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Geschreibsel

Der DHL Express Exzess III

Geschrieben am 13. September 2012

Nachdem den ersten Teil der Geschichte einfach mal ins Kontaktformular auf DHL.de geschmissen hatte (was unglaublich umständlich war – probiert das mal aus!), kam heute die provozierte Reaktion – per Post (nicht per DHL). Also, zumindest ein standardisiertes Antwortschreiben. Darin schreibt DHL was von „bedauern“ und

Gerne hätten wir Ihnen persönlich erklärt, warum wir Ihre Anfrage im Moment nicht bearbeiten können, doch leider haben wir Sie am 11.09.2012 telefonisch erreicht.

Ich halte fest: 1.: Ich habe keine Anfrage gestellt, es gibt also nichts zu bearbeiten. 2.: Habt ihr wirklich die von mir im Kontaktformular angegebene Rufnummer 01234567890 gewählt? Und wundert euch dann, dass ihr mich nicht erreicht?! Ich habe schon mindestens 2-mal meine Festnetznummer bei eurer Hotline (14 Cent/Min) hinterlassen. Aber da hat keiner angerufen – das kann man bei modernen Telefonen ohne Wählscheibe nämlich sehen. Interne Kommunikation ist nicht so euer Ding, oder?

Und dann folgt noch ein ganzer Absatz darüber,

dass grundsätzlich nur der Absender als unser Vertragspartner Schadenersatzforderungen geltend machen kann. Dieser kann aber seine Ansprüche an Sie abtreten. Sollten Sie [blabla], werden wir natürlich sofort die weitere Bearbeitung des Vorgangs wieder aufnehmen.

Natürlich. Sofort. Wieder aufnehmen. Durch die Blume. Übersetzt: Wir machen jetzt nichts mehr. Liebe DHL, darum hatte ich auch nie gebeten. Und jetzt will ich nichts mehr davon hören!

(Es ist schon heftig genug, dass so eine Belehrung darüber, welche die nächsten rechtlichen Schritte wären, in so einem Standardschreiben auftaucht. Scheint also doch relativ häufig vorzukommen.)

Oder nicht mit DHL…

Der DHL Express Exzess II

Geschrieben am 11. September 2012

Natürlich ging das Spielchen noch weiter, denn tatsächlich hat Congstar von sich aus auch bei DHL nachgefragt und mir dann geschrieben:

Laut Rückmeldung unseres Logistikdienstleisters DHL-Express wurde Ihre Sendung wieder an uns zurückgesendet, da Sie nicht zugestellt werden konnte. Gerne haben wir einen erneuten Versand einer SIM-Karte veranlasst.

Und tatsächlich waren die im Kundencenter hinterlegten PIN/PUK schon für die neue Karte. Die Karte, auf die ich 8 Tage gewartet hatte, war schon unterwegs wertlos geworden. Hätte ich das mal gewusst…

Aber DHL Express wäre nicht DHL Express, wenn es auch hier reibungslos gelaufen wäre. Ich habe mir also am Freitag die Tracking-ID der neuen DHL-Sendung beim Congstar-Support erfragt und las dann folgendes:

Do, 06.09.12 18:58 Uhr Köln
Sendung wurde vom Kunden in den Abholstandort eingeliefert

Do, 06.09.12 21:09 Uhr
Die Auftragsdaten zu dieser Sendung wurden vom Absender elektronisch an DHL übermittelt.

Fr, 07.09.12 04:39 Uhr Köln
Sendung ist im Zustellstandort eingegangen

Fr, 07.09.12 07:12 Uhr Köln
in Auslieferung durch Kurier

Na gut, das Spielchen kannte ich ja schon. Ich kam um 16 Uhr nach Hause, keine Karte im Kasten und keine weiteren Infos. Na gut, dachte ich mir, kommt die SIM halt am Samstag, da bin ich ja zu Hause. Und dann bin ich zu Freunden gefahren. Am Samstagmorgen um 10 Uhr stand dann das hier in der Sendungsverfolgung:

Fr, 07.09.12 18:50 Uhr
Erfolgloser Zustellversuch, Empfänger nicht zu Hause

Fr, 07.09.12 18:58 Uhr Köln
Sendung nach Zustellversuch zurück in DHL Station

Fr, 07.09.12 19:24 Uhr Köln
Sendung zur Aufbewahrung in der Station

Sa, 08.09.12 04:46 Uhr Köln
Sendung zur Aufbewahrung in der Station

Da sieh mal einer an. Angeblich war der Fahrer noch am Freitagabend bei mir – hat aber wie immer keine Karte hinterlassen. Und jetzt war es schon 10 Uhr. Wäre meine Sendung unterwegs, hätte da doch was von „in Auslieferung durch Kurier“ stehen müssen. Also wieder die DHL-Hotline (14 Cent/Min). Nein, da könne man nichts machen. Ja, das sähe so aus, als sei meine Sendung nicht mitgekommen. Bitte beruhigen Sie sich, man könne da wenig tun. Ja, man würde der Station eine Email schreiben, die könnte sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen. Ihre Handynummer für Rückfragen? Hahahaha, ach so, ja, tut mir leid, beruhigen Sie sich. Die würden sich dann auf Ihrem Festnetz melden. Ja, Entschuldigung, man könne wenig ma… Tuut, tuut, tuut.

Ungefähr gegen 20 vor 11 klingelte dann tatsächlich mein Festnetz. Herr Meier von der Zustellstation. Man habe mein Päckchen hier und einen Fahrer. Ja, bis 12 hätte ich das in den Händen.

Und 25 Minuten später klingelte es dann. Der Fahrer hat sich Tausendmal entschuldigt. Erzählte, wie viel Stress er gehabt hätte in den letzten Tagen. Ja, gestern Abend sei er auch dagewesen. Warum er keine Karte hinterlassen habe? Schulterzucken. Unterschrift, beim Treppe runtersprinten noch 3-mal entschuldigt. Weg.

Sa, 08.09.12 10:52 Uhr Köln
in Auslieferung durch Kurier

Sa, 08.09.12 11:10 Uhr
Sendung wurde zugestellt

Fazit: Damit 2 Sendungen mit SIM-Karten ankommen, braucht man mind. 2-mal den Congstar-Supportchat zwecks Erfragung der Tracking-ID, dazu 30-mal 14 Cent/Min für die DHL-Hotline, Glück für den richtigen Hotliner, einen Strauß Namen, wessen Oma alles schneller sei als DHL Express, mehrere Hustenbonbons für die angekratzte Stimme danach, Baldrian und eine Zigarette. Ein Glück, dass ich nicht mehr rauche.

Jetzt kann ich endlich wieder mobil telefonieren.

Der DHL Express Exzess

Geschrieben am 6. September 2012

Der Weg einer SIM-Karte per DHL Express.
(Zwecks Identifizierung muss ich die Sendung persönlich und mit Personalausweis annehmen. Sog. Ident-Verfahren. Keine Vollmacht möglich.)

Mi, 29.08.12 19:20 Uhr Köln
Sendung wurde vom Kunden in den Abholstandort eingeliefert

Mi, 29.08.12 21:09 Uhr
Die Auftragsdaten zu dieser Sendung wurden vom Absender elektronisch an DHL übermittelt.

Do, 30.08.12 04:38 Uhr Köln
Sendung ist im Zustellstandort eingegangen

Do, 30.08.12 07:24 Uhr
in Auslieferung durch Kurier

Do, 30.08.12 19:56 Uhr
Rücksendung eingeleitet, Zustellung nicht möglich

Do, 30.08.12 20:10 Uhr Köln
Sendung zur Aufbewahrung in der Station

Was war da denn los? Hier war niemand von DHL an meiner Tür. Ich hatte Urlaub, war fast den ganzen Tag zu Hause. Ich hatte auch keine Benachrichtigung. Wieso die Zustellung „nicht möglich“ war, konnte mir nachträglich auch niemand sagen.

Fr, 31.08.12 05:59 Uhr Köln
Sendung ist im Zustellstandort eingegangen

Fr, 31.08.12 07:12 Uhr Köln
in Auslieferung durch Kurier

Fr, 31.08.12 13:36 Uhr
Erfolgloser Zustellversuch, Empfänger nicht zu Hause

Fr, 31.08.12 19:34 Uhr Köln
Sendung nach Zustellversuch zurück in DHL Station

Fr, 31.08.12 19:35 Uhr Köln
Sendung zur Aufbewahrung in der Station

So weit, so gut. „Empfänger nicht zu Hause“ ist ja mal ne Angabe, mit der man arbeiten kann. Dieses Mal hatte der Fahrer sogar eine Karte hinterlassen, mit einem Code fürs Internet. Dort konnte ich angeben, ob ich eine Selbstabholung jwd (in Bilderstöckchen) oder einen neuen Zustellversuch wünsche, und wenn Ja, wann (Tag plus Zeitfenster 7-12 oder 12-17 Uhr zur Auswahl). Ich wählte erneute Zustellung, Samstag, 7-12 Uhr, in der Hoffnung, dann zu Hause zu sein.

