Twitter-Fundstücke XXXIX

HausOhneFenster So. Fast alle Bäume auf laublos gestellt.

kaffeekasse Google+ ist wie mein Fitnessstudio: bin angemeldet, gehe aber nie hin.

diktator Was fehlt: Snooze für Menschen.

Unschuldsjunge Die Wünsche eines Mannes sind unten tastbar!

Zugschlus Bei ploetzlichem WLAN-Ausfall fallen automatisch Netzwerkkabel von der Decke

einzelmaennchen Ich fühle was, was du nicht fühlst und das ist doof.

GebbiGibson Den ständig wiederkehrenden Albtraum, nackt im Büro zu sein, werde ich heute durch Desensibilisierung beenden.

zynaesthesie Das Leben ist ein Ponyhof. Überall Scheiße, sie erzählen Dir einen vom Pferd, und wieso liegt hier eigentlich Stroh?

maatc Der Erfinder der Autokorrektur war ein Astloch.

bangpowwww Ich bin ja die Art von Frau, der man statt Blumen lieber Gras mitbringt.

RocketJane “Besser oder schlechter?” “Schlechter.” “Und jetzt? Besser?” “Ein bisschen besser.” “Und j…” “DAS IST EINE KLITORIS UND KEIN AUGENTEST!”

BettysPups Pupsburger Augenkiste

rock_galore Aus dem Toaster steigt schwarzer Rauch. Ich hab Hunger und die wählen da einen Papst.

dandyliving Bei den Starbucks Kaffeenamen brauchen sie sich nicht wundern wenn ich mal einen Rama Lama Rama Lama Latte Ding Dong bestelle.

hoch21 Heute spann ich, morgen klopf ich, übermorgen mache ich der Nachbarin ein Kind!

Anousch Ich arbeite im Niedlichlohnsektor.

schlenzalot Wenn man gerade keine Hundepfeiffe zur Hand hat, kann man auch zwei Freundinnen nehmen, die sich lange nicht gesehen haben.

Menschette »Was würdest du machen, wenn du 1 Tag lang ein Mann sein könntest?« »Ficken und dann bisschen einparken.«

litchi7 Meine Abneigung gegen andere Kunden drücke ich an der Supermarktkasse gerne durch die Anzahl der Warentrenner aus.

3x3ist6 “Endlich mal ein Tee, der mir wirklich gut schmeckt! Was ist das für eine Sorte?” “Kaffee!”

formschub Die Währung, die nach dem Euro kommt, sollte zum Gedenken an die Finanzkrise „Fiasko” heißen (Ein Fiasko hat 100 Debakel).

ohaimareiki vermissen ist doch auch nichts anderes als hoffnung in doof.

dislick Da ich am Samstag 18 werde, erfahre ich endlich, was sich hinter diesem “YouPorn” versteckt.

Throw Me The Statue

Ich mag rennen, durch Laubhaufen springen, mich im Kreis drehen und laut singen! Was für ein toller Song!

Airplane of our trees
Spaces and what it seems
But let’s go way down low
Take me back to everyone I know

Little bird of these clouds
Can you make it rain somehow?
In time, well we find
All our changes wash away themselves

We’ll trade off saying how it goes
Maybe stretch the lowest

We’re coming back at least to me
Isn’t what it used to see
But let’s go
Oh, let’s get stoned
Let’s go back to everyone we know

Lights out it more ’till you think what you are
Best in the colors and faded out stars
Now we touch base and we say how we are
Why, everyone does

