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JanBob blogt

Sziget

Servercrash

Geschrieben am 17. August 2007

Sorry, dass das Blog ein paar Tage lang nicht erreichbar war. Leider war der Server ausgefallen und mein Provider hat die Subdomains erst auf Nachfrage wiederhergestellt. Tja, schade, so konnte ich kein weiteres Live-Blogging betreiben und werde euch das Sziget Häppchenweise nachreichen. Aber nicht jetzt, es gibt anderes zu tun…

Gewitter (Tag 3)

Geschrieben am 11. August 2007
[inspic=273,left,,0]Ein bisschen Regen um den Staub zu binden ist ja nicht schlecht. Aber was hier abgeht, ist kann einem schon etwaqs die Feierlaune verderben.

Eigentlich wollte ich mich gestern Abend um 22 Uhr mit dem holländischen Pärchen von nebenan an der Roma-Bühne treffen,um die Amsterdam Klezmer Band zu sehen. Ich bin vorher noch mal kurz zum Zelt, da tröpfelte es bereits leicht. Zu meiner großen Überraschung haben meine anderen Nachbarn (aus Ungarn) ihre Zelte abgebrochen und waren verschwunden. Stattdessen saßen dort zwei etwas hilflose Italienerinnen, die Probleme beim Aufbau ihres Zeltes hatten. Ein zur Hilfe gerufener Franzose und ich bauten dann innerhalb von 5 Minuten ihr Zelt auf, zum Dank luden uns die beiden auf ein Bier ein. Der Franzose hat dafür ein Date mit einer Frau und ich die Amsterdam Klezmer Band sausen lassen. Der Abend versprach lustig zu werden, auch wenn Elka und Irine nur sehr leidlich englisch sprachen. Gegen 23 Uhr haben wir uns dann aufgemacht zum Konzert von Cassius, französische elektronische Tanzmusik im Zelt der WAN2-Bühne. Als das zu Ende war, strömten die Massen nach draußen, aber nur sehr sehr zögerlich. Es gab heftiges Gedränge am Eingang. Warum, das merkten wir erst, als wir endlich draußen waren: Es regnete in Strömen. Ein fettes Gewitter. Ziellos wandelten wir umher und als wir in der Nähe unserer Zelte waren, holte ich schnell meine Regenjacke. Das hätte ich besser nicht gemacht, denn ich habe die drei nicht wiedergefunden. Ich bin noch 10 Minuten durch den Regen gelatscht, ziel- und planlos. Also beschloss ich mich in mein Zelt zu verkriechen, bis der Regen nachlassen würde. Ich bin natürlich eingepennt…

Um 6 Uhr bin ich dann noch mal wach geworden und habe eine halbe Stunde lang im Halbschlaf überlegt, ob es Sinn machen würde, jetzt zu duschen. Ich bin zu keiner Entscheidung gekommen, der Schlaf hat mich wieder übermannt…

Trotzdem war es gestern sehr lustig, ich hatte verdammt viel Spaß und wieder ne Menge Leute kennengelernt. Ich habe Gogol Bordello gesehen, war kurz bei Laurent Garnier, bei Pink und den Skatalites.

Leider sieht die Wettervorhersage nicht rosig aus. Es wird bis Montag immer wieder Gewitter und Regen geben. Zum Glück bleibt es warm und schwül, so dass alles schnell wieder trocknen kann.

Heute ist Samstag und damit Halbzeit des Sziget. Drei Tage liegen hinter mir,drei kommen noch. Ich freu mich!

Sziget Tag 2

Geschrieben am 10. August 2007
[inspic=273,left,,0]Erst noch ein Nachtrag zu Tag 1: Beim Konzert von Manu Chao gingen zwei Mal die Lichter aus. Stromausfall, komplett, die ganze Bühne dunkel und alle umliegenden Fress- und Bierstände ebenfalls. Das hat der Stimmung aber keinen Abbruch getan.

Nun zu gestern, Tag 2. Ich habe den Tag mit Fotografieren verbracht, habe mir dieses und jenes angesehen, war früh morgens schon im Luminarium. Das ist eine Art riesige Hüpfburg, bloß dass man nicht hüpfen kann und es geschlossen ist. Durch die dünnen Wände in verschiedenen Farben fällt Sonnenlicht, Ambientmusiksorgt für entspannte Atmosphäre. Hier mal zwei Fotos:

