Lesbar (9)

Interessante Links aus dem Internetz.

 

Der BR stellt die SpaceNight ein – wegen der GEMA:

http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/?p=47886

 

“Zahl, so viel du willst! Der Zoo in Münster hatte eine Idee: Die Besucher sollen den Eintrittspreis selbst bestimmen. Seither brechen alle Einnahmerekorde. Wie kann das sein?” Ein Bericht darüber, wie selbst bestimmte Preisgestaltung funktionieren kann.

www.zeit.de/wirtschaft/2013-01/pay-what-you-want

 

DIE ZEIT hat jetzt übrigens auch ein tumblr mit “Infografiken, Bildern und Sachen”.

zeitonline.tumblr.com

 

Und auch sueddeutsche.de betreibt ein tumblr, allerdings eher, um Internetphänomenen (Mems) auf den Grund zu  gehen. Tolle Geschichten gibts da.

gefaelltmir.sueddeutsche.de/

Eingeschränkter Winterdienst

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Winterdienst oder Streufahrzeuge kennt man in Köln nicht. Ist ja auch Sonntag.

So leise durch die Nacht

Am Anfang eines Jahres stehen gewohnt viele neue Alben vor der Tür und mindestens ebenso viele Konzerte. Alle möglichen Bands hauen neue Sachen raus, bringen Singles und neue Alben unters Volk. Für die Freitagnacht hab ich hier 3 ruhige Videos, 2 neue und ein älteres.

 

Moddi – House by the Sea

Pål Moddi Knutsen hat sich ein Jahr Pause gegönnt, sein neues Album kommt im März auf den Markt. Seine Single knüpft leider nicht an der Stärke und Fülle seiner bisherigen Songs an, die gleichzeitig so zerbrechlich waren. Trotzdem freue ich mich auf das Album – und hoffentlich ein Konzert hier in der Nähe.

 

Ólafur Arnalds – This Place Was A Shelter

Bei den ersten Tönen dachte ich, jetzt fängt gleich James Blake an zu singen, aber zum Glück hat Ólafur Arnalds dann doch die Kurve gekriegt und was Schönes aus dem Song gebastelt. Sein neues Album “For now I am winter” erscheint am 25.02. Ich würde ihn sehr gerne auf dem Haldern 2013 sehen!

 

Sigur Rós – Við spilum endalaust

Zum Schluss, nicht neu, sogar schon 5 Jahre alt ist Við spilum endalaust. Hier vorgetragen unplugged an einem Vormittag in einem Pariser Café vor 3 Jahren. Sehr schön.

Trennt den Staat von der Kirche!

Unglaublich. In Köln wurde eine 25-Jährige nach K.O.-Tropfen mutmaßliches Opfer einer Vergewaltigung. Und zwei katholische Krankenhäuser wiesen sie ab. Die Verschreibung der “Pille danach” und eine Notfallkontrazeption, also eine Spurensicherung einer möglichen Vergewaltigung, seien grundsätzlich ausgeschlossen. Sie widersprächen den ethischen und moraltheologischen Grundsätzen der katholischen Kirche, hieß es. Mehr dazu hier (Video), hier und hier. Wie kann das sein? Wie kann einer Frau in höchster Not Hilfe verwehrt werden?

Ein unglaublicher Aufreger und für mich ein weiterer dringender Grund, das Modell Staat-Kirche weiter zu trennen.

Im November lief in der ARD die sehr interessante Dokumentation “Gott hat hohe Nebenkosten – Wer wirklich für die Kirchen zahlt” (Video) über die Kindergärtnerin Bernadette K., die nach der Trennung von ihrem Mann zu ihre neuen Freund ziehen wollte und deswegen von der Kirche gekündigt wurde.
Sie ist nur eine von Millionen Angestellten in katholischen Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäusern, Pflegeheimen, für die ein ganz besonderes kirchliches Arbeitsrecht gilt, obwohl die Kirche nur als “Träger” fungiert. Bezahlt wird das alles aus Steuergeldern! Es klebt als der Stempel der Kirche draußen dran und die Kirche darf bestimmen, wen und unter welchen Voraussetzungen sie einstellt. Aber bezahlen tut es der Staat, also wir alle. Und da, finde ich, hört für mich die Einflussnahme auf. Wenn ich für ein Krankenhaus bezahle, dann will ich auch, dass dort nach weltlichen Maßstäben gehandelt wird und nicht nach denen des finsteren Mittelalters!

