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	<title>JanBob blogt &#187; Geschreibsel</title>
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		<title>2011 &#8211; Ein R&#252;ckblick</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 17:02:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Januar. Der Schnee aus dem Dezember ist geschmolzen, es gibt ein imposantes Hochwasser. Es ist Dunkel und kalt. Wir kuscheln uns eng zusammen. Februar. Ein Kurztrip nach Mainz und Wiesbaden. Ein Spaziergang auf der Autobahn. Moddi spielt sich mit dem &#8230; <a href="http://blog.janeidens.de/2011-12-23/2011-ein-ruckblick/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Januar. Der Schnee aus dem Dezember ist geschmolzen, es gibt ein imposantes <a title="Hochwasser" href="http://blog.janeidens.de/2011-01-23/hochwasser/">Hochwasser</a>. Es ist Dunkel und kalt. Wir kuscheln uns eng zusammen.</p>
<p>Februar. Ein Kurztrip nach Mainz und Wiesbaden. Ein Spaziergang auf der <a title="Neulich auf der A3" href="http://blog.janeidens.de/2011-02-20/neulich-auf-der-a3/">Autobahn</a>. Moddi spielt sich mit dem Konzert des Jahres in unsere Herzen.</p>
<p>M&auml;rz. Ich fange an, wieder <a title="Ausgepowert" href="http://blog.janeidens.de/2011-03-10/ausgepowert/">Volleyball</a> zu spielen. Warme Wochenenden lassen uns am Rhein und im Park liegen. Von ihrem Kopfkino bekomme ich nichts mit.</p>
<p>April. Meine Schwester wird K&ouml;lnerin. Der Sommer ist da, wir liegen immer &ouml;fter mit kurzen Hosen im <a title="F&uuml;&szlig;e" href="http://blog.janeidens.de/2011-04-27/fuse/">Park</a>. Die K&uuml;sse werden k&uuml;hler und weniger.</p>
<p>Mai. Es knackt, danach gibt es kein &#8220;<a title="Verbl&uuml;ht" href="http://blog.janeidens.de/2011-05-07/verblueht/">Wir</a>&#8221; mehr. Ich helfe eine Wohnung streichen, fahre ans <a title="Tag am Meer" href="http://blog.janeidens.de/2011-05-15/tag-am-meer/">Meer</a>, gehe Trommeln.</p>
<p>Juni. Ein Roadtrip nach <a title="Ausspannen" href="http://blog.janeidens.de/2011-06-07/ausspannen-2/">Baden-Baden</a>. Ich lerne einen neuen guten Freund kennen und h&ouml;re nach &uuml;ber 15 Jahren auf zu <a title="Die letzte Zigarette" href="http://blog.janeidens.de/2011-06-25/die-letzte-zigarette/">rauchen</a>.</p>
<p>Juli. Drei Tage Traumzeitfestival zwischen Hoch&ouml;fen und gigantischen Hallen. Wir f&uuml;hren ein letztes Telefonat. Ich kaufe mir ein Rennrad, liege im Park und freue mich auf meinen Urlaub.</p>
<p>August. Der Sommer ist vorbei und ich habe Urlaub. Endlich. Aber statt an den Atlantik fahre ich zuerst nach Rees, aufs <a title="Das war Haldern 2011" href="http://blog.janeidens.de/2011-08-16/das-war-haldern-2011/">Haldern Pop</a>. Danach in die Schweiz und dann nach Konstanz an den Bodensee. Mit Freunden ausspannen, die Seele baumeln lassen, auf andere Gedanken kommen.</p>
<p>September. Ich stolper auf einer Party &uuml;ber Vergangenes und verpiss mich. &#8220;Mampfn und Saufn&#8221; wird kurz ins Leben gerufen. Ich fange bei einem weiteren Team an, Volleyball zu spielen. Ich g&ouml;nne mir eine neue Brille. Es wird herbstlicher, wir gehen im <a title="Im Wald" href="http://blog.janeidens.de/2011-10-12/im-wald/">Wald</a> spazieren. Seit 3 Monaten bin ich Nichtraucher.</p>
<p>Oktober. Ich besuche Antwerpen und f&uuml;nf <a title="Konzert-Herbst" href="http://blog.janeidens.de/2011-09-08/konzert-herbst/">Konzerte</a>. Der <a title="Herbstimpressionen" href="http://blog.janeidens.de/2011-10-13/herbstimpressionen/">Herbst</a> zeigt sich von seiner sch&ouml;nsten Seite. Ich mache Bandfotos.</p>
<p>November. Ich bin auf 5 weiteren Konzerten und genie&szlig;e das aufziehende Grau des Winters. Weggehen, feiern und N&auml;chte durchmachen hei&szlig;t das Motto. Ich bastel mir ein <a title="Neues Design" href="http://blog.janeidens.de/2011-11-30/neues-design-2/">neues Gewand</a> f&uuml;r mein Blog.</p>
<p>Dezember. Ich verlege meine Geburtstagsparty in den Sommer und gehe stattdessen in die Therme. Seit <a title="6 Monate" href="http://blog.janeidens.de/2011-12-19/6-monate/">sechs Monaten</a> rauche ich schon nicht mehr. Auf einmal steht sie da. Weihnachten kann kommen. Ich freue mich aufs n&auml;chste Jahr &#8211; und auf das Wiedersehen.</p>
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		<title>Eine kleine Reise</title>
		<link>http://blog.janeidens.de/2011-10-22/eine-kleine-reise/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 11:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist dunkel, abends. Die Stadt ist mir fremd, ich kenn mich nicht aus. Ich habe zwar einen Stadtplan in meiner Tasche, aber trotzdem ist da diese unterbewusste Aufgeregtheit. Wohin f&#252;hrt diese Stra&#223;e? Bin ich hier richtig? H&#228;tte ich doch &#8230; <a href="http://blog.janeidens.de/2011-10-22/eine-kleine-reise/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist dunkel, abends. Die Stadt ist mir fremd, ich kenn mich nicht aus. Ich habe zwar einen Stadtplan in meiner Tasche, aber trotzdem ist da diese unterbewusste Aufgeregtheit. Wohin f&uuml;hrt diese Stra&szlig;e? Bin ich hier richtig? H&auml;tte ich doch lieber ein Taxi nehmen sollen? Alles ist so neu, so unangeschaut. Fiese Gestalten kommen mir entgegen. Brust raus und so tun, als sei man hier heimisch. Und doch wandert der Blick die ganze Zeit hin und her. Die Augen auf dem Bordstein, an der Hausfassade, in den Fenstern der Wohnungen. Ich suche die Namenschilder der Stra&szlig;en, entdecke den Eingang, checke ein. Wieder drau&szlig;en ist es noch k&auml;lter geworden. Zum ersten Mal seit langer Zeit f&uuml;hle ich den Winter nahen. Es riecht f&ouml;rmlich nach ihm. Kalte Luft kitzelt meine Nase, der Geruch von verbranntem Holz steigt auf. Ich stecke die H&auml;nde tiefer in die Taschen und frage mich, warum ich f&uuml;r diesen Geruch erst ins Ausland fahren musste? Um die Ecke wieder eine neue Welt. Im Schaufenster Demo-Bekleidung f&uuml;r den Schwarzen Block. Eins weiter bunteste Kleider f&uuml;r den Sommer. Ich muss noch mal wiederkommen, tags&uuml;ber und mit viel Geld, denke ich mir. Ich schaue aufs Wasser und esse eine T&uuml;te Pommes Spezial.<br />