Sa, 01.09.12 04:59 Uhr Köln
Sendung zur Aufbewahrung in der Station

Sa, 01.09.12 06:09 Uhr Köln
Sendung ist im Zustellstandort eingegangen

Sa, 01.09.12 09:13 Uhr Köln
in Auslieferung durch Kurier

Sa, 01.09.12 10:38 Uhr
Rücksendung eingeleitet
Versender verweigert die Zustellung – Ident negativ

Sa, 01.09.12 11:57 Uhr Köln
Sendung nach Zustellversuch zurück in DHL Station

Sa, 01.09.12 12:01 Uhr Köln
Sendung zur Aufbewahrung in der Station

Was zum Henker? Okay, ich war nicht zu Hause, ich war kurz das Auto aus der Werkstatt abholen – außerdem wusste ich da immer noch nicht, dass es sich um meine neue SIM-Karte handelte, denn Congstar hielt es nicht für nötig, mich zu informieren. Aber „Ident negativ“ heißt eigentlich, dass die Ident-Karte an der Sendung fehlt und mich der Fahrer deswegen nicht hätte identifizieren können. Trotzdem hat er mir wieder so n Kärtchen mit dem tollen Internetcode hinterlassen.

Aber: Der Code funktionierte nicht bzw. war auf der DHL-Seite nicht bekannt. Also ein erster Anruf bei der DHL-Hotline (14 Cent/Min). Der Mitarbeiter dort fand meine Sendung auch nicht. Weder mit dem Code, noch mit meiner Adresse. Ob ich noch die vorherige Karte mit dem Code hätte? Nein? Tja, dann wäre die Sendung wohl „vorerst verschwunden“. Der Hotliner hat meine Daten manuell aufgenommen, Nachforschung und so, und wahrscheinlich ins Nirwana geschickt (denn keine der nachfolgenden Hotline-Kolleginnen hat irgendwelche Einträge dieses Herrn finden können).

Montagmorgen bin ich erst mal zur Postfiliale gefahren, hatte ja noch den Tag Urlaub, und in der Filiale hol ich ja sonst auch meine Päckchen ab. Nee, das ginge so nicht, denn für Selbstabholungen stehe das Postfilialnetz leider nicht zur Verfügung. Stehe sogar auf der Karte mit dem Code, der nicht funktionierte. Oh, stimmt. Kleingedrucktes lesen! Die Karte hat ja nur die gleiche Größe wie Abholkarten, ist gelb und steht sogar auch DHL drauf. Das „Express“ ist etwas klein geraten, das Kleingedruckte sowieso.

Also nach Hause und erst mal bei Congstar im Chat nachgefragt. Ja, das könne gut meine SIM-Karte sein. „Vorerst verschwunden“? Sorry, das liege in den Händen von DHL. Und dann gab mir die Mitarbeiterin tatsächlich meine Sendungsnummer, anhand derer ich endlich das Treiben mit den Zeiten und den Zustellungen verfolgen konnte (natürlich erst auf Nachfrage – Congstar kommt nicht auf die Idee, so was per se mitzuteilen). Vorher fischte ich nur im Trüben. Und was sah ich da?

Mo, 03.09.12 04:41 Uhr Köln
Sendung zur Aufbewahrung in der Station

Äh, gut. Wenigstens nicht verschwunden, sondern noch in Köln. Kommt bestimmt noch mal, der Fahrer. Ich hab zwar keine Karte bzw. funktioniert der Code nicht und ich kann keinen neuen Zustelltermin ausmachen, aber man ist ja guter Hoffnung. Doch am letzten Urlaubstag wurde daraus nix. Es wurde Dienstag. Frühschicht.

Di, 04.09.12 05:04 Uhr Köln
Sendung ist im Zustellstandort eingegangen

Di, 04.09.12 07:11 Uhr Köln
in Auslieferung durch Kurier

So stands da noch, als ich um 16 Uhr von der Arbeit kam. Auch keine Karte im Briefkasten. Cool, dann würde der Fahrer ja noch kommen. Oder? Warten oder in die Sonne? Vielleicht wissen die Supportkollegen bei @DHLExpress ja, ob der Fahrer noch kommt. Hm, letzter Tweet am 23.08. (und auch der einzige im August). Okay, die sind wohl nicht so fix. Aber hier, @DHLPaket, die sind auf Zack.