But we’ll still play tag when we’re old
Which I usually blow

Eine kleine Reise

Es ist dunkel, abends. Die Stadt ist mir fremd, ich kenn mich nicht aus. Ich habe zwar einen Stadtplan in meiner Tasche, aber trotzdem ist da diese unterbewusste Aufgeregtheit. Wohin führt diese Straße? Bin ich hier richtig? Hätte ich doch lieber ein Taxi nehmen sollen? Alles ist so neu, so unangeschaut. Fiese Gestalten kommen mir entgegen. Brust raus und so tun, als sei man hier heimisch. Und doch wandert der Blick die ganze Zeit hin und her. Die Augen auf dem Bordstein, an der Hausfassade, in den Fenstern der Wohnungen. Ich suche die Namenschilder der Straßen, entdecke den Eingang, checke ein. Wieder draußen ist es noch kälter geworden. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühle ich den Winter nahen. Es riecht förmlich nach ihm. Kalte Luft kitzelt meine Nase, der Geruch von verbranntem Holz steigt auf. Ich stecke die Hände tiefer in die Taschen und frage mich, warum ich für diesen Geruch erst ins Ausland fahren musste? Um die Ecke wieder eine neue Welt. Im Schaufenster Demo-Bekleidung für den Schwarzen Block. Eins weiter bunteste Kleider für den Sommer. Ich muss noch mal wiederkommen, tagsüber und mit viel Geld, denke ich mir. Ich schaue aufs Wasser und esse eine Tüte Pommes Spezial.
Am Ende des nächsten Tages laufe ich vom Veranstaltungsort zurück zum Bahnhof. Jetzt weiß ich, wo ich lang muss, und schon fühlt man sich gar nicht mehr so fremd. Die Sonne flirrt über der Stadt, statt Herbst riecht es nach Frühling.
Der Thalys rollt ein. Ich stelle fest, dass er nichts anderes als ein rot angemalter TGV. Und dass der Schaffner hier “Train Manager Michael” heißt.
Die blonde Frau, mit dem Rücken zu mir eine Sitzreihe weiter, packt ihr MacBook aus, versucht erst ins Internet zu kommen und klickt dann alle Programm einmal durch. Als sie ein Webcamprogramm startet, kann ich ihr Gesicht über den ganzen Bildschirm sehen. Sie guckt erschrocken und schließt das Programm schnell wieder. Dann versucht sie erfolglos, eine DVD zu starten. Sie tauscht die DVD gegen eine Musik-CD, aber iTunes gibt nur Fehlermeldungen aus. Entnervt fängt sie an, Schach gegen den Computer zu spielen, wobei sie in der ersten Partie wahllos Figuren irgendwohin zieht und in der zweiten sich jeden Zug vorschlagen lässt. Dann wird mir das Zugucken langweilig, ich lese weiter.
Zurück in Köln laufe ich auch durch ein paar Straßen, aber so sehr ich mich auch bemühe, hier ist alles abgegrast, nichts Neues will sich einstellen. Ich sollte öfter alleine in eine fremde Stadt fahren. Dann aber mit mehr Zeit und ohne tagfüllendes Programm.

Les-Bar VI

Lang ists her. Hier mal wieder ein paar neue Netzlesetipps:

Facebook löscht nicht zuverlässig
Ein Wiener Student will sehen, welche Daten er in drei Jahren bei Facebook hinterlassen hat. Das Ergebnis: 1.200 DIN-A4-Seiten und einige unangenehme Überraschungen.

Siegfried Kauder und der Große Bär
Sascha Lobo über das Urheberrecht und den Vorsitzenden des Rechtsausschusses Kauder

Das wahre Leben im Netz
Stefan Niggemeier mit einer Analyse der Cybergesellschaft.

Dann noch ein Erklärvideo: Der Staatstrojaner in dreieinhalb Minuten (via netzpolitik.org)

Und zum Schluss noch ein Linktipp für Nachrichten aus Köln: http://www.elfnachelf.de/
Und für Nachrichten aus der Südstadt im Speziellen: http://www.meinesüdstadt.de/

Living Room Songs

Ólafur Arnalds produziert gerade ein neues Album. (Oder eine EP. Wie man will.) Und zwar in seinem Wohnzimmer. Jeden Tag einen Song. 7 Tage am Stück. Das Projekt nennt er Living Room Songs. Jeden Tag wird ein Song aufgenommen, gemischt, gefilmt und dann als Video auf die Seite geladen. Gleichzeitig kann man den Song kostenlos als mp3 herunterladen.

Angefangen hat er am Montag, heute kommt also “Day 3″ raus.

Bei “Day 2: Near Light” spielen auch seine Schwester und Mutter mit:

Die Idee ist nicht neu, denn schon das letzte Album die letzte EP 2008 hat Arnalds so aufgenommen, nicht in seinem Wohnzimmer, aber auch innerhalb von 7 Tagen. Auch jeden Tag einen Song, der sofort in den sozialen Netzwerken verbreitet wurde. Heraus kam damals “Found Songs” mit so tollen Stücken wie Raein.