Im Fall der Benadette K. übrigens hat es eine Initiative aus empörten Eltern und anderen geschafft, im Rat der Stadt so einzuwirken, dass der Kirche die Trägerschaft gekündigt wurde. Bernadette K. durfte ihren Job behalten.

Und ich finde, so muss es auch im ganzen Land in allen anderen Einrichtungen werden. Es treten immer mehr Menschen aus der Kirche aus, immer weniger Menschen gehen zu Gottesdiensten. Aber die Zahl der kirchlichen Einrichtungen nimmt immer weiter zu!
Versteht mich nicht falsch, wer will, kann gerne weiter der Kirche angehören und ihre Werte übernehmen. Es kann auch gerne weiterhin Kindergärten, Krankenhäuser und andere Einrichtungen der Kirche geben. Aber doch nicht in dem Maße, wie es jetzt ist.
Für die Städte ist es nur recht und billig, eine Einrichtung an die Kirche abzugeben, denn oft gehören der Kirche die Gebäude oder Grundstücke und die Verwaltung und Bürokratie ist eine andere, um die sich dann die Stadt, die Gemeinde oder das Land nicht mehr kümmern braucht.
Und da liegt das Problem. Unsere weltlichen Werte sollten uns es wert sein, dass wir ein bisschen mehr bezahlen für ordentliche Arbeitsverträge und moderne Moralvorstellungen.

Wir müssen endlich weg von den anachronistischen Wertevorstellungen der Kirche, wenn es um Staat, um Allgemeinwohl geht!

 

Update:

Die Vorkommnisse stünden in einer Kette von Fällen, die zeigten: “Christliche Nächstenliebe hört da auf, wo es um die Dogmen einer verstaubten Amtskirche geht.” Grundsätzlich sollten nach Meinung von NRW-Grünen-Chef Lehmann Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft die Betriebserlaubnis entzogen werden, wenn sie Menschenrechte wie das Recht auf Erste Hilfe ablehnten. “Es ist ein Skandal, dass solche Einrichtungen überhaupt mit staatlichen Geldern betrieben werden.”

Quelle: WDR.de

Das kann ich nur unterschreiben!

Lesbar (8)

Mal wieder ein paar interessante Links aus dem Internetz.

Sascha Lobo wagt einen Ausblick auf das Internet im Jahre 2013:
Was man 2013 über das Internet wissen muss, um die Welt zu verstehen

Johnny Haeusler gibt ein Update zu seinem Artikel “2013: Das Web zurückerobern“, über den ich hier schon berichtet habe:
Nachbearbeitung: Das Web zurückerobern

Berlin brüskiert Daimler: Auf einen Vorschlag der Piraten wird die Straße an der neuen Vertriebszentrale nach Edith Kiss benannt, die als Zwangsarbeiterin für den Konzern arbeiten musste:
Berlin brüskiert Daimler

Die EU-Kommission ist auf einem sehr guten Wege, Wasser zur Handelsware zu machen. Ein Beitrag vom ARD-Politmagazin Monitor zum Thema: Monitor vom 13.12.
Und gleich noch eine Petition, die man dagegen unterzeichnen kann:
http://www.right2water.eu

Und zum Schluss noch eine Dokumentation (90 Minuten) über die legendäre Bar25 in Berlin, die Ende 2010 geschlossen wurde. “Endlose Partys, Unmögliches und Verbotenes: Wer es einmal geschafft hat dem legendären Club 25 beizutreten, der kommt so schnell nicht mehr raus. Im Wunderland der Erwachsenen steht die Zeit still.”
Tage außerhalb der Zeit

Update:

Gerade erst gesehen, muss aber auch noch mit rein: Stefan Niggemeier nimmt die Informationsoffensive der ARD unter dem Vorsitz von WDR-Intendantin Piel auseinander:Die Schimäre von der »Informationsoffensive« der ARD

Twitter-Fundstücke (50)