War ja irgendwie klar, oder? Gleiches Gelb, (fast) gleiches Logo, komplett andere Baustelle. Und während ich noch twitterte, erschien das in der Sendungsverfolgung im Netz:

Di, 04.09.12 15:37 Uhr
Erfolgloser Zustellversuch, Empfänger nicht zu Hause

Was? Und schon wieder keine Karte hinterlassen?! Was sollte das jetzt werden? Meine Frühschichtwoche, da würde der Fahrer also immer ankommen, mich nicht antreffen, keine Karte hinterlassen und wieder fahren? Und am Samstag müsste ich den ganzen Tag zu Hause warten? Ha, ha.
Also wieder bei der Hotline angerufen (14 Cent/Min). Was ich denn da für einen Fahrer erwischt hätte. Unmöglich. Tut uns leid. Wir veranlassen eine Überprüfung. Können wir Ihnen das Paket auch an die Arbeit schicken? Äh, das geht so ohne Weiteres? Natürlich, kein Problem, gleich morgen, 7-12 Uhr, versprochen, eilt ja. Handynummer für Rückfragen? Wie, Handy geht nicht, weil keine SIM-Karte? Ach, die ist in der Sendung. Ha, ha, ja, dann eilt es ja wirklich.

Di, 04.09.12 19:25 Uhr Köln
Sendung nach Zustellversuch zurück in DHL Station

Di, 04.09.12 19:35 Uhr Köln
Sendung zur Aufbewahrung in der Station

Mi, 05.09.12 06:20 Uhr Köln
Sendung ist im Zustellstandort eingegangen

Mi, 05.09.12 07:51 Uhr Köln
in Auslieferung durch Kurier

Um 15:45 Uhr habe ich Feierabend gemacht. Und wer war nicht da? Richtig, der Kurier. Also noch einmal die Hotline (14 Cent/Min). Entschuldigung. Entschuldigung. Entschuldigung. Morgen noch mal? Mehr kann ich nicht machen. Entschuldigung. Eplus stellte derweil fristgerecht den Dienst ein. Abends noch mal in die Sendungsverfolgung geschaut.

Mi, 05.09.12 17:56 Uhr
Erfolgloser Zustellversuch, Empfänger nicht zu Hause

Whooo! Und das war dann einfach eine glatte Lüge. Auf der Arbeit war kein Fahrer von DHL Express. Und zu mir nach Hause dürfte er auf eigene Faust wohl kaum gefahren sein. Wenn das jetzt nichts werden würde, dann…

Mi, 05.09.12 18:56 Uhr Köln
Sendung nach Zustellversuch zurück in DHL Station

Mi, 05.09.12 20:28 Uhr Köln
Sendung zur Aufbewahrung in der Station

Do, 06.09.12 06:10 Uhr Köln
Sendung ist im Zustellstandort eingegangen

Do, 06.09.12 07:09 Uhr Köln
in Auslieferung durch Kurier

Do, 06.09.12 10:22 Uhr
Sendung wurde zugestellt

Der Fahrer nahm meinen Perso, füllte minutenlang irgendwelche Formulare aus, eine kleine Unterschrift, nicht mal Persofoto mit meinem Gesicht abgeglichen, ich hätte sonst wer sein können. Bloß nicht in die Augen schauen. Dann eine Entschuldigung, man habe gestern Probleme bei allen Päckchen gehabt. Gut. Tschüs. Und schnell weg.

Alles gut? Ha, ha, eher nicht. Das ganze Theater blüht mir noch mal. Als ich die frische SIM-Karte eingelegt hatte und im Netz den PIN nachgeschaut hatte, sagte mir mein Handy, PIN falsch. Okay. Vertippt. PIN falsch. Was? Noch mal. Langsam. PIN falsch. Bitte PUK angeben. Was?! Okay, PUK steht da auch. Auch der war falsch. Tja. Bei meinem neuen Handyprovider war man auf Zack und hat zur Vorsicht lieber ne neue SIM-Karte bestellt. Und wie es aussieht, sind PIN und PUK schon die der neuen Karte. Auf Nachfrage im Chat hieß es, nein, es läuft noch die Rufnummerübernahme und das seien PIN und PUK, falls ich die Rufnummerübernahme gecancelt hätte. Ich solle bis 21 Uhr warten, dann würden da neue PIN/PUK stehen. Und? Richtig, da hat sich nix geändert. PIN/PUK funktionieren nach wie vor nicht.

