Kategorien

JanBob auf Twitter

  • RT @hanvoi: "There was no Police violence whatsoever at the G20 summit in Hamburg, period." (Olaf Spicer, SPD)
    vor 2 Wochen
  • Awesome! I just completed a 8,44 Km run! #zoolauf
    vor 2 Wochen
  • RT @Radhelmfakten: Lesebefehl. https://t.co/jopITgpsA8
    vor 2 Wochen
  • RT @FJ_Murau: Leserbrief in der heutigen @SZ. https://t.co/6zo0ALpi8U
    vor 2 Wochen
  • Awesome! I just completed a 5,26 Km run!
    vor 2 Wochen

JanBob blogt

WG-Leben

10 Jahre ins Internet schreiben

Geschrieben am 17. Oktober 2013

Seit 10 Jahren schreibe ich Dinge ins Internet. So ab Oktober 2003 hatte ich meinem damaligen herzallerliebsten Mitbewohner die Notwendigkeit einer Interentpräsenz oktroiert und die allererste „Homepage“ unter einer .de.vu-Domain eingeichtet, die man leider nicht mehr nachschauen kann. .de.vu war auch blöd, es musste eine richtige .de-Domain her. Die gabs dann auch, und zwar ab dem 08.02.2004.

Allee-WG (auch schön: Die Startseite)

Allee-WG v3 (die Unterseiten funktionieren auch)
Allee-WG v3.1 (andere Startseite)

Und als wir dann die Allee-WG aufgelöst hatten, kam dieses Blog. Seit April 2006 schreibe ich Dinge hier rein. Mehr oder weniger kontinuierlich. Dank zuverlässiger Software (WordPress, ich liebe Dich!) hat das Blog auch zwei Providerumzüge überlebt. Mittlerweile gibt es 617 öffentliche Einträge, 63 Unterseiten (meist Galerie-Seiten) und 771 Kommentare (Liste gefällig?).

Und auch vom Blog gibts Archiv-Seiten. Es sah am Anfang mal so aus. Und so. Dann mal so. Und auch so.

Schön. Auf weitere 10 Jahre!

2009 – Ein Rückblick

Geschrieben am 31. Dezember 2009

Januar. Ich komme von der Nordsee zurück und bin wieder allein. Es liegt Schnee, ziemlich viel und ziemlich lange. Mein Kopf blockiert, an bloggen ist nicht zu denken.

Februar. Nach langer Suche habe ich einen Schreibtisch gefunden, er macht sich gut in der neuen Wohnung. Wir richten uns weiter ein. Herr Reiter fesselt mich ans Bett. Öde Stunden im tristen Grau. Es schneit schon wieder.

März. Ich kann wieder arbeiten. Das Stadtarchiv stürzt ein. Krokusse auf dem Balkon geben einen ersten zaghaften Hinweis auf den Frühling. Ich fange an, ellenlange Mails nach Berlin zu schreiben.

April. Renko kommt gleich zwei Mal vorbei. Auf dem Geburtstag meiner Schwester schwärmen wir zu fünft vom Frankreichurlaub und fragen uns, wie das schon 6 Jahre her sein kann.

Mai. Ich fahre nach Berlin und fühle mich wohl. Das werde ich nun öfter tun. Dank der Feiertage habe ich Zeit. Die Sonne scheint wie wild. Wir unternehmen viel, erkunden mit unseren Kameras die Gegend. Ich bin tief beeindruckt von Beelitz Heilstätten.

Juni. Das Hochbett wird aufgebaut und im Zoo reißt das Flusspferd sein riesiges Maul auf. Es ist warm, es riecht nach Sommer. Freitags und Montags sitze ich oft im Zug.

Juli. Urlaub. 14 Tage faul am Strand rumliegen, Sonne, Erholung pur. Als ich wiederkomme, fahre ich ein letztes Mal nach Berlin.

August. Gleich zwei meiner ehemaligen Kommilitonen heiraten, ich spiele den Fotografen und frage mich, ob ich je heiraten werde. Es fällt mir schwer, mich von Berlin zu lösen. Die Tage schleppen sich dahin.

September. Ich bastel mir ein neues Design für meinen Blog und schreibe wieder viel mehr. Ein Brief erschüttert meine Zukunft. Wir kündigen unsere Wohnung. Der Herbst ist nicht in Sicht, ich laufe immer noch im T-Shirt herum. Ich stehe in einer verlassenen Kaserne und schieße Fotos.

Oktober. Ganz viel neue Musik strömt auf mich ein. Ich schreibe eine letzte Mail nach Berlin. Ich schmiede neue Pläne, suche nach Perspektiven, strecke meine Fühler aus nach Hamburg, Berlin und Mainz. Ich mache viele Spaziergänge, auf einmal habe ich so viel freie Zeit wie noch nie. Endlich schaffe ich es auf einen Besuch in den Süden, herrliche Tage im Herbst, um auf andere Gedanken zu kommen. Ich höhle einen Kürbis aus und stehe neben Vampiren an einer brennenden Tonne.

November. Gedanken ans Ausland kommen auf und verschwinden am Ende des Monats wieder. Ich werde hin und her gerissen, gehe auf eine Party, die mich träumen lässt. Unsere Nachmieter unterschreiben ihren Vertrag. Der Anruf, dass ich Köln bleiben soll, kommt zu spät, um die Wohnung doch noch behalten zu können. Die Winterastern auf dem Balkon blühen, ich lasse zum ersten Mal in diesem Jahr einen Drachen steigen und gehe auf so viele Konzerte wie noch nie.

Dezember. Ich muss mir eine neue Wohnung suchen. Ich habe Geburtstag und lerne einen Tag später noch mehr neue Freunde kennen. Und auf einmal ist es da, dieses Kribbeln im Bauch. Es hat geschneit. Ich sitze auf einer Couch und sie nimmt all ihren Mut zusammen. Mir wird heiß und kalt und ich sage Ja. Weihnachten dauert dieses Jahr 5 Tage. Nachher gehe ich ins Stadion, Rheinfeiern.

Ein komisches Jahr, das in Trance anfing und erst langsam Fahrt aufnahm. Ein Sommer voller Reisen, ein Herbst voller Verwirrung und ein Winter wie eine Achterbahnfahrt mit glücklichem Ende. Selten habe ich mich zum Abschluss eines Jahres so gut gefühlt. Aber es fühlt sich nicht an wie Silvester. Es ist nur eine weitere Party auf der Welle, die ich reite. Könnte jetzt bitte auch noch ne Wohnung vom Himmel fallen?

Older Posts