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Gestrichen

Zum Auszug gestrichen. Kommentar des Vermieters: Hat das etwa ein Maler gemacht? Nennen uns jetzt Profis.

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Mehr Fotos hier.

Eingeschränkter Winterdienst

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Winterdienst oder Streufahrzeuge kennt man in Köln nicht. Ist ja auch Sonntag.

Trennt den Staat von der Kirche!

Unglaublich. In Köln wurde eine 25-Jährige nach K.O.-Tropfen mutmaßliches Opfer einer Vergewaltigung. Und zwei katholische Krankenhäuser wiesen sie ab. Die Verschreibung der “Pille danach” und eine Notfallkontrazeption, also eine Spurensicherung einer möglichen Vergewaltigung, seien grundsätzlich ausgeschlossen. Sie widersprächen den ethischen und moraltheologischen Grundsätzen der katholischen Kirche, hieß es. Mehr dazu hier (Video), hier und hier. Wie kann das sein? Wie kann einer Frau in höchster Not Hilfe verwehrt werden?

Ein unglaublicher Aufreger und für mich ein weiterer dringender Grund, das Modell Staat-Kirche weiter zu trennen.

Im November lief in der ARD die sehr interessante Dokumentation “Gott hat hohe Nebenkosten – Wer wirklich für die Kirchen zahlt” (Video) über die Kindergärtnerin Bernadette K., die nach der Trennung von ihrem Mann zu ihre neuen Freund ziehen wollte und deswegen von der Kirche gekündigt wurde.
Sie ist nur eine von Millionen Angestellten in katholischen Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäusern, Pflegeheimen, für die ein ganz besonderes kirchliches Arbeitsrecht gilt, obwohl die Kirche nur als “Träger” fungiert. Bezahlt wird das alles aus Steuergeldern! Es klebt als der Stempel der Kirche draußen dran und die Kirche darf bestimmen, wen und unter welchen Voraussetzungen sie einstellt. Aber bezahlen tut es der Staat, also wir alle. Und da, finde ich, hört für mich die Einflussnahme auf. Wenn ich für ein Krankenhaus bezahle, dann will ich auch, dass dort nach weltlichen Maßstäben gehandelt wird und nicht nach denen des finsteren Mittelalters!

Im Fall der Benadette K. übrigens hat es eine Initiative aus empörten Eltern und anderen geschafft, im Rat der Stadt so einzuwirken, dass der Kirche die Trägerschaft gekündigt wurde. Bernadette K. durfte ihren Job behalten.

Und ich finde, so muss es auch im ganzen Land in allen anderen Einrichtungen werden. Es treten immer mehr Menschen aus der Kirche aus, immer weniger Menschen gehen zu Gottesdiensten. Aber die Zahl der kirchlichen Einrichtungen nimmt immer weiter zu!
Versteht mich nicht falsch, wer will, kann gerne weiter der Kirche angehören und ihre Werte übernehmen. Es kann auch gerne weiterhin Kindergärten, Krankenhäuser und andere Einrichtungen der Kirche geben. Aber doch nicht in dem Maße, wie es jetzt ist.
Für die Städte ist es nur recht und billig, eine Einrichtung an die Kirche abzugeben, denn oft gehören der Kirche die Gebäude oder Grundstücke und die Verwaltung und Bürokratie ist eine andere, um die sich dann die Stadt, die Gemeinde oder das Land nicht mehr kümmern braucht.
Und da liegt das Problem. Unsere weltlichen Werte sollten uns es wert sein, dass wir ein bisschen mehr bezahlen für ordentliche Arbeitsverträge und moderne Moralvorstellungen.

Wir müssen endlich weg von den anachronistischen Wertevorstellungen der Kirche, wenn es um Staat, um Allgemeinwohl geht!

 

Update:

Die Vorkommnisse stünden in einer Kette von Fällen, die zeigten: “Christliche Nächstenliebe hört da auf, wo es um die Dogmen einer verstaubten Amtskirche geht.” Grundsätzlich sollten nach Meinung von NRW-Grünen-Chef Lehmann Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft die Betriebserlaubnis entzogen werden, wenn sie Menschenrechte wie das Recht auf Erste Hilfe ablehnten. “Es ist ein Skandal, dass solche Einrichtungen überhaupt mit staatlichen Geldern betrieben werden.”

Quelle: WDR.de

Das kann ich nur unterschreiben!

Silvester im Franzplace

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Silvester im Franzplace.
(Und eigentlich nur ein Test, wie das Bloggen per Telefon klappt.)

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2012/2013 im Franzplace.

 

…des Jahres

Eine Liste des Jahres. Kurz, willkürlich, objektiv, ohne Ordnung, ohne Gewähr.

Die Party des Jahres: Die hier. Dicht gefolgt von der hier

Das Konzert des Jahres: Radiohead

Das Cover des Jahres: Walk off the Earth

Mehr zur Musik des Jahres: hier

Das Rudelgucken des Jahres: im Franzplace

Das Tor des Jahres: Zlatan Ibrahimovic

Die zweiten Plätze des Jahres: FC Bayern München

Das Buch des Jahres: Der Hundertjährige…

Das Blog des Jahres: Wolfgang Herrndorf

Der Tweet des Jahres: DrWaumiau

Der Verlust des Jahres: Opa

Sophie Hunger – The Danger of Light

Sie ist die wohl erfolgreichste Musikerin der Schweiz und dort so was wie ein Superstar: Sophie Hunger, 29 Jahre jung. Ein angekündigtes Konzert in Zürich war so schnell ausverkauft, dass ein zweites hinterhergeschoben werden musste. Und dann noch eins. Und dann noch eins. Und nur für dieses 4. Konzert gibt es noch Karten. Für alle 5 Konzerte in Berlin dagegen gibts noch Tickets, aber die sind auch erst im Februar.