"Da braut sich was zusammen!""ENDLICH BIER!""Nein, ich meinte etwas Böses!""Uhhh, Kölsch?!"
@Schlachtzeile
Schlachtzeile
Donnerwetter! Kaum nehm ich "Winter-Duschgel", schon fällt Schnee vom Himmel!Morgen nehm ich Männer-Duchgel!
@ornithologin
Terra Peutin
Mein iPhone ist so oft an der Steckdose, dass es eigentlich ein Festnetz Telefon ist.
@v3rstand
Le Male
"Schatz? Ich bin schon ganz feucht.""Sei still und dusch weiter!"
Youtube sollte die GEMA kaufen.
@HerrVanBohm
Jean-Claude van Bohm
Und Gott schuf Remscheid. Und Gott sah Remscheid.Und Gott schuf den Nebel.
@Darth_Lehrer
Darth Lehrer
"...IMMER ICH AN DAS SCHEISSTELEFON GEHN? ... Hallo, was kann ich für Sie tun?"
@rock_galore
Bruce π
Nach einer Runde im Geschirrspüler ist die Klobürste wieder wie neu. Noch Kuchen?
@Schisslaweng
Schisslaweng
"Die Milch ist nicht sauer, sie ist SEHR enttäuscht."
@Goganzeli
Für Sie immer noch
Meine Gurkenmaske ist perfekt. Die Gurken akzeptieren mich als einen der ihren.
@peterbreuer
Peter Breuer
Kreissäge gekauft.Sägt nur geradeaus.
@RockitComedy
RockitComedy
"Mama, warum fotografiert der Mann seine Pommes?"
@TomSCHnet
Tom. Sch. Net.
Kind: "Ich muss gleich in die Hosen pissen."Mutter: "Pissen sagt man nicht in der Öffentlichkeit."Kind: "Die Hose ist nicht öffentlich."
@UteWeber
Ute Weber
Wurstfachverkäuferin.Aber wer braucht ein Wurstfach?
Wer Koriander mag, leckt auch gern an Batterien.
@MannvomBalkon
Mann vom Balkon
Beim Backen plane ich immer ein bisschen mehr Zeit ein, damit die Eier die Trennung verarbeiten können.
Haben vergessen die Katze zu füttern. Jetzt macht sie Krach in der Küche. Kocht wahrscheinlich.
@SashaFreaq
Sasha Fяeaq
Geil. Ich hab so ein Dings bekommen. Das kann man ganz hinten in den Schrank tun.
Heute kommt mal Myrrhe in den Joint.
@RitaKasino
Rita Kasino
Wenn ihr sämtliche Zeitungen abgeschafft und alle eure Informationen digital habt, werdet ihr merken, dass ein Kindle keine Vase verpackt.
@Einstueckkaese
Ein Stück Käse
Ich und meine doppelläufige Schrotflinte erledigen jetzt die letzten Weihnachtseinkäufe.
@gallenbitter
gallenbitter
Seht zu dass ihr nicht als Jungfrau sterbt, sonst müsst ihr, wenn ihr tot seid, Selbstmordattentäter vögeln.
@DerWachsame
Der Wachsame
mann mit bildzeitung aufm schoß schaut auf meinen kindle und sagt zu seiner frau "die jugend verdummt, weil sie keine bücher mehr liest".

Mehr davon auch wieder bei Anne (inkl. laaanger Liste mit noch viiiiel mehr Fundstücke-Blogs), Anke, Felix und Christian.

Silvester im Franzplace

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Silvester im Franzplace.
(Und eigentlich nur ein Test, wie das Bloggen per Telefon klappt.)

Das ist ein Test

Wordpress ist jetzt verknüpft mit Twitter und Facebook und müsste diesen Artikel auch dort anteasern!

Mehr bloggen

“Facebook, Twitter, Google und Co machen das Netz kaputt.” Eine steile These, geschrieben von Johnny Haeusler zwischen den Jahren auf  seinem Blog Spreeblick. Der Artikel hat mittlerweile über 320 Kommentare und Trackbacks erreicht, ist von unzähligen anderen Bloggern und Seiten aufgegriffen worden und ist sogar offline angekommen, beim Berliner Tagesspiegel und bei DRadio Wissen. Und auch ich mache mir so meine Gedanken zu dem Thema.

Es ist definitiv das Zeitalter der rasanten Informationsverbreitung, und zwar derzeit vor allem über Soziale Netzwerke. Mindesten 2/3 aller Webinhalte, die ich für interessant, informativ, erwähnenswert oder lustig halte, kommen von Facebook-Freunden, von Leuten, denen ich auf Twitter folge, von tumblr oder anderen Blogs, die ich abonniert habe.

Und das wird dann geteilt. Das neueste Lieblingsmusikvideo mal schnell auf Facebook verlinkt, ein kurzes Statement auf Twitter, den Link zum interessanten Artikel per bit.ly gekürzt und verteilt, hier ein Fav, da ein Like. Fotos lade ich nur noch selten für alle sichtbar in dieses Blog, schneller und einfacher gehts eh immer über Facebook – außerdem bekommen es da auch viel mehr Leute zeitnah mit (Thema Sofortness).