Am Ende des n&auml;chsten Tages laufe ich vom Veranstaltungsort zur&uuml;ck zum Bahnhof. Jetzt wei&szlig; ich, wo ich lang muss, und schon f&uuml;hlt man sich gar nicht mehr so fremd. Die Sonne flirrt &uuml;ber der Stadt, statt Herbst riecht es nach Fr&uuml;hling.<br />
Der Thalys rollt ein. Ich stelle fest, dass er nichts anderes als ein rot angemalter TGV. Und dass der Schaffner hier &#8220;Train Manager Michael&#8221; hei&szlig;t.<br />
Die blonde Frau, mit dem R&uuml;cken zu mir eine Sitzreihe weiter, packt ihr MacBook aus, versucht erst ins Internet zu kommen und klickt dann alle Programm einmal durch. Als sie ein Webcamprogramm startet, kann ich ihr Gesicht &uuml;ber den ganzen Bildschirm sehen. Sie guckt erschrocken und schlie&szlig;t das Programm schnell wieder. Dann versucht sie erfolglos, eine DVD zu starten. Sie tauscht die DVD gegen eine Musik-CD, aber iTunes gibt nur Fehlermeldungen aus. Entnervt f&auml;ngt sie an, Schach gegen den Computer zu spielen, wobei sie in der ersten Partie wahllos Figuren irgendwohin zieht und in der zweiten sich jeden Zug vorschlagen l&auml;sst. Dann wird mir das Zugucken langweilig, ich lese weiter.<br />
Zur&uuml;ck in K&ouml;ln laufe ich auch durch ein paar Stra&szlig;en, aber so sehr ich mich auch bem&uuml;he, hier ist alles abgegrast, nichts Neues will sich einstellen. Ich sollte &ouml;fter alleine in eine fremde Stadt fahren. Dann aber mit mehr Zeit und ohne tagf&uuml;llendes Programm.</p>
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		<title>Herbstanfang, melancholischer</title>
		<link>http://blog.janeidens.de/2011-10-04/herbstanfang-melancholischer/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 11:01:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen hat die Sonne noch mal alles gegeben. Ich habe es mir genommen. Und genossen. Im Park liegen, lesen, schlafen, gucken, nichts tun. Wenn ich ankam, war die Wiese noch feucht und leer. Wenn ich gegangen bin, &#8230; <a href="http://blog.janeidens.de/2011-10-04/herbstanfang-melancholischer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="myinlinepicture" style="width:400px">
<div class="myinlineborder"  style="width:400px"><a rel="lightbox" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/test/IMG_7848.jpg"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/test/IMG_7848.jpg" alt="" title="" width="400" height="266"  /></a></div>
</div>
<p><br style="clear:both"/>In den letzten Tagen hat die Sonne noch mal alles gegeben. Ich habe es mir genommen. Und genossen. Im Park liegen, lesen, schlafen, gucken, nichts tun. Wenn ich ankam, war die Wiese noch feucht und leer. Wenn ich gegangen bin, wurde es langsam dunkel und es gab zwischen all den Grillern und Sonnenanbetern kaum ein freies Pl&auml;tzchen mehr.<br />
Das ist nun vorbei. Heute ist es zwar noch mal warm, aber der Wind hat schon zugenommen, treibt Regenwolken vor sich her. Ich sitze in meiner Wohnung und denke, es regnet. Aber in Wirklichkeit sind es die Bl&auml;tter drau&szlig;en. Ein konstanter Strom vertrockneter gelber, brauner und roter Bl&auml;tter, die &uuml;ber die Autod&auml;cher wehen, &uuml;ber den Asphalt, die mit sich selbst tanzen und dabei rauschen, als w&uuml;rde es best&auml;ndig regnen.<br />
Vorbei ist es mit dem Sommer, der angeblich keiner war. F&uuml;r mich war es schon einer. Aber &uuml;ber all den sch&ouml;nen Momenten, die ich erlebt habe in diesen Monaten, &uuml;ber all den Erinnerungen, den Erlebnissen, &uuml;ber allem lag ein dunkles Tuch, eine Traurigkeit, die mich daran gehindert hat, es wirklich als sch&ouml;n zu empfinden. Nicht, dass ich keinen Spa&szlig; gehabt h&auml;tte. Aber es war ein st&auml;ndiges Wechselspiel von Freude und Trauer. Ein Auf und Ab. Ein Hin und Her. Die Trauer nimmt ab, das Ab, das Her, es schwindet, mal mehr, mal weniger, aber fast jeden Tag ein bisschen mehr. Ich frage mich trotzdem, ob es jemals wieder ganz weggeht. Wahrscheinlich, aber es f&uuml;hlt sich nicht so an. Und der melancholische Herbstanfang verst&auml;rkt solche Gef&uuml;hle nur noch mehr.</p>
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		<title>Das war 2010 &#8211; III</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 14:15:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den pers&#246;nlichen Jahresr&#252;ckblick gibt es dieses mal in Form meiner Facebook-Statusmeldungen (chronologisch, aber ohne Datum). Auf dem Weg zur Arbeit. Komisches Gef&#252;hl, nach so langer Zeit&#8230; &#124; #Kaffee (Workweek No.2, early shift) &#124; 12 Uhr. Zeit f&#252;rs Fr&#252;hst&#252;ck. &#124; Gleich &#8230; <a href="http://blog.janeidens.de/2010-12-20/das-war-2010-iii/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Den pers&ouml;nlichen Jahresr&uuml;ckblick gibt es dieses mal in Form meiner Facebook-Statusmeldungen (chronologisch, aber ohne Datum).</p>
<p><span id="more-1240"></span></p>