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Gegen Mittag hat es dann angefangen, ein bisschen zu regnen, aber nicht weiter wild. Ich habe nette Holländer als Nachbarn, die einen großen Pavillon dabei haben.
Um 17 Uhr wollte ich mich eigentlich nur noch mal kurz hinlegen um dann zum Gentleman-Konzert zu gehen. Ich bin natürlich erst wach geworden, da hatte Gentleman schon 10 Minuten gespielt. Als ich gerade mein Zelt zugemacht hatte, knallte es auf einmal, ein fetter Donner, und als Folge davon hat es für 10 Minuten ganz ordentlich geregnet (Dank an meine Nachbarn)! Als es wieder einigermaßen trocken war, habe ich meine Cam in ein Hemd gewickelt und hab mich aufgemacht zur Mainstage. Die Stimmung nach so einem Regenguss ist immer unbeschreiblich. Viele ziehen eine Fresse bis zum geht nicht mehr, weil sie nass geworden sind. Aber die meisten nehmen es gelassen, und Reggea im Regen hat ja auch was. Und Gentleman hat alles gegeben. Er war besser drauf als beim Konzert auf dem Summerjam.
Und natürlich muss nach so einem Regenguss auch in den Pfützen gebadet werden, die sich überall gebildet haben – nein, ich nicht. Ich habe mich in die Riege der Fotographen eingereiht und Bilder von den Schlammmonstern geschossen. Meine Speicherkarten sind übrigens gerade beim Fotomann, ich bekomme sie erst in zwei Stunden wieder, er brennt mir davongrad CDs – toller Service (und da ich die meisten Bilder als RAW geschossen habe, werde ich die hier auch erstmal nicht veröffentlichen können).

Der Regen hatte einen ganz enormen Vorteil: Der Staub ist weg. Die Luft ist frisch, es ist trotzdem nicht kalt. Der Nachteil dabei: Man muss aufpassen, wo man hintritt. Der Boden war festgetrampelt und an vielen Stellen nicht in der Lage, den Regen aufzunehmen. Es haben sich Pfützen von enormen Ausmaß gebildet. Außerdem ist irgendwie alles klamm. Aber Dank der netten Holländer habe ich ein paar Sachen unter ihrem Pavillon aufhängen dürfen.

Heute ist in der Runninglist nichts dabei, was ich unbedingt sehen muss. Es spielen Laurent Garnier, Pink und Madness auf der Mainstage, die Skatalites auf der Weltmusikbühne und Cassius auf der WAN2-Bühne. Da mich davon nichts wirklich interessiert, werde ich wohl überall mal vorbeischauen und mit meiner Kamera ein paar Nacht- und Konzertaufnahmen machen.

Summerjam

Geschrieben am 11. Juli 2007

Ich war letztes Wochenende auf dem Summerjam hier ums Eck am Fühlinger See. Zum Glück fiel der Sommer in diesem Jahr auf einen Sonntag, und zwar auf den vergangenen, als ich zu Reggaeklängen in der Gegend rumtanzte. Es war ein schöner Einstieg, eine Einstimmung und ein erster Test für das Sziget! Bei weitem nicht zu vergleichen, aber das Summerjam hat durchaus seinen Charme, auch wenn man mal eben 45 Minuten anstehen muss, um Einlass zu finden. Und dann wieder die Arme hoch, die Taschen leer, der Ordner mit den Lederhandschuhen. Da ist das Sziget schon unstressiger.

Dafür war unser Zeltplatz unschlagbar. Einer der Leute hatte sich einen Pressebändchen und einen Durchfahrtsschein für einen der Parkplätze organisiert und sich mal eben einen Wohnwagen gemietet. Neben dem haben wir dann unser Zelt aufgebaut. Viel Platz, 3 Minuten bis zum Eingang und den Duschen, aber vor allem schön ebenerdig. Das Summerjam ist wie das Sziget auf einer Insel. Aber beim Summerjam zeltet man außen um die Insel herum. Und die Begrünungen und Wiesen um den See sind alle anschüssig. Es gibt kaum Plätze, auf denen man sein Zelt ebenerdig aufbauen kann! Daher war unser Platz so viel wert, zumal wir auch erst Freitagabend ankamen, da war das Festival schon in vollem Gange. Viele sind schon Mittwochs angereist, dementsprechend hätten wir keinen Platz mehr bekommen…

Absolutes Highlight war für mich Bauchklang, die ich schon vor Jahren in Budapest gesehen hatte. Damals noch in einem Zelt, wo der Schweiß von der Decke tropfte. Auf dem Summerjam um 18:00 Uhr in der Sonne sprang der Funke trotzdem über und die Menge tanzte wie wild. Selten so tolle „Musik“ erlebt. Leider hören sie sich auf den Studioalben nur halb so gut an. A propos Studio: Gentleman hörte sich an wie Playback. Da waren kaum Variationen in seinen Songs, dabei ist die Far East Band doch eigentlich ziemlich gut. Auch Sean Paul hat mich nicht wirklich überzeugt – zu viel Soundbrei. Ich hab auch ein wenig Slackers gesehen, ein bisschen Nosliw, Aswad, Groundation, Boundzound (das Soloprojekt von einem der Seeed-Leute – nettes Outfit, nette Tänzerinnen, aber sein RnBSoul passte nicht so ganz da rein), Maxi Priest und zum Abschluss Anthony B, der gerade die letzten Akkorde spielte, als ein fettes Feuerwerk vom Ende verkündete.

Nach gut 50 Stunden war dann auch schon wieder alles vorbei. Wir hatten uns dann noch in der Nacht aufgemacht… Nächstes Jahr wieder gerne, ist ja vor der Haustür!

Fotos gibt es hier.

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