Jetzt hab ich ne neue SIM-Karte, die schon wieder alt ist. Und der ganze Scheiß rollt ein weiteres Mal auf mich zu. So lange hab ich halt mal kein Handy…

Otto

Geschrieben am 17. April 2012

Lieber Otto,

seitdem ich vor 2 Jahren das Fiasko mit der Waschmaschine von Dir erlebt habe, möchte ich nichts mehr mit Dir zu tun haben. Ich weiß, es ist schon etwas länger her und Du hast Dich ja auch wirklich bemüht, mich mit 5% Rabatt auf alle Neuerwerbungen in Deinem Laden zu versöhnen. Aber das wollte ich schon damals nicht, denn ich wollte so was nicht noch mal erleben. Also beschloss ich, nie wieder bei Dir einzukaufen.
Aber immer mal wieder werde ich noch daran erinnert, wie mir damals graue Haare wuchsen – beim Warten und Hinterhertelefonieren, wo die blöde Waschmaschine denn nun sei und bleibe – nämlich dann, wenn ich solche blöden Newsletter bekomme und, noch schlimmer, wenn der dicke, fette Katalog bei uns im Hausflur liegt, weil der Postbote ihn nicht in meinen Briefkasten reinbekommen hat. Mit meiner Adresse ganz groß oben drauf. Dann schäme ich mich sogar ein bisschen – was wohl die anderen Hausbewohner dann über mich denken?

Den Newsletter habe ich gerade endlich abbestellt – anstatt immer nur die Mails zu löschen. Von Dir erwarte ich jetzt, dass Du meine Adresse, mein Onlinekonto, was bei Dir offensichtlich existiert, und alle anderen Daten, die Du von mir hast, auch löschst. Damit ich nie wieder eine Mail oder gar einen Katalog von Dir bekomme! Denn so gewinnen wir beide. Ich will den Scheiß nicht – und Du kannst Geld sparen, indem Du mich in Ruhe lässt.

Danke. Und Tschüs.
Dein Jan

2011 – Ein Rückblick

Geschrieben am 23. Dezember 2011

Januar. Der Schnee aus dem Dezember ist geschmolzen, es gibt ein imposantes Hochwasser. Es ist Dunkel und kalt. Wir kuscheln uns eng zusammen.

Februar. Ein Kurztrip nach Mainz und Wiesbaden. Ein Spaziergang auf der Autobahn. Moddi spielt sich mit dem Konzert des Jahres in unsere Herzen.

März. Ich fange an, wieder Volleyball zu spielen. Warme Wochenenden lassen uns am Rhein und im Park liegen. Von ihrem Kopfkino bekomme ich nichts mit.

April. Meine Schwester wird Kölnerin. Der Sommer ist da, wir liegen immer öfter mit kurzen Hosen im Park. Die Küsse werden kühler und weniger.

Mai. Es knackt, danach gibt es kein „Wir“ mehr. Ich helfe eine Wohnung streichen, fahre ans Meer, gehe Trommeln.

Juni. Ein Roadtrip nach Baden-Baden. Ich lerne einen neuen guten Freund kennen und höre nach über 15 Jahren auf zu rauchen.

Juli. Drei Tage Traumzeitfestival zwischen Hochöfen und gigantischen Hallen. Wir führen ein letztes Telefonat. Ich kaufe mir ein Rennrad, liege im Park und freue mich auf meinen Urlaub.

August. Der Sommer ist vorbei und ich habe Urlaub. Endlich. Aber statt an den Atlantik fahre ich zuerst nach Rees, aufs Haldern Pop. Danach in die Schweiz und dann nach Konstanz an den Bodensee. Mit Freunden ausspannen, die Seele baumeln lassen, auf andere Gedanken kommen.

September. Ich stolper auf einer Party über Vergangenes und verpiss mich. „Mampfn und Saufn“ wird kurz ins Leben gerufen. Ich fange bei einem weiteren Team an, Volleyball zu spielen. Ich gönne mir eine neue Brille. Es wird herbstlicher, wir gehen im Wald spazieren. Seit 3 Monaten bin ich Nichtraucher.

Oktober. Ich besuche Antwerpen und fünf Konzerte. Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite. Ich mache Bandfotos.

November. Ich bin auf 5 weiteren Konzerten und genieße das aufziehende Grau des Winters. Weggehen, feiern und Nächte durchmachen heißt das Motto. Ich bastel mir ein neues Gewand für mein Blog.

Dezember. Ich verlege meine Geburtstagsparty in den Sommer und gehe stattdessen in die Therme. Seit sechs Monaten rauche ich schon nicht mehr. Auf einmal steht sie da. Weihnachten kann kommen. Ich freue mich aufs nächste Jahr – und auf das Wiedersehen.

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