<p>Auf dem Weg zur Arbeit. Komisches Gef&uuml;hl, nach so langer Zeit&#8230; | #Kaffee (Workweek No.2, early shift) | 12 Uhr. Zeit f&uuml;rs Fr&uuml;hst&uuml;ck. | Gleich bekomm ich die Schl&uuml;ssel! | Kisten packen, putzen, abrei&szlig;en, wiederfinden, aussortieren,  wegschmei&szlig;en. | Umgezogen. | In Mannheim gestrandet. Die Deutsche Bahn AG zahlt das Hotel&#8230; | Hurra, die K&uuml;che ist fertig! | Die V&ouml;gel zwitschern, zum ersten Mal in diesem Jahr richtig laut!  DerFr&uuml;&uuml;&uuml;&uuml;&uuml;hling kommt! | Urlaub zu haben f&uuml;hlt sich einfach toll an! | And now to something completely different: Federball. | Spring is there &#8211; finally! | Tonight: 6 Jahre Balkan Express Party im Geb&auml;ude 9!!! | Tonight in concert: Wintersleep (@ Die Werkstatt) | Faschowetter.  Finsteres. | Nach 260 km an der Ruhrm&uuml;ndung angekommen! Tschakka! | Wenns Dir mal wieder dreckig geht&#8230; | Globetrotter, K&auml;ltekammer. -15 Grad. Genau das richtige heute! | Platzregen in K&ouml;ln. Public Viewer fl&uuml;chten in Scharen. | Waaaaaahnsinn! | Auf gehts, mit dem Segway durch K&ouml;ln. | Rodenkirchen Beach, hier l&auml;sst es sich aushalten&#8230; | Sitzt im neuen B&uuml;ro und schaut den Handwerkern beim Schr&auml;nke aufbauen  zu. Macht ma schnella, ich will nach Huss!!! | Rhein ins Wasser! | Jetzt wei&szlig; ich wieder, wie sich der Herbst wirklich anf&uuml;hlt. Tsch&uuml;ss  Sommer! | macht sich schick f&uuml;r die Hochzeit des Jahres! | Jetzt wei&szlig; ich wieder, wie sich Halsschmerzen und verrotzte Nebenh&ouml;hlen  anf&uuml;hlen&#8230; | War gestern noch in der Nordsee schwimmen und heute schon wieder im  Sender. | 16 Stunden im Sender gewesen. Das Baby l&auml;uft. | Urlaub gebucht! | Auf zum K&ouml;ln Marathon! | Und ab in die Therme! | Sonne, 29 Grad. Und das bleibt so die n&auml;chsten 7 Tage! | Die Wolken verziehen sich. K&ouml;nnt doch noch ein letzter Strandtag werden! | Warum tauschen Sonntag und Montag eigentlich st&auml;ndig die Rollen?! | Straight on for the days ahead! | Ich habe keine Angst!! | Vielen, vielen Dank f&uuml;r die Gl&uuml;ckw&uuml;nsche!</p>
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		<title>Wenn ich Kanzler w&#228;re&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 11:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich Kanzler w&#228;re, w&#252;rde ich&#8230; Wenn ich Kanzler w&#228;re, ich w&#252;rde die Laufzeitverl&#228;ngerung von Atomkraftwerken sofort zur&#252;cknehmen. Au&#223;erdem w&#252;rde ich die AKW-Betreiber verpflichten, ab sofort selbst f&#252;r die M&#252;llentsorgung aufzukommen. Trotzdem bliebe die Entsorgung weiter in staatlicher Hand, sonst &#8230; <a href="http://blog.janeidens.de/2010-11-10/wenn-ich-kanzler-waere/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Wenn ich Kanzler w&auml;re, w&uuml;rde ich&#8230;</p>
<p><span id="more-1230"></span>Wenn ich Kanzler w&auml;re, ich w&uuml;rde die Laufzeitverl&auml;ngerung von Atomkraftwerken  sofort zur&uuml;cknehmen. Au&szlig;erdem w&uuml;rde ich die AKW-Betreiber verpflichten, ab  sofort selbst f&uuml;r die M&uuml;llentsorgung aufzukommen. Trotzdem bliebe die Entsorgung  weiter in staatlicher Hand, sonst verklappen die den M&uuml;ll nach Russland. Ich  w&uuml;rde neben Gorleben weitere Standorte f&uuml;r Endlager erkunden lassen, zum  Beispiel in Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, w&uuml;rde ich mich f&uuml;r die Umwelt einsetzen, f&uuml;r  regenerative Energien, spritsparende Autos, weniger Emissionen, f&uuml;r den  Artenschutz.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, w&uuml;rde ich meinen Arbeitsminister f&uuml;r einen solchen  Auftritt, wie ihn Frau von der Leyen hingelegt hat, feuern. Ich w&uuml;rde sie oder  ihn anweisen, die ganzen Zahlen zu nennen und keine sch&ouml;n gerechneten.<br />
Au&szlig;erdem w&uuml;rde ich die Hartz-Reformen reformieren, die Ein-Euro-Jobs  abschaffen und Kurz- und Zeitarbeit endlich vern&uuml;nftig regeln.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, w&uuml;rde ich Deutschland zum Einwanderungsland erkl&auml;ren.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, w&uuml;rde ich Bildung zur Bundessache machen. Ich w&uuml;rde  das Schulsystem reformieren: das Sitzenbleiben abschaffen, die Grundschulzeit  verl&auml;ngern und Internetkompetenz als eigenes Fach einf&uuml;hren. Ich w&uuml;rde die  Studiengeb&uuml;hren abschaffen, das Baf&ouml;g entb&uuml;rokratisieren und f&uuml;r alle einf&uuml;hren,  damit man studieren kann und nicht nur arbeiten muss. Ich w&uuml;rde den Bachelor auf  8 Semester ausdehnen und mit mehr Professoren daf&uuml;r sorgen, dass immer alle  Kurse angeboten werden.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, w&uuml;rde ich dem Presserat mehr Macht geben, damit der  bei Verst&ouml;&szlig;en gegen den Pressekodex statt nur belanglose R&uuml;gen auszusprechen  endlich mal Sanktionen auferlegen kann. Au&szlig;erdem w&uuml;rde ich ihn auf das Medium  Fernsehen ausweiten.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, w&uuml;rde ich ein Gesetz zum L&ouml;schen statt Sperren von  Kinderpornographie erlassen und Frau zu Guttenberg f&uuml;r ihre uns&auml;glich  rei&szlig;erische Sendung vom neuen Presserat mit einer empfindlichen Geldstrafe  belegen lassen.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, w&uuml;rde ich den neuen Rundfunkstaatsvertrag zur&uuml;ckdrehen  und das gro&szlig;e L&ouml;schen von &ouml;ffentlich-rechtlichen Inhalten im Internet r&uuml;ckg&auml;ngig  machen.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, w&uuml;rde ich ein bedingungsloses Grundeinkommen  einf&uuml;hren.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, ich w&uuml;rde auch die Steuerreform endlich angehen: den  Spitzensteuersatz weit anheben, die Verm&ouml;genssteuer wieder einf&uuml;hren,  Subventionen streichen, das ganze System total vereinfachen und damit den Ansatz  von Friedrich Merz wieder aufgreifen und die Steuererkl&auml;rung auf Bierdeckeln  zulassen. Ich w&uuml;rde die Mehrwertsteuer vereinheitlichen und Ausnahmen  streichen.<br />