Aber schon nach kurzer Zeit ist der Inhalt wieder verschwunden, auf Nimmerwiedersehen im Nirwana der Timeline. Wiederfinden nur mit großem Aufwand. Und vor allem bleibt es oft nur denjenigen vorbehalten, die mit mir auf Facebook befreundet sind, die mir auf Twitter folgen oder die meinen tumblr kennen. Suchfunktionen? Fehlanzeige oder mangelhaft.

Na gut, wen interessiert auch schon mein Link von gestern? Mich. Und dabei geht es weniger um die Geschwindigkeit, mit der sich Inhalte verbreiten und wieder vergessen werden, sondern vielmehr darum, dass ich nicht mehr Herr meiner Daten bin. Wenn bit.ly dicht macht, funktionieren Millionen von Links nicht mehr. Wenn tumblr beschließt, kostenpflichtig zu werden, sind meine gesammelten Bilder weg. Wenn Twitter die Server nicht mehr gegenfinanzieren kann, woher kriege ich dann meine tägliche Dosis Fundstücke? (Oder noch schlimmer, wenn Twitter von Apple gekauft wird!) Und wenn Facebook irgendwann nicht mehr sein sollte, wo soll ich hin mit meinen Fotoalben, mit meinen Lieblingsvideos, mit dem ganzen interessanten Kram, den ich euch gerne zeigen will?

Ich bin ja schon froh, dass ich meine Mails noch ganz altmodisch am Rechner zu Hause abrufe und offline verwalte und sie nicht bei irgendeinem Dienstleister “in der Cloud” liegen lasse, wo ich sie zwar überall erreichen kann, aber nicht weiß, ob sie morgen auch noch alle da sind.

Mein ganzer anderer Kram, von Postings und Kommentaren über Links bis zu Fotos, liegt irgendwo im Netz. Sämtliche Rechte habe ich an die jeweiligen Firmen und Betreiber der Netzwerke abgetreten. Und wenn es mir dann so passiert wie bei geocities, studiVZ und zum Schluss myspace, dann gibt es nichts mehr, nicht für mich, nicht für die Nachwelt.

Vielleicht bin ich zu altmodisch, zu anachronistisch, vielleicht verkenne ich den Weg, den das Netz nimmt. Aber es ärgert mich. Facebook hat es geschafft, mich viel zu sehr an seine Plattform zu binden, einfach, weil es fast all meinen Wünschen entspricht. Es ist schick, komfortabel und insbesondere auch für weniger versierte Nutzer einfach zu handhaben. Wer setzt schon einen Blog auf einem Server auf, um diesen mit Inhalten zu füllen? “Dabei kann man auf einem Blog machen, was man möchte. Ärgerlicherweise bedeutet das auch, dass man machen muss, was man möchte.” (Sascha Lobo) Bei Facebook oder Google+ anmelden dauert keine fünf Minuten. Ein Twitteraccount ist noch schneller erstellt. Und wer Fotos präsentieren möchte, ist mit Instagram einfach gut bedient.

Versteht mich nicht falsch, ich nutze all diese Dienste und Netzwerke natürlich trotzdem gerne und viel. Natürlich werde ich auch weiterhin mal eben ein Handyfoto bei Facebook hochladen, werde von unterwegs twittern und Verabredungen via Gruppen in Facebook oder per Whatsapp treffen. Und für das unerfahrene Lieschen Müller sind Facebook, Google+ und Twitter auch der einfachste Weg, eine eigene Plattform im Netz zu bekommen.

Aber ich werde wieder verstärkt darauf achten, was mit meinen Daten passiert, wer sie bekommt, an wen ich meine Rechte daran abtrete und wie diese Daten weiter verwertet werden. Und ich werde wieder stärker diesen meinen Blog in den Vordergrund rücken. Ich werde nach Möglichkeiten suchen, die einfaches Bloggen und schnelle Foto-Uploads ermöglichen, werde nach Schnittstellen suchen, nach Hilfsprogrammen, werde meine eigene Cloud aufbauen und die Plattformen wie Facebook oder Twitter verstärkt nur noch als Hinweisgeber auf meinen Blog benutzen. Ich will wieder mehr bloggen!

(Und als sei es ein Lauffeuer, hat auch blogoli gestern angekündigt, 2013 wieder mehr bloggen zu wollen. Ich freu mich drauf!)