Herbstanfang, melancholischer


In den letzten Tagen hat die Sonne noch mal alles gegeben. Ich habe es mir genommen. Und genossen. Im Park liegen, lesen, schlafen, gucken, nichts tun. Wenn ich ankam, war die Wiese noch feucht und leer. Wenn ich gegangen bin, wurde es langsam dunkel und es gab zwischen all den Grillern und Sonnenanbetern kaum ein freies Plätzchen mehr.
Das ist nun vorbei. Heute ist es zwar noch mal warm, aber der Wind hat schon zugenommen, treibt Regenwolken vor sich her. Ich sitze in meiner Wohnung und denke, es regnet. Aber in Wirklichkeit sind es die Blätter draußen. Ein konstanter Strom vertrockneter gelber, brauner und roter Blätter, die über die Autodächer wehen, über den Asphalt, die mit sich selbst tanzen und dabei rauschen, als würde es beständig regnen.
Vorbei ist es mit dem Sommer, der angeblich keiner war. Für mich war es schon einer. Aber über all den schönen Momenten, die ich erlebt habe in diesen Monaten, über all den Erinnerungen, den Erlebnissen, über allem lag ein dunkles Tuch, eine Traurigkeit, die mich daran gehindert hat, es wirklich als schön zu empfinden. Nicht, dass ich keinen Spaß gehabt hätte. Aber es war ein ständiges Wechselspiel von Freude und Trauer. Ein Auf und Ab. Ein Hin und Her. Die Trauer nimmt ab, das Ab, das Her, es schwindet, mal mehr, mal weniger, aber fast jeden Tag ein bisschen mehr. Ich frage mich trotzdem, ob es jemals wieder ganz weggeht. Wahrscheinlich, aber es fühlt sich nicht so an. Und der melancholische Herbstanfang verstärkt solche Gefühle nur noch mehr.

Twitter-Fundstücke XXXVIII

RocketJane Wenn man das erste Mal mit nem Kerl Sex hat, weiß man in erster Linie wie es seine Ex mochte.

Ann_Alphabet1 Der neue Gilette Rasierer: Die 1. Klinge hebt das Haar, die 2. schneidet es ab, die 3. und 4. lacht weil du 13 € dafür bezahlt hast.

SuperMarki Dieser wiederkehrende Albtraum, den Mount Everest zu besteigen und am Gipfel reicht der Akku nicht, um sich bei foursquare einzuloggen.

Undercoverherz An Beziehungen sollten Preisschilder hängen, damit man vorgewarnt ist, welchen Preis man eines Tages dafür bezahlen muss.

nnamrreherdna Echte Männer brauchen kein “2 in 1″-Duschgel, weil die Unterscheidung “für Haare und Körper” bei ihnen gar keinen Sinn ergibt.

theuer Die Selbsthilfegruppe “UTF-8-Probleme” trifft sich diesmal abweichend im grünen Saal.

prunio Die Facebook-Option “Mein Geschlecht in meinem Profil anzeigen” finde ich etwas schamlos.

klatschrose den wecker einfach mal auf bessere zeiten stellen.

unueberlegt Die härtesten Abschlussprüfungen sind die für den Abschluss mit der Vergangenheit.

jardinduvin “Halt! Polizei. Wie suchen eine geistig gestörten Mann, der nachts junge Frauen überfällt.” – “Gut, ich mach’s.”

oOtrinityOo Laut meinem Kontostand unterstütze ich andauernd so ein Hilfsprojekt im Amazon.

SE7ENBEN Was für ein mieser Tag. Meine Ex wurde vom Bus überfahren. Und meinen Job als Busfahrer bin ich auch los.

stn1978 Deine Mutter dreht Quadrate bei Tetris.

muserine “Vielleicht hast Du Motten. Vielleicht sitzt aber auch ein Zwerg mit Lochzange in Deinem Kleiderschrank.”

unueberlegt “Kannst du hierauf aufpassen?” “Sieht nicht stabil aus. Was ist das?” “Vertrauen.” “Und wenn’s bricht?” “Dann hast du nicht gut aufgepasst.”

gallenbitter »Was sagst Du zu meinem neuen Kleid?« – »Hallo Kleid.«

GebbiGibson Damals, als man noch den Schreibschutz von Kassetten mit Tesafilm gehackt hat …

HerrVanBohm “Liebeserklärung” – als könnte man Liebe erklären.

oOtrinityOo “Du hast aber viele Kerzen im Bad!” – “Ja, ich mag es romantisch beim Kacken.”