Ich w&uuml;rde auch den Finanzmarkt st&auml;rker regulieren und mir nicht  von Bankmanagern meine Politik diktieren lassen.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, w&uuml;rde ich den Lobbyismus neu strukturieren und so  regeln, dass nicht die Lobby mit dem meisten Geld das gr&ouml;&szlig;te Sagen hat, sondern  jeder Lobbygruppe gleich viel Zeit zugesprochen wird. Au&szlig;erdem m&uuml;sste jeder  Politiker offenlegen, wann er welche Lobbyisten trifft.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, ich w&uuml;rde das Gesundheitswesen reformieren und zuerst  die Pharmakonzerne dazu zwingen, ihre Produkte billiger anzubieten. Ich w&uuml;rde  Monopole brechen und mehr Generika zulassen.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, w&uuml;rde ich die Wehrpflicht abschaffen (oh, da komm ich  wohl zu sp&auml;t) und viel mehr zivile Helfer statt Soldaten in die Krisenregionen  der Welt entsenden.</p>
<p>Wenn ich Kanzler w&auml;re, w&uuml;rde ich nicht auf die n&auml;chste Wahl gucken, sondern  auf die n&auml;chsten Generationen. Ich will Kinder in diese Welt setzen und ihnen  eine sorgenfreie Zukunft erm&ouml;glichen, ihnen eine gute Welt hinterlassen. Ich  will mich der Verantwortung stellen. Und wenn ich schon nicht Kanzler werden  kann, so will ich zumindest im Kleinen alles daf&uuml;r tun, dass diese Welt eine  bessere wird.</p>
<p>W&uuml;rdet ihr mich w&auml;hlen? Was w&uuml;rdet ihr tun, wenn ihr Kanzler w&auml;rt?</p>
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		<title>Oktober im August</title>
		<link>http://blog.janeidens.de/2010-08-18/oktober-im-august/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 09:43:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute Nacht habe ich gefroren, obwohl ich zum ersten Mal seit Langem wieder mit T-Shirt geschlafen habe. Ich ziehe den Vorhang auf. Es regnet. Mal wieder. Das Thermometer zeigt 15° an. Der Himmel zeigt sein sch&#246;nstes Einheitsgrau. Richtig hell will &#8230; <a href="http://blog.janeidens.de/2010-08-18/oktober-im-august/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><img height="230" alt="Herbst" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/uploads/2010/08/herbst.jpg" width="450" /></p>
<p>Heute Nacht habe ich gefroren, obwohl ich zum ersten Mal seit Langem wieder mit T-Shirt geschlafen habe.<br />
Ich ziehe den Vorhang auf. Es regnet. Mal wieder. Das Thermometer zeigt 15° an. Der Himmel zeigt sein sch&ouml;nstes Einheitsgrau. Richtig hell will es heute wohl nicht werden. Der Wind rei&szlig;t und zerrt an den Bl&auml;ttern der B&auml;ume. Einige resignieren, obwohl sie noch gr&uuml;n und saftig sind, und gehen zu Boden. So resigniert auch meine Stimmung, l&auml;sst sich mitrei&szlig;en vom Wind und f&auml;llt zu Boden. In der Dusche drehe ich das Wasser immer ein St&uuml;ckchen w&auml;rmer, bleibe lange darunter stehen. Doch das Fr&ouml;steln will nicht weichen. Ich muss einkaufen und will nicht. Will nicht raus in die K&auml;lte, in die N&auml;sse, den Wind. Das Wasser l&auml;uft die Stra&szlig;e entlang, der Wind treibt den Nieselregen unter den Schirm. Autos fahren mit Licht, die Scheibenwischer surren. Das typische Rauschen von Reifen auf nassen Asphalt. Leute schlagen den Kragen hoch, blicken zu Boden. Oktober im August.<br />
Sie liegt derweil in Spanien am Strand und l&auml;sst sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Ich will auch weg&#8230;</p>
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		<title>Anruf von Gisbert</title>
		<link>http://blog.janeidens.de/2010-07-15/anruf-von-gisbert/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 21:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Handy schellt. Ich fahre einh&#228;ndig an den Bordstein, krame mit der anderen das Ger&#228;t aus der Hosentasche. Ein kurzer Blick aufs Display und ich wei&#223; sofort, was mich erwartet. Ich sage gar nicht erst hallo. Es l&#228;rmt, es kr&#228;chzt, &#8230; <a href="http://blog.janeidens.de/2010-07-15/anruf-von-gisbert/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Das Handy schellt. Ich fahre einh&auml;ndig an den Bordstein, krame mit der anderen das Ger&auml;t aus der Hosentasche. Ein kurzer Blick aufs Display und ich wei&szlig; sofort, was mich erwartet. Ich sage gar nicht erst hallo. Es l&auml;rmt, es kr&auml;chzt, viel zu laut, aber ich h&ouml;re ihn deutlich <a title="Neues Jahr" href="http://www.youtube.com/watch?v=z-jGF-6XWM4">singen</a>.<br />
&#8220;Denn dies ist unsere Zeit, wir sind in dieser Nacht geborn, wie Idioten aus dem Film hab ich mein Herz an Dich verlorn. Und ist dies das neue Jahr? Du legst den Kopf in meine Arme, und er ruht sanft in meinen H&auml;nden. Und ich kann sp&uuml;rn, wie sichs bewegt. Und wir sind jetzt mitten drin, es wird schwierig jetzt und hart. Wenn wir hier zu lange stehn, gehn wir nie wieder zur&uuml;ck. Doch wohin mit all dem Unsinn? Vielleicht w&auml;rs gut wenns jetzt hier endet. Doch wir haben keine Wahl, wir rutschen tiefer und tiefer und tiefer und tiefer und tiefer und tiefer und tiefer und tiefer ins Gl&uuml;ck.&#8221;<br />
Meine Gedanken kreisen. Zu der jungen Familie, 200 km weit weg, die gerade auf einem Weingut zu diesen Kl&auml;ngen lauscht und nichts besseres zu tun hat, als mich anzurufen und daran teilhaben zu lassen. Danke, denke ich. Danke.<br />
Aber meine Gedanken fliegen auch zu diesem Festival. Die ersten warmen Tage in diesem Jahr, Pfingsten, auf dieser Wiese. Gisbert da hinten auf der B&uuml;hne und Du so dicht vor mir. Diesen Text habe ich mitgesungen, Dir ins Ohr gefl&uuml;stert. Du hast Dich umgedreht und mich gek&uuml;sst.</p>
