reden, erz&auml;hlen und lachen ist die Stimme angekratzt, das Bier brennt noch in der Kehle, die Zigarette schmeckt nicht mehr. Aber das L&auml;cheln bleibt. Meins im Gesicht und Deins auf den Bildern im Kopf.</p>
<p>Schreiben, weil ich das Gef&uuml;hl habe, schreiben zu wollen&#8230;</p>
<p class="postmeta">(vom 24.11.2009, grad wiedergefunden)</p>
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		<title>Durch. Einander verzweifelt.</title>
		<link>http://blog.janeidens.de/2009-11-29/durch-einander-verzweifelt/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 01:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Herbst ist abgebl&#228;ttert. Mark as forget. Die Richtung gelassener, der Ort alt. Leben, das. Umgekrempelt. Augen (braun) lachen und zitieren. In dem Gew&#252;hle meiner Gef&#252;hle. Durch. Einander verzweifelt. Halt, an. Und mich, fest. Gezimmert mit Hilfe von Tweets von @luzilla, @i_need_coffee &#38; @muserine.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Der Herbst ist abgebl&auml;ttert.<br />
Mark as forget.<br />
Die Richtung gelassener, der Ort alt.<br />
Leben, das. Umgekrempelt.</p>
<p>Augen (braun) lachen und zitieren.<br />
In dem Gew&uuml;hle meiner Gef&uuml;hle.<br />
Durch. Einander verzweifelt.<br />
Halt, an. Und mich, fest.</p>
<p class="postmeta">
<p class="postmeta">Gezimmert mit Hilfe von Tweets von <a title="luzilla" href="http://twitter.com/luzilla">@luzilla</a>, <a title="i_need_coffee" href="http://twitter.com/i_need_coffee">@i_need_coffee</a> &amp; <a title="muserine" href="http://twitter.com/muserine">@muserine</a>.</p>
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