Wie auch immer, Sophie Hunger tourt mit ihrem nun mehr dritten Studioalbum durch die Gegend – The Danger of Light – und knüpft damit nahtlos an die hoch gepriesenen Vorgänger an.

Sophie Hunger bedient ein unglaubliches Spektrum an Musik, hat eine selten gehörte Bandbreite. Ihr “Pop” ist fast ständig begleitet von Klavier und/oder Posaune und anderen Bläsern, driftet in den Rock, bedient sich an Hiphop und Punk, hat beste Singer/Songwriter-Qualitäten, ist mal jazzig, mal bluesig, geht von himmelhochjauchzend bis unglaublich depressiv. Ebenso bedient die Schweizerin gleich mehrere Sprachen, singt auf Englisch, Französisch, Deutsch und Schweizerdeutsch und spielt natürlich neben Klavier auch noch Gitarre.

Das neue Album ist stimmig, griffig, geht unter die Haut und bleibt doch immer auch ein bisschen unnahbar, so wie Sophie Hunger selbst. Es ist schneller als die beiden Vorgänger, dichter, aber auch breiter aufgestellt. Für mich eines der besten Alben des Jahres, wenn nicht sogar das Beste.

9 von 10 Sternen!

Hören kann man The Danger of Light hier.

Das Konzert in Köln im Gloria am 13.11. ist übrigens ausverkauft.

Update 21:00 Uhr: Juchuh, nächstes Jahr noch mal!

Radiohead live in Köln

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Wenn man schon mal die Gelegenheit hat, Radiohead live zu sehen und dann auch noch in der eigenen Stadt und nicht so wie 2008 in Berlin, dann sollte man das auch ausnutzen! Gesagt, getan. Knapp 2 Wochen ist es das Konzert in der Lanxess-Arena jetzt her. Aber den Abend werde ich noch lange in Erinnerung behalten.

Nachdem Caribou als Vorband exakt um 20 Uhr auf die Bühne kamen und nach handgestoppten 30 Minuten und 1 Sekunde wieder gingen, hatte ich schon die größten Befürchtungen, dass das hier nur eine wohl choreographierte Rein-Rauf-Runter-Raus-Nummer (“wir spielen einmal das letzte Album quer”) werden würde. Aber was dann kam, war einfach bombastisch.

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Mit einem verhaltenen “Bloom” – tatsächlich vom letzten Album – ging es los. Dann ein Sprung zurück nach 1997 und “Lucky” und weiter zu “15 Steps” vom 2008er Album “In Rainbows”. Spätestens hier war jeder gefangen. Die Band spielte sich munter weiter durch das gesamte Repertoire, von allem etwas. Die bunte Mischung klang aber zu keinem Zeitpunkt langweilig, und selbst Songs, die mir nicht so gut gefielen, erzeugten live einen ungeheuren Sog. Mit “Identikit” stellten sie sogar einen neuen Song vor. Nach “Bodysnatchers” gingen sie zum ersten Mal von der Bühne und ließen ein sehr aufgepeitschtes Publikum zurück. Als Zugabe gabs zuerst “Weird Fishes/Arpeggi“, dann den nächsten neuen Song “Ful Stop“. Sogar “Daily Mail” haben sie gespielt. Nach “Myxamatosis” und “Paranoid Android” gingen sie erneut von der Bühne. Da standen sie schon zwei Stunden da oben, kamen aber noch mal raus, spielten “How to disappear completely” und den allseits bekannten Rausschmeißer “Everything in its right place”. Und wie auch bei allen anderen Konzerten, die ich bisher live oder im Netz gesehen habe, so kündigte sich auch dieses Mal das ultimative Ende an: Die Musiker verließen nach und nach ihre Instrumente, bis am Ende nur noch Jonny Greenwood da stand und alles loopte, verzerrte und ausklingen ließ. Dann verschwand auch er und ich hatte mich damit abgefunden, dass jetzt das Licht angehen würde, als es auf einmal knallte, die Band wieder rauskam und mit Idioteque noch einen zum Besten gab. Ein fulminanteres Ende hätte ich mir nicht vorstellen können.

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Besonders beeindruckt war ich auch von der Licht/Videoinstallation, deren Hauptmerkmal aus 12 quadratischen Videoscreens bestand, die von der Decke herunterschwebten. Jeder Screen an 4 Seilen konnte beliebig im Raum platziert werden. Die Screens zeigten “Videokunst” bunt gemischt mit Livebildern der Band, die von kleinen Kameras am Bühnenrand aufgenommen wurden. Bei den Konzerten in Berlin und Paris gab es wohl auch die Möglichkeit, sich per App und Radioheadnetzwerk einzelne Kameras auf sein iPhone zu streamen.
Zwischen den Songs wurden immer wieder QR-Codes gezeigt. Live scannen konnte man die nicht, das funktionierte irgendwie nicht. Ich habe ihn fotografiert, ein Freund dann später invertiert und optimiert und dann gings: “FOREVER AND EVER RADIOHEAD COLOGNE MONDAY 15 OCTOBER 2012 YOU REEL ME OUT AND THEN YOU CUT THE STRING”.

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Es war definitiv das Konzertereignis des Jahres, auch wenn noch ein paar weitere Konzerte ausstehen. Aber daran wird so schnell niemand mehr anknüpfen. Ich würde mir sehr wünschen, dass die Jungs noch das ein oder andere Album machen – und vor allem dann noch mal auf Tour gehen!

Die restlichen Bilder vom Konzert hab ich in der Galerie aufgehangen.