<p>Schlussakkord, Jubel, Pfiffe. Dann bricht die Verbindung ab, ich bin wieder am Stra&szlig;enrand. Wie paralysiert stehe ich da und verpasse das Gr&uuml;n der Ampel. Ich steige vom Rad und schiebe ein bisschen, h&auml;nge Dir nach mit meinen Gedanken, wie so oft in diesen Tagen und Wochen. Sofort ist es wieder da, dieses Loch, dieses Gedankenkarrussell. Ich gehe noch ein paar Schritte, dann fahr ich weiter.<br />
Als ich gerade zu Hause bin, schellt das Handy wieder. Und wieder ist es Gisbert, der <a title="Spieglein, Spieglein" href="http://www.youtube.com/watch?v=Dlj7yXoY9LY">singt</a>. &#8220;Und jetzt schau nicht so geq&auml;ult, das sieht schei&szlig;e aus.&#8221; So kann mans auch sehen. Danke, Dani. Danke, Tobi!</p>
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		<title>Auf Los</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 22:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stadt zerflie&#223;t. Alles klebt. Die Farben der H&#228;user verlaufen ineinander, die Luft &#252;ber dem Asphalt flirrt. Alles wird langsamer. Deutschlandfahnen h&#228;ngen sich aus den Fenstern, weil es drinnen zu hei&#223; ist. Auch sie bewegen sich nicht. Die B&#228;ume lassen &#8230; <a href="http://blog.janeidens.de/2010-07-13/auf-los/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stadt zerflie&szlig;t. Alles klebt. Die Farben der H&auml;user verlaufen ineinander, die Luft &uuml;ber dem Asphalt flirrt. Alles wird langsamer. Deutschlandfahnen h&auml;ngen sich aus den Fenstern, weil es drinnen zu hei&szlig; ist. Auch sie bewegen sich nicht. Die B&auml;ume lassen die &Auml;ste h&auml;ngen, Menschen hecheln und schwitzen. Alles &auml;chzt unter den Temperaturen.<br />
Unten am Ufer ist es etwas weniger hei&szlig;, der Weg dahin aber qu&auml;lend weit. Doch mit Dir und dem Sand zwischen den Zehen nach einem Bad im Fluss im Schatten zu liegen, war die letzten Tage Ansporn genug. Das Rascheln der Bl&auml;tter &uuml;ber einem, das Pl&auml;tschern der Wellen, eine leichte Brise, die &uuml;ber die Haut fegt, das ist Sommer.<br />
Kommt man zur&uuml;ck in den L&auml;rm der Stadt, knallt man gegen eine Wand aus Hitze. Alles klebt wieder an einem fest. Alle Fenster aufgerissen, doch an Abk&uuml;hlung ist auch nach Mitternacht nicht zu denken. Feuchtwarm und dunkel liegt die Wohnung da. Der Tisch, an dem wir so oft gesessen haben, ist schemenhaft in der K&uuml;che zu erkennen. Ruhe. Nur der K&uuml;hlschrank brummt, produziert Eisw&uuml;rfel am Flie&szlig;band. Stelle ich mich ein drittes Mal f&uuml;r heute unter die Dusche?<br />
Doch die Hitze klebt nicht nur in der Stadt und an den Menschen, auch die Gedanken flie&szlig;en z&auml;her als sonst daher. Sie laufen ineinander wie die Farben der H&auml;user, lassen mich nicht klar sehen. Sie schleppen sich dahin, tr&auml;ge, uninspiriert, humpelnd. Ich komme nicht zum Schluss, drehe mich im Kreis. Am Ende eines Tages stehe ich wieder auf Los. In welche Richtung ging es noch mal?<br />
Und so f&auml;llt es mir schwer, diesen Text zu schreiben, die Worte aneinanderzubauen, bis sie zueinander passen. Hier ein Satz weg, da ein neuer hin, ein anderes Wort, da wieder eins ausradiert. M&uuml;hsam. Passt das so? Nein, ich hab den Faden verloren. Wo wollte ich hin? Ach ja, egal, ich steh ja auf Los.</p>
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		<title>Abendspaziergang</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 20:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Regen. Feiner Regen. Der Himmel l&#228;sst mehr vermuten. Schwarzblaue Konturen in den Wolken. Jetzt in der D&#228;mmerung wirken sie noch bedrohlicher. Auch der Wind hat aufgefrischt und die Hitze der letzten Tage fortgeweht. Die Schw&#252;le ist vorbei. Als ich auf &#8230; <a href="http://blog.janeidens.de/2010-07-05/abendspaziergang/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regen. Feiner Regen. Der Himmel l&auml;sst mehr vermuten. Schwarzblaue Konturen in den Wolken. Jetzt in der D&auml;mmerung wirken sie noch bedrohlicher. Auch der Wind hat aufgefrischt und die Hitze der letzten Tage fortgeweht. Die Schw&uuml;le ist vorbei. Als ich auf die Stra&szlig;e trete, f&auml;ngt es gerade an zu regnen. Ich ziehe die Kapuze &uuml;ber, mache die Musik leise an und gehe los. &Uuml;ber die Stra&szlig;e, durch den Kreisverkehr, vorbei an parkenden Autos, hektischen Menschen und Hunden, in den Park. Der Wind schiebt den Regen vor mir her. Einmal rund um den See, hier stehen viele B&auml;ume, hier ist es trockener. Der Boden ist noch warm vom Tage, die feuchte Erde riecht gut. Tausende Regentropfen auf der Wasseroberfl&auml;che, dazwischen eine Ente mit ihren Jungen. Der Springbrunnen wirkt fehl am Platze mit seiner Font&auml;ne. Wird es da hinten nicht heller? Ein Fetzen Hoffnung? Ich schalte die Musik aus und lausche den Tropfen, die gegen meine Kapuze trommeln. Als ob ich in einem Zelt liege. Ein L&auml;cheln huscht mir &uuml;bers Gesicht, dann drehe mich um und gehe nach Hause. Als ich den Schl&uuml;ssel ins Schloss stecke, h&ouml;rt es gerade auf zu regnen.</p>
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		<title>Tour de Ruhr</title>
		<link>http://blog.janeidens.de/2010-06-20/tour-de-ruhr/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 11:36:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JanBob</dc:creator>
				<category><![CDATA[EOS]]></category>
		<category><![CDATA[Fahr Rad]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Geschreibsel]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Der RuhrtalRadweg. 230 Kilometer. Von der Quelle bis zur M&#252;ndung. Von Winterberg bis Duisburg-Ruhrort. Ein Reisebericht. Tag 0 Sonntagabend war Anreise per Bahn von K&#246;ln nach Winterberg. Christian und ich hatten beschlossen, von Montag bis Mittwoch zu fahren, denn Donnerstag &#8230; <a href="http://blog.janeidens.de/2010-06-20/tour-de-ruhr/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Der RuhrtalRadweg. 230 Kilometer. Von der Quelle bis zur M&uuml;ndung. Von  Winterberg bis Duisburg-Ruhrort. Ein Reisebericht.</p>
<p><span id="more-1127"></span></p>
<p><strong>Tag 0</strong></p>
<div class="myinlinepictureleft" style="width:150px">
<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1752.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1752.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p> Sonntagabend war Anreise per Bahn von K&ouml;ln nach Winterberg. Christian und ich  hatten beschlossen, von Montag bis Mittwoch zu fahren, denn Donnerstag war schon  wieder Feiertag. An solchen und an Wochenenden w&uuml;rde der Radweg sehr voll  werden, besonders bei sch&ouml;nem Wetter.<br />
Danach sah es aber gar nicht aus.  Schon in der Bahn prasselte der Regen gegen die Scheiben. In Duisburg stieg ein  Radfahrer zu, der den RuhrtalRadweg gerade hinter sich gebracht hatte. V&ouml;llig  durchn&auml;sst und auf den Regen schimpfend fuhr er mit uns Richtung Winterberg, wo  er sein Auto stehen hatte.</p>
<div class="myinlinepictureright" style="width:150px">
<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1754.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1754.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p>Als wir gegen 17 Uhr in Winterberg ankamen, hatte  der Regen nicht wirklich aufgeh&ouml;rt. Es nieselte, dicke Wolken hingen am Himmel.  Wir wollten an diesem Tag 0 nur kurz zur Ruhr-Quelle rollen und dann ein kleines  St&uuml;ck weiter in eine Pension, die wir als einzige schon reserviert hatten. Die  restlichen &Uuml;bernachtungen w&uuml;rden wir uns unterwegs organisieren, um flexibel bei  der Etappengestaltung zu sein. Auf dem Weg zur Quelle verfuhren wir uns drei  Mal, immer obskuren Schildern folgend, die bei der n&auml;chsten Gabelung nicht mehr  weiter wiesen. So fanden wir uns auf einer Wiese wieder, die richtig sch&ouml;nen  h&auml;tte sein k&ouml;nnen, w&uuml;rde es nicht regnen und der Wind uns entgegenpfeifen. Ich  hatte meine Regenjacke schon an, aber als Beinkleid nur ne Jeans. Sollten ja nur  entspannte 10 km werden.
<div class="myinlinepictureleft" style="width:99px">
<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1439.jpg"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1439.jpg" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Die Quelle</span></div>
</div>
<p> Dann endlich waren wir an der Quelle. Der Startpunkt  unserer Tour. Etwas Magisches haftete an dem Moment, selbst die Sonne schaute  f&uuml;r ein paar Sekunden hinter den Wolken hervor. Wir machten die obligatorischen  Fotos und ich &uuml;berlegte f&uuml;r einen Bruchteil einer Sekunde, ob ich meine  Trinkflasche wohl mit Ruhrwasser f&uuml;llen sollte. Da die Ruhr aber nicht wirklich  aus einer &#8220;Quelle&#8221; kam, sondern aus dem Wald dahinter heraussickerte, lie&szlig; ich  es bleiben.<br />
Wir packten uns wieder auf die R&auml;der, rollten das erste und  einzige Mal <strong>durch</strong> die Ruhr und von da auf die Bundesstra&szlig;e zur  Pension. &#8220;Schau mal da, der Himmel ist ganz schwarz&#8221;, sagte Christian, und ich  dachte nur, schei&szlig;e, ich hab die Regenhose nicht an. Aber die h&auml;tte auch nichts  mehr gebracht. Mit 35 km/h den Berg runter, und das Wasser kam von &uuml;berall. Von  oben, von vorne, mit Gegenwind, von unten, es lief in die Schuhe, die Jeans  klebte, die H&auml;nde trotz Handschuhe eiskalt. Als wir in der Pension ankamen, war  alles zu sp&auml;t. Durchn&auml;sst bis auf die Haut.
<div class="myinlinepictureright" style="width:99px">
<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1448.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1448.JPG" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Nasse Klamotten im Hotel</span></div>
</div>
<p>Leider waren wir die einzigen  G&auml;ste. &#8220;Was zu Essen? Im Dorf unten gibts ein Wirtshaus.&#8221; Super, wenn man keine  trockenen Schuhe zum Wechseln dabei hat. Die Dame von der Pension war aber so  nett, uns einen Pizzaservice rauszusuchen. W&auml;hrend wir auf das Essen warteten,  stellten wir erleichtert fest, dass wenigstens die Heizung funktionierte und wir  unsere Klamotten trocknen konnten. Die hei&szlig;e Dusche tat so gut wie schon lange  nicht mehr. So sa&szlig;en wir bei Bier und Fastfood den Abend zusammen und freuten  uns auf die Tour.</p>
<p>Der Blick auf den Tacho: 14 Kilometer gesamt.</p>
<p><strong>Tag 1</strong></p>
<p>Nach einem kleinen Fr&uuml;hst&uuml;ck mit abgez&auml;hlten, aber leckeren Br&ouml;tchen  schwangen wir uns auf die R&auml;der, bereit, die Tour in Angriff zu nehmen. Der  Himmel d&uuml;ster, die Wolken tief, Nieselregen in der Luft, der Wind von vorn. Aber  das schreckte uns nicht. Die Klamotten waren &uuml;ber Nacht tats&auml;chlich getrocknet.  Wir rollten. Bergab, bergauf, geradeaus. Die Strecke wechselte h&auml;ufig. Kaum  mal ein paar Kilometer am St&uuml;ck, immer wieder abbremsen, links rum, rechts rum,  beschleunigen, weiter, weiter, weiter.
<div class="myinlinepictureleft" style="width:150px">
<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1480.jpg"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1480.jpg" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p>Den Vormittag kamen wir gut voran, es  ging ja auch meist bergab, immer entlang der Ruhr, quer durchs Sauerland. Vorbei  an kleinen, verschlafenen Orten, durch W&auml;lder, die einem wie Dschungel vorkam  (was bestimmt auch an der feuchten Luft lag). Erkl&auml;rtes Tagesziel war Arnsberg  plus X. Wir stellten sehr bald fest, dass &#8220;plus X&#8221; gr&ouml;&szlig;er als erwartet werden  k&ouml;nnte. Die Ruhr schwoll vom kleinen B&auml;chlein an zum immer breiter werdenden  Fluss. Olsberg flog vorbei, dann Meschede.
<div class="myinlinepictureright" style="width:150px">
<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1501.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1501.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Regendicht machen</span></div>
</div>
<p>Bei einem Halt machten wir uns  wetterfest, denn der Regen wurde zwischendurch immer mal wieder st&auml;rker. Mit  Regenjacke und -hose ging es weiter. Und dann kam auch schon Arnsberg. Wir  fuhren rauf in die Stadt und rasteten zu Mittag (eher Nachmittag) bei Bratwurst  und Kartoffeln. Weiter gings im Regen. Hinter Neheim folgte der Radweg nicht  mehr der Ruhr, sondern der Autobahn. Es ging durch den nassen Wald, &uuml;ber  schlammige Wege, der Dreck spritze &uuml;berall hin. Dann waren wir in Wickede.
<div class="myinlinepictureleft" style="width:99px">
<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1507.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1507.JPG" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
</div>
<p> Fahren wir noch weiter oder nicht? Was machen die Beine? Komm, noch 10 km bis  Fr&ouml;ndenberg. Gesagt, getan. Leider folgte eine l&auml;ngere gerade Strecke mit viel  Gegenwind und noch mehr Regen. Das war kein Spa&szlig; mehr, das war Bei&szlig;en. Da,  endlich, Fr&ouml;ndenberg. Das erste Hotel war zu teuer, das zweite perfekt. An der  Rezeption sagte man uns, wir k&ouml;nnten unsere R&auml;der unten in die Garage stellen.  Und auf den letzten 50 m zur Garage zischte es auf einmal. Ein Loch in  meinem Hinterreifen.
<div class="myinlinepictureright" style="width:99px">
<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1510.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1510.JPG" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Der Platten</span></div>
</div>
<p>Nach einer Dusche mit dem Gartenschlauch f&uuml;r unsere R&auml;der  (was f&uuml;r ein Dreck!) baute ich das Hinterrad aus (Schnellspanner sei dank) und  nahm es mit aufs Zimmer. Erst mal duschen, den Reifen geflickt (ein Glassplitter  im Mantel) und dann was essen (Schnitzel). Wir machten noch einen kleinen  Spaziergang zur Tanke f&uuml;r ein Feierabendbierchen und fielen ins Bett.</p>
<p>Der Blick auf den Tacho: 97 Tageskilometer, gesamt 111 km.</p>
<p><strong>Tag 2</strong></p>
<div class="myinlinepictureleft" style="width:150px">
<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1539.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1539.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
</div>
<p>Nach dem Fr&uuml;hst&uuml;ck mit leckeren, nicht abgez&auml;hlten Br&ouml;tchen, aber nicht so  viel Auswahl an Aufschnitt baute ich meinen Hinterreifen wieder ein, und es  konnte weitergehen. Der Himmel zeigte sich aufgelockert, es war w&auml;rmer als am  Vortag. Das k&ouml;nnte doch eine angenehme Etappe werden. Dachten wir. Der Schlamm  war schnell wieder an den R&auml;dern, denn die Wege waren teilweise noch sehr nass.  Pf&uuml;tzen umkurven hie&szlig; es auf den ersten 10 Kilometern. Und dann knallte es.</p>
<div class="myinlinepictureright" style="width:150px">
<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1550.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1550.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Die gebrochene Speiche</span></div>
</div>
<p>Es war ein ziemlich lauter Knall, der von Christians Rad kam. Anhalten,  absteigen, ein erster Blick, nichts zu sehen. Doch, da. Eine Speiche am  Hinterrad hatte sich verabschiedet. Gebrochen. Einfach so auf gerader Strecke.  Materialerm&uuml;dung. Ein Blick auf die Karte, wir waren im Niemansland. 10 km  zur&uuml;ck bis Fr&ouml;ndenberg? 10 km weiter bis Schwerte, wo wir bei Christians  Gro&szlig;eltern eingeladen waren? Erst mal hoch zur Bundestra&szlig;e, am Kiosk in Dellwig  nachgefragt. Fahrradladen? Haha. Bahnhof? Haha. Busse? Hahaha.</p>
<div class="myinlinepictureleft" style="width:99px">
<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1559.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1559.JPG" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Busse? Haha!</span></div>
</div>
<p>Also  schieben. Entlang der Hauptstra&szlig;e, immer weiter. In Schwerte w&uuml;rde es einen  Laden geben, aber am anderen Ende der Stadt.
<div class="myinlinepictureright" style="width:99px">
<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1555.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1555.JPG" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Wer sein Fahrrad liebt&#8230;</span></div>
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<p>Als wir nach gef&uuml;hlten 3  Stunden schieben an Geisecke vorbeikamen, tat sich auf einmal ein riesiger  Fahrradsupermarkt auf. Ein Wunder? Nach einigen Diskussionen (Hier haben wir  noch ein Laufrad, aber das k&ouml;nnen wir Ihnen nicht verkaufen, das ist alt, keine  Garantie.) versprach man uns, in einer Stunde sei das Rad fertig. Mit neuer  Speiche oder neuem Laufrad. Wir liefen also weiter bis zu den Gro&szlig;eltern, kamen  p&uuml;nktlich zum Mittag an und schlugen uns den Bauch mit Suppe, Kartoffelsalat,  W&uuml;rstchen und Kaffee voll. Christian holte das Rad ab (neue Speiche) und dann  sa&szlig;en wir endlich wieder auf dem Sattel. Der Tacho zeigte erst knappe 20  Tageskilometer an. Was f&uuml;r ein R&uuml;ckschlag.</p>
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1610.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1610.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
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<p> Wenigstens blieb es trocken, die  Sonne zeigte sich immer &ouml;fter, es wurde w&auml;rmer. Die Ruhr wurde zur Seenplatte,  die Landschaft immer flacher. Es gab keine nennenswerten Steigungen oder  Abfahrten mehr. Vorbei am Hengsteysee, an Herdecke und Wetter. Weiter nach  Wengern und Bommern, es wurde ruhrgebietlerischer.
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1642.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1642.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
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<p>Vor dem Kemnader See setzten  wir mit einer F&auml;hre &uuml;ber die Ruhr (endlich mal keine Br&uuml;cke) und umfuhren dann  den See. Asphaltierte Strecke, rollen lassen, aber die Beine wurde immer  schwerer. In Hattingen lie&szlig;en wir unsere Wasserflaschen von einer sehr netten  Wirtsdame auff&uuml;llen und &uuml;berlegten. Hier n&auml;chtigen? Oder weiterfahren? Wir w&auml;ren  dann auf der &#8220;falschen Seite&#8221; der Ruhr und die n&auml;chsten drei K&auml;ffer boten laut  Karte keine &Uuml;bernachtungsm&ouml;glichkeiten. Wir hatten aber erst 60 km auf dem  Tacho. Also Energieriegel mampfen und weiter.</p>
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1647.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1647.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
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<p>Die n&auml;chste Ruhr&uuml;berquerung  nach weiteren 15 Kilometern brachte uns vor die Tore von Essen, genauer  Essen-Steele. Wir waren m&uuml;de, die Beine schwer, die Stimmung am Ende. Also rein  nach Steele.<br />
Kaum ist man 100 Meter weg von der Ruhr, ist man wieder mitten  im Leben. Stra&szlig;enverkehr, Lkw, L&auml;rm, Alltag, Dreck. Ein Schock.<br />
Zum Gl&uuml;ck  gibts auch f&uuml;r die Suche nach einem Hotel ein App. Aber es zeigte nur zwei  Hotels an. Das este, direkt an der Hauptstra&szlig;e, sah von au&szlig;en so wenig einladend  aus, wie eine billige Kneipe, dass wir weiterfuhren. Das zweite war ausgebucht.  Der Hotelier meinte, 10 km weiter der Ruhr entlang in Heisingen sei das n&auml;chste  Hotel. Ein Anruf dort, ja, Zimmer sind noch frei, aber 105 Euro. Christian war  schon kurz davor, in den Zug zu steigen. Kein Plan, was zu tun sei, also fuhren  wir erst mal weiter. Es war schon kurz vor 20 Uhr, als wir den Abzweig zum Hotel  entdeckten. Ich rief noch mals an, ja, Zimmer w&auml;ren noch frei, 89 Euro. Okay,  nehmen wir. Noch eine Steigung, eine fiese Steigung, hinauf nach Heisingen. Die  vier jungen M&auml;dels an der Rezeption kicherten, und wir bekamen im Nebenhaus zwei  Doppelzimmer in einer Art Wohnung mit lila gekacheltem Bad, die R&auml;der bekamen  eine eigene Garage. Die K&uuml;che hatte noch bis 21 Uhr ge&ouml;ffnet, also schnell  duschen und dank der geringen Auswahl wieder Schnitzel. So tot hatte ich mich  schon lange nicht mehr gef&uuml;hlt.</p>
<p>Der Blick auf den Tacho: 96 Tageskilometer, gesamt 207 km.</p>
<p><strong>Tag 3</strong></p>
<p>Die Nacht war traumlos und viel zu schnell vorbei. Zum Fr&uuml;hst&uuml;ck gabs die  beste Auswahl und die schlechtesten Br&ouml;tchen, daf&uuml;r war das Wetter ph&auml;nomenal.  Sonne und blauer Himmel. Noch 40 Kilometer bis ans Ziel.
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1656.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1656.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
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<p>Wir rollten los, doch  irgendwas quietschte und quietschte. Es war Christians Tretlager, das aber nach  der Behandlung mit einer halben Dose WD40 wieder Ruhe gab. So rollten wir den  Baldeneysee entlang, an Essen-Werden und Kettwig vorbei. Die Strecke war jetzt  v&ouml;llig eben, sehr gut ausgebaut, meist asphaltiert und leider auch gut besucht.  Immer &ouml;fter mussten wir &Uuml;berholman&ouml;ver meistern, klingeln, abbremsen, antreten.  Und dann waren wir schon in M&uuml;hlheim.
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1717.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1717.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
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<p>Hatte man vorher selten den Eindruck,  mitten im Ruhrgebiet zu sein, war es jetzt umso deutlicher sichtbar. Industrie,  wohin man schaute. Aber immer nur am Horizont. Denn trotzdem f&uuml;hrte der Radweg  immer noch durchs Gr&uuml;ne.
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1726.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1726.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
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<p>Selbst hinter M&uuml;hlheim, kurz vor Duisburg, gr&uuml;ne  Landschaften. Dann kam der Hafen in Sicht. Um 13 Uhr waren wir mitten in  Ruhrort, besuchten kurz meinen Vater auf der Arbeit, rollten durch Ruhrort und  dann zum Zielpunkt, der Landzunge, wo Ruhr und Rhein sich treffen.</p>
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<div class="myinlineborder"  style="width:150px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1736.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1736.JPG" alt="" title="" width="150" height="99"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Am Ziel</span></div>
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<p>Nach 260 Kilometern und 15,5 Stunden reiner Fahrzeit hatten wir es geschafft  (das macht einen Schnitt von sehr schnellen 17 km/h).</p>
<p>Als wir am Nachmittag mit dem Zug wieder zu Hause ankamen, standen 270  Kilometer auf meinem Tacho. Es war trotz des Wetters und der Defekte eine tolle  Tour. Wir haben uns super verstanden, sind schnell und gleichm&auml;&szlig;ig geradelt. Ein  Lob auch an die Beschilderung: Nur selten brauchten wir die Karte, nur selten  fehlte ein Wegweiser. Es war sehr gut ausgebaut, eine tolle Streckenf&uuml;hrung,  eine tolle Landschaft, die bei sonnigem Wetter im Sauerland bestimmt noch  sch&ouml;ner ist.</p>
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<div class="myinlineborder"  style="width:99px"><a rel="lightbox[1]" href="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr/IMG_1746.JPG"  title=""><img class="myinlinepictureimg" src="http://blog.janeidens.de/wp-content/myfotos/ruhr//tumbs/tmb_IMG_1746.JPG" alt="" title="" width="99" height="150"  /></a></div>
<div class="myinlinepicdescription"><span>Zielpunkt</span></div>
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<p>Aber vor allem bin ich stolz auf unsere Leistung. Wir treiben  beide keinen regelm&auml;&szlig;igen Sport und sind trotzdem super durchgekommen. Wir waren  schnell, auf gerader Strecke nie unter 22 km/h, oft zeigte mein Tacho  kilometerlang 24 bis 26 km/h und das bei konstantem Gegenwind auf der gesamten  Strecke. Der Muskelkater hatte sich bereits nach dem ersten Tag breit gemacht in  den Beinen, aber wenn man erst mal wieder rollt, dann gehts auch. Mein Arsch  hingegen hat nie wirklich geschmerzt.</p>
<p>Welche Tour steht als n&auml;chstes an?</p>
<p>Alle Fotos der Tour k&ouml;nnt ihr <a title="Tour de Ruhr" href="http://blog.janeidens.de/galerie/tour-de-ruhr/">hier</a> sehen